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Round Towers in Irland

Wenn man von "round towers" in Irland spricht, meint man nicht irgendwelche runden Türme, geschweige denn Festungsanlagen - nein, man meint die charakteristischen Rundtürme der irischen Klöster und Kirchen. Sie zieren unzählige Postkarten, sind ein "must see" eines jeden Irlandbesuchs und gehören mit zum "klassischen Irlandbild" wie Guinness und Tin Whistle. Nur wenige Besucher allerdings befassen sich intensiv mit den Türmen ... und auch die Hinweise an ihnen sind oft spärlich (oder, was noch schlimmer ist, eher mit Expertenblick verfasst und ohne Hintergrundwissen teilweise nicht zu entschlüsseln).

Mit unserem kleinen Artikel möchten wir Ihnen die Rundtürme etwas näher bringen - ihre Geschichte, ihre Architektur, teilweise ihr Schicksal. Und ein Anhang mit allen bekannten Rundtürmen der "grünen Insel" kann Ihnen gleichzeitig als Reiseführer dienen. Viel Spass!

Rundturm in Cashel (Co. Tipperary)
Rundturm in Cashel (Co. Tipperary)

Typisch irisch?

Lassen Sie uns gleich zu Beginn einmal die Frage klären, wie “typisch irisch” denn nun die Rundtürme sind. Kurz zusammengefasst kann man sagen: Rundtürme sind keine exklusiv irische Angelegenheit, aber nur in Irland häufig auftretend und damit definitiv “typisch irisch”. Typischer als etwa die Harfe oder gar das Kleeblatt.

Abgesehen von den knapp hundert bekannten Rundtürmen in Irland existieren deutlich verwandte Bauten nur an vier Orten in Schottland und auf der Isle of Man, Verbindungen dieser Orte nach Irland sind üblich. Daher ist der klassische Rundturm irisch. Punkt.

In welcher Form ausländische Einflüsse die Architektur beeinflussten, kann kaum diskutiert werden. Brian Lalor etwa stellt Ähnlichkeiten mit der Rekonstruktion (auf dem Reissbrett) der Zwillingstürme von St. Gallen fest – allerdings erwähnt er fairerweise auch, dass die Rekonstruktion stark von den Rundtürmen Irlands beeinflusst sein mag!

Aufgabe

Wozu nun wurden die Rundtürme eigentlich errichtet?

Wie ein Mönch zum anderen nach der Fertigstellung des ersten Rundturms sagte: “Was für ein Glück, dass Freud noch nicht geboren ist!” Die eindeutig phallische Form der Türme regte nämlich schon immer die Phantasie von Altertumsforschern an. So sah man die Rundtürme gelegentlich als Monumente zu Ehren des Priapus, des Gottes der Manneskraft, an. Oder als Relikte eines vorchristlichen Phalluskultes, den laut Henry O’Brien buddhistische Einwanderer aus Indien nach Irland brachten.

Etwas weniger sexuell ausgelegt war die Interpretation, dass die Rundtürme heilige Stätten eines Sonnenkultes gewesen seien, in deren Spitzen “ewige Flammen” brannten. Und natürlich mussten auch die Vertreter der keltischen Romantik ihren Anspruch geltend machen – für sie waren Rundtürme schlichtweg Sternwarten der Druiden.

Konservativere, aber nicht weniger exzentrische Theorien kamen aus dem christlichen Lager, in dem man sich wenigstens über den Ursprung einig war. Die Türme wurden von irischen Christen gebaut. So weit, so gut – zu welchem Zweck allerdings, da war man sich nicht unbedingt einig. So existierte lange die Theorie, dass es sich um dem Säulenheiligen Symeon Stylites (der eben auf einer Säule lebte) geweihte Bauwerke handle. Oder man sah die Türme als Busshilfen an, der Büsser fing oben an und arbeitete sich langsam nach unten, also zurück in die Gemeinschaft, vor. Manchmal sah man die Türme auch als gewaltige Grabmale an. Andere Theoretiker sahen den Sinn der Rundtürme als Zeiger gigantischer Sonnenuhren … fanden jedoch nie die erforderlichen “Zifferblätter” dazu.

Seit den Untersuchungen des George Petrie, der erstmals 1845 sein Standardwerk “The Ecclesiastical Architecture of Ireland” veröffentlichte, hält man eine Kombination von Aufgaben für wahrscheinlich. So dienten die Rundtürme als

  1. weit sichtbare Markierungen eines Klosters oder einer Kirche;
  2. Glockentürme (auf Irisch hiessen sie schliesslich auch “cloigtheach”, Glockenhäuser – wobei die genaue Art der Glocken und ihre praktische Bedienung noch immer ungeklärt sind …);
  3. Aussichtstürme, um etwa herannahende meteorologische oder menschliche Gefahren frühzeitig zu erkennen;
  4. Schatzkammern und
  5. Zufluchtsort bei Angriffen (die sich manchen Ortes häuften, weil selbst am Grauen Star leidende Wikinger die Rundtürme schnell ausmachen konnten).

Eigentlich die einfachste Erklärung … zumal Rundtürme in der Regel nicht irgendwo alleine in der Gegend herumstanden, sondern westlich einer Kirche. Dass sie nicht wie anderswo in Europa üblich als Kirchtürme angebaut wurden, mag seinen Grund in der reinen Ästhetik haben: Die aus praktischen Gründen sehr hohen Türme gehörten oft zu winzigen Kirchen!

Ursprung der Rundtürme

Bei der Frage nach dem Ursprung der Türme müssen Historiker passen. Weder wissen wir, wo und wann der tatsächlich erste Rundturm in Irland errichtet wurde … noch wissen wir, wer die Idee dazu hatte und woher die Inspiration kam.

Petries Annahme, dass der legendäre Goban Saor (eine Kombination aus Architekt, Baumeister und Magier) im 7. Jahrhundert einen wesentlichen Anteil daran gehabt haben könnte, ist durchaus schlüssig, aber doch sehr den Mythen der Freimaurer verwandt. Und es ist einfach zu sehr der Wunsch nach eindeutiger Identifikation, der hier hereingerät.

Was man mit Sicherheit sagen kann, ist dies: Vor der Jahrtausendwende wurde der erste Rundturm begonnen, eventuell in Armagh. Armagh sah sich als Zentrum des irischen Christentums, war direkt mit St. Patrick verbunden und galt als eine der führenden Klostergemeinden Irlands. Und besaß 995/996 sicher einen Rundturm! Die Prominenz des Ortes und der Herrschaftsanspruch machen Armagh als “architektonischen Trendsetter” zumindest ziemlich glaubwürdig. (Bevor Sie ins Auto springen nur gleich die Warnung vorweg: Heute findet man dort nicht einmal spärliche Reste eines Rundturms!)

Architektur

Wie muss man sich einen typischen Rundturm vorstellen? Sie kennen die Bilder, OK, aber was sind die eigentlichen architektonischen Merkmale und Bestandteile des “round tower”?

Die durchschnittliche Höhe eines typischen Rundturmes lag bei 29,53 Metern, was interessanterweise genau 100 römische Fuss wäre (100 galt als “perfekte Nummer”, was aber dennoch zu keinen Spekulationen hinreissen sollte!). Der Umfang der Turmbasis war durchschnittlich 15,63 Meter, was einem leicht zu merkenden Verhältnis von 2:1 zwischen Höhe und Basisumfang entsprechen würde und einen guten Anhaltspunkt für die “Statiker” geboten hätte.

Die Fundamente der Türme allerdings waren nicht unbedingt Meisterleistungen der irischen Baukunst – dreissig Meter hohe, extrem schwere Konstruktionen wurden oft auf vielleicht sechzig Zentimeter “tiefe” Basen gesetzt, zum Teil sogar noch über Gräbern (also nicht die stabilste Erdform). Dies mag erklären, warum etwa der Rundturm von Kilmacduagh schief steht und warum andere schlicht umkippten …

Temple Finghin in Clonmacnoise (Co. Offaly)
Temple Finghin in Clonmacnoise (Co. Offaly)

Der Turmkörper selber wurde, mehr oder weniger, sich nach oben verjüngend gebaut – zu einer Zeit, in der man in Europa entweder stur zylindrisch baute oder “Verjüngung” in zylindrischen Stufen erreichte. Im Kontrast zu den Fundamenten wieder eine ungeheure Leistung – auch wenn in Clondalkin der Turm sich nach einer Verjüngung wieder verdickt! Während der Bauphase benutzte man ein externes Gerüst, dass in den sogenannten “pugholes” ruhte (die man später kaschierte). Ob auch ein zusätzliches internes Gerüst bestand, ist nicht bekannt. Nach der Anordnung der “pugholes” wurde übrigens errechnet, dass ein Turm in etwa sieben bis acht Monaten errichtet werden konnte!

Wesentliche Bestandteile des Turmkörpers waren eine erhöhte Eingangstür (die man nur über eine Hilfskonstruktion oder Leiter erreichen konnte, was die “Verteidigung” erleichterte), einige kleine Fenster darüber und schliesslich vier grosse “Glockenfenster” (für jede Himmelsrichtung eines!) unmittelbar unter dem Dach. Im Turminnern waren Zwischenflure aus Holz zu finden, die miteinander durch Leitern verbunden waren. Ganz oben befand sich dann der mit den Glockenfenstern versehene Raum.

Hier schwang man die Glocken, damit auch weiter entfernte Gläubige sie hören konnten. Oft beinhaltet die Darstellung des Geläutes einen Mönch, der erst die Leitern hochklettert und dann eine mittelgrosse Handglocke aus dem Fenster schwingt – romantisch, aber nicht unbedingt realistisch. Glockenstühle und Glockenseile waren schon in Irland bekannt, allerdings fehlt der Beweis für ihre Verwendung in den Rundtürmen. (Falls es Leute mit Höhenangst beruhigt: Es fehlt auch jeder Beweis für die aus den Fenstern hängenden Mönche mit Handglocken!)

Die aus Stein gemauerten, konischen Turmdächer stellten für die Zeit architektonisches “High Tech” dar. Sie lösten wahrscheinlich einfacher zu konstruierende Dächer aus Holz und Schindeln ab und wurden in den Annalen als “bennchobbor” bekannt.

Eine Besonderheit bilden die “engaged towers”, also schon bei ihrer Errichtung fest mit Kirchengebäuden verbundene Rundtürme. Ob diese nun “echte” Rundtürme sind oder nicht ist ein reiner Expertenstreit – Lalor zählt sie (allerdings als Sondergruppe) dazu, Barrow schliesst alle nicht freistehenden Türme aus, O’Reilly spricht von “Kombinationen”. Ich schliesse mich Lalor an, obwohl es zumindest bei St. Kevin’s Church in Glendalough doch einige Bedenken macht.

Erhaltung

Die Erhaltung der Rundttürme, die im Durchschnitt schliesslich schon über achthundert Jahre in den Himmel ragen, lag und liegt in der Obhut des Eigners. Nachdem viele ihre ursprünglichen Aufgaben verloren hatten, verfielen sie zusehends. Heute wissen wir von etwa einhundert Rundtürmen, von denen etwa drei Viertel noch (zumindest ansatzweise) erhalten sind. Komplett erhaltene Türme mit (teilweise renoviertem) Dach sind relativ selten.

Absichtliche Zerstörungen um der Zerstörung Willen waren selten – sie fanden vor allem in mittelalterlichen Kriegen oder bei Raubzügen der Wikinger statt. Eine modernere, allerdings auch kriegsbedingte, Zerstörung war die Kappung des Rundturms von Roscrea. Häufiger war die Zerstörung durch Naturgewalten (Blitzschlag und Sturmwinde werden in den Annalen genannt), gelegentlich stimmte wahrscheinlich auch schlichtweg die Statik nicht. Trümmer von eingestürzten Türmen wurden häufig für andere Bauprojekte genutzt.

Heute sind viele Rundtürme entweder gar nicht oder nur mir besonderer Genehmigung zugänglich, auch wenn im Innenraum Zwischenflure und Leitern fest installiert sind. Dies hat Sicherheitsgründe, aber oft auch reine Versicherungsgründe. Besucher sollten auf jeden Fall von eigenständigen Kletteraktionen Abstand nehmen. Relativ niedrige Turmstümpfe werden zudem gerne als gigantische Mülltonnen genutzt – die Anzahl leerer Bierdosen in manchen lässt auf kürzlich vorbeiziehende Barbarenhorden grösseren Ausmasses schliessen.

O'Rourke's Tower in Clonmacnoise (Co. Offaly)
O'Rourke's Tower in Clonmacnoise (Co. Offaly)

"Fakes"

Die Tatsache, dass der Rundturm eine so typisch irische architektonische Leistung darstellt, hat ihn zu einem Symbol des irischen Nationalbewusstseins gemacht. Etwa als Verzierung an besonders patriotisch orientierten Pubs oder als Bestandteil von Wappen und Emblemen. In Kerry beispielsweise sehr beliebt ist die Kombination der Erin mit Harfe, Wolfshund und einem Rundturm. Am Central Hotel in Listowel zu finden … und auf den Abzeichen der GAA.

Im Zuge dieser Entwicklung entstanden auch “Fakes”, auf der Architektur der Rundtürme basierende Neubauten. Solche historisierenden Bauten werden zwar meist selbst von Laien schnell als “unecht” erkannt, geistern aber dennoch durch manche Fotosammlung …

Ein Prachtbeispiel ist der Friedhof Glasnevin in Dublin, der von dem 1869 zur Erinnerung an Daniel O’Connell errichteten Monument in Form eines Round Tower dominiert wird. An der Errichtung wirkte Petri beratend mit, äusserte jedoch ob der Dimensionen Bedenken: Der Turm hat einen Basisdurchmesser von immerhin 7,7 Metern und ragt satte 52 Meter in die Höhe! Wie Barrow richtig sagt, “… imposing but not a faithful reproduction”.

Andere Fakes findet man in den Herrensitzen, die mit viel romantischer Schwärmerei im 19. Jahrhundert errichtet wurden. Dies sind meist “engaged round towers”, wie etwa der Turm im Dromore Castle (Co. Limerick).

In Bruckless (Co. Down) steht dagegen seit dem 19. Jahrhundert ein von Monsignor Stephens eigens erbauter “Rundturm” bei der Kirche. Touristen wird dieser oft als “restaurierter echter Turm” oder als “Rekonstruktion” nahegebracht – es gibt jedoch nicht die Spur eines Hinweises, dass in Bruckless vor des Monsignors Bautätigkeit je ein Rundturm gestanden hat! Das Portrane Hospital (Co. Dublin) besitzt auch einen “Rundturm”, dieser wurde 1844 als Denkmal für George Evans errichtet. Eine ähnliche Geschichte hat der “Rundturm” von Killeroran (Co. Galway), der nach 1877 als Denkmal für Denis Henry Kelly gebaut wurde. Bei Ferrycarrig (Co. Wexford) schliesslich steht ein “Rundturm” auf einem Hügel und wird oft von Touristen fotografiert – es ist ein Denkmal für die Gefallenen den Krimkrieges (1854).

Bestandsaufnahme

Zum Abschluss bieten wir Ihnen noch eine komplette Liste der bekannten irischen Rundtürme, alphabetisch sortiert und mit den wichtigsten Abmessungen, dem Erhaltungszustand und den jeweiligen Besonderheiten. Die fett hervorgehobenen Orte sind diejenigen, an denen man noch (manchmal allerdings sehr niedrige) Türme finden kann – die anderen Orte sind nur der Vollständigkeit halber angegeben. Eine Besonderheit bilden die kursiv aufgeführten Orte, hier handelt es sich um Rundtürme außerhalb Irlands.

Abernethy (Perthshire, Schottland) – Deutlich den irischen Beispielen verwandter Rundturm in relativ einfacher Ausfertigung und ohne Dach; Höhe 22,05 Meter, Basisdurchmesser 4,66 Meter, die Türschwelle liegt in1,78 Metern Höhe. Die erste Erwähnung des Turms (als “round steeple”) stammt von 1727, der Ort selber hatte jedoch schon seit dem späten 5. Jahrhundert Verbindungen nach Irland – womit der Turm sehr wahrscheinlich “echt”, wenn auch “im Exil” ist.

Aghadoe (Co. Kerry) – Kaputtrenovierter Turmstumpf; erbaut etwa 11. Jahrhundert; 5,5 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,6 Meter.

Aghagower (Co. Mayo) – Stark renovierter Turmstumpf; erbaut etwa 11. Jahrhundert; 15,85 Meter hoch, Basisdurchmesser 5 Meter, Türschwelle in 2,18 Metern Höhe.

Aghaviller (Co. Kilkenny) – Turmstumpf auf rechteckiger Basis; erbaut etwa 11. Jahrhundert; 9,6 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,92 Meter, Türschwelle in 3,98 Metern Höhe (eine Tür im Bodenbereich wurde später eingebaut!).

Aghmacart (Co. Laois) – Rundturm im Jahre 1156 erwähnt; keine Überreste heute erhalten.

Annadown (Co. Galway) – Rundturm im Jahre 1238 erwähnt als “erbaut”; keine Überreste heute erhalten.

Antrim (Co. Antrim) – Komplett erhaltener Turm mit Dach; erbaut etwa 10. Jahrhundert; 28 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,8 Meter, Türschwelle in 2,3 Metern Höhe; als Besonderheit gilt ein Kreuz über dem Eingang.

Ardbraccan (Co. Meath) – Rundturm im Jahre 1181 erwähnt als “umgestürzt”; keine Überreste heute erhalten.

Ardfert (Co. Kerry) – Rundturm historisch belegt; wenige Fragmente erhalten.

Ardmore (Co. Waterford) – Komplett erhaltener Turm mit Dach; erbaut in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts; 29,2 Meter hoch, Basisdurchmesser 5 Meter, Türschwelle in 3,98 Metern Höhe; bemerkenswert sind die in Stein ausgeführten Verzierungen (“Bänder”), die Steinmetzarbeiten und die einmalig starke Verjüngung des Turms zur Spitze hin – er gilt als garantiert unverwechselbar.

Ardpatrick (Co. Limerick) – Turmrest; erbaut etwa 11./12. Jahrhundert; 3 Meter hoch, Basisdurchmesser 5,3 Meter.

Ardrahan (Co. Galway) – Kaum noch zu erkennender Turmrest in einer Begrenzungsmauer; erbaut etwa 10./11. Jahrhundert; 2,9 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,7 Meter.

Armagh (Co. Armagh) – Rundturm im Jahre 995/996 und wieder 1020 erwähnt als “von Blitz getroffen und abgebrannt”; keine Überreste heute erhalten.

Armoy (Co. Antrim) – Teilweise zerstörter Turm; erbaut etwa 11. Jahrhundert; 10,8 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,6 Meter, Türschwelle in 1,6 Metern Höhe.

Balla (Co. Mayo) – Turmstumpf; erbaut etwa 12. Jahrhundert; 10 Meter hoch, Basisdurchmesser 5,26 Meter, Türschwelle in 6,66 (!?) Metern Höhe; der Turm weist sehr ungewöhnliche Fenster auf und scheint in Phasen errichtet worden zu sein.

Brechin (Angus, Schottland) – Der einzige zweifelsohne “echte” (also mit den irischen “Kollegen” übereinstimmende) Rundturm; erbaut im 12. Jahrhundert und Ähnlichkeiten mit Donaghmore im Bereich der Türverzierungen aufweisend. Der Turm ist 25,96 Meter hoch und wird von einer im 14. Jahrhundert nachträglich aufgesetzten, oktagonalen Dachkonstruktion (weitere sechs Meter Höhe) gekrönt. Der Basisdurchmesser ist 4,54 Meter, die (originale) Türschwelle befindet sich 2,19 Meter über dem Boden. Barrow nennt den Turm “undoubtedly an Irish-type round tower” und vermutet, dass das Dach ursprünglich konisch war.

Brigown (Co. Cork) – Nach reiner Aktenlage und lokaler Tradition soll, Barrow zufolge, hier ein “genuine round tower” gestanden haben; es sind jedoch keine Spuren zu finden. Lalor erwähnt Brigown gar nicht.

Cashel (Co. Tipperary) – Komplett erhaltener Turm mit Dach; erbaut etwa 11. Jahrhundert (Reparaturen unter anderem im 19. Jahrhundert); 27,94 Meter hoch, Basisdurchmesser 5,33 Meter. Die benachbarte Cormac’s Chapel weist keinen Rundturm auf, gibt aber wertvolle Hinweise auf die zeitgenössischen Bauweisen – und besitzt die einzigen in Irland zwischen dem 10. und dem 12. Jahrhundert errichteten nicht (zumindest teilweise) runden Türme!

Castledermot (Co. Kildare) – Im oberen Bereich stark renovierter (umgebauter) Turm; erbaut etwa 10. Jahrhundert (Umbau um 1735, Einbau einer Glocke und von Zinnen); 20,12 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,74 Meter, Türschwelle in 0,53 Metern Höhe; insgesamt untypischer früher Turm (Lalor nennt ihn einen “prototype”), als Besonderheit gelten die hohe Eingangstür, der Zwischenboden aus Stein und die extreme Schlankheit.

Clonard (Co. Meath) – Rundturm im Jahre 1039 erwähnt als “umgefallen”; keine Überreste heute erhalten.

Clondalkin (Co. Dublin) – Komplett erhaltener Turm mit Dach; erbaut etwa 10./11. Jahrhundert; 27.5 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,04 Meter, Türschwelle in 3,9 Metern Höhe; als Besonderheit gelten das definitiv ungewöhnlich konkave Profil und die Tatsache, dass es der schlankste erhaltene Rundturm ist.

Clones (Co. Monaghan) – Teilweise erhaltener früher Turm; etwa 10. Jahrhundert; 23 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,5 Meter, Türschwelle ehemals in 2,12 Metern Höhe.

Clonmacnoise (Co. Offaly) , O’Rourke’s Tower – Teilweise erhaltener Turm; fertiggestellt im Jahre 1124; 19,3 Meter hoch, Basisdurchmesser 5,62 Meter, Türschwelle in 3,5 Metern Höhe.

Clonmacnoise (Co. Offaly) , Temple Finghin – Komplett erhaltener Turm mit Dach, “engaged” (in eine Kirche schon beim Bau geplant integriert); erbaut zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts; 16,76 Meter hoch, Basisdurchmesser 3,97 Meter; als Besonderheit gilt das Muster (“herringbone”) in den Steinen des Daches. Barrow erkennt den Turm wie für seine Klassifizierung üblich, da nämlich “engaged”, nicht als “echt” an.

Cloyne (Co. Cork) – Komplett erhaltener Turm ohne Dach, aber mit wahrscheinlich später angesetzten Zinnen; erbaut etwa 10./11. Jahrhundert; 30,5 Meter hoch, Basisdurchmesser 5,17 Meter, Türschwelle in 3,4 Metern Höhe.

Cork (Co. Cork) – Rundturm im 17. Jahrhundert als Abbildung überliefert; keine Überreste heute erhalten.

Deerness (Orkney, Schottland) – Die runden Zwillingstürme der örtlichen Kirche wurden im frühen 19. Jahrhundert abgerissen und gelten gelegentlich als “irisch”; nach Zeichnungen von 1774 schliesst Barrow allerdings diese Zuordnung aus. Lalor erwähnt die Türme erst gar nicht.

Derry (Co. Derry) – Rundturm in Abbildungen und in Literatur erwähnt; keine Überreste heute erhalten.

Devenish (Co. Fermanagh) 1 – Komplett erhaltener Turm mit Dach; erbaut etwa 12. Jahrhundert; 25 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,82 Meter, Türschwelle in 2,59 Metern Höhe; als Besonderheit werden die schönen Dekorationen im Dachbereich gewertet.

Devenish (Co. Fermanagh) 2 – Turmbasis, eventuell nicht beendet oder eingestürzt und durch den erhaltenen Turm (siehe oben) ersetzt; 0,5 Meter hoch, Basisdurchmesser 5 Meter.

Donaghmore (Co. Meath) – Komplett erhaltener Turm mit relativ flachem Dach (die fehlenden Fenster im üblichen Glockenbereich sind kurios und lassen den Turm unvollständig wirken!); erbaut etwa 11. Jahrhundert; 26,6 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,98 Meter, Türschwelle in 3,4 Metern Höhe; als Besonderheit (neben den oben erwähnten fehlenden Fenstern) gilt der verzierte Eingangsbereich. Der Turm wurde 1841 auch im Dachbereich restauriert, Barrow verweist jedoch auf frühere Skizzen, die die Vorbildtreue selbst des flachen Daches beweisen.

Downpatrick (Co. Down) – Rundturm im Jahre 1015 erwähnt als “von Blitz getroffen und abgebrannt”; keine Überreste heute erhalten.

Dromiskin (Co. Louth) – Etwa zur Hälfte erhaltener Turm mit späterem, das Original imitierendem Dach; erbaut etwa 12. Jahrhundert; 15,24 Meter hoch, Basisdurchmesser 5,22 Meter, Türschwelle in 3,7 Metern Höhe; als Besonderheit gilt der romanische Türrahmen. “Dank” der Renovierung ist der Turm der niedrigste Rundturm mit Dach und wirkt gleichzeitig wie eine von Gnomen erbaute Variante …

Drumbo (Co. Down) – Teilzerstörter Turm; erbaut etwa 10. Jahrhundert; 10,25 Meter hoch, Basisdurchmesser 5 Meter, Türschwelle in 1,5 Metern Höhe; als Besonderheit gilt das Fehlen von Fenstern.

Drumcliff (Co. Clare) – Turmruine; erbaut etwa 10./11. Jahrhundert; 11 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,88 Meter.

Drumcliff (Co. Sligo) – Turmstumpf neben Yeats’ Grab, in seinem Gedicht “Under Ben Bulben” aber nicht erwähnt; erbaut etwa 10./11. Jahrhundert; 9 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,98 Meter, Türschwelle in 1,98 Metern Höhe.

Drumlane (Co. Cavan) – Teilweise erhaltener Turm; erbaut etwa 12. Jahrhundert; 11.6 Meter hoch, Basisdurchmesser 5,09 Meter, Türschwelle in 2,74 Metern Höhe; als Besonderheit gelten hervorragenden Steinmetzarbeiten und einige in die Aussenmauer eingravierte Vögel.

Dublin (Co. Dublin) – Rundturm an der Kirche St. Michael le Pole (nahe Dublin Castle) in Abbildungen; der Turm wurde 1778 abgerissen, heute sind keine Überreste erhalten.

Duleek (Co. Meath) – Ein “Geisterturm”, denn lediglich die kaum noch erkennbaren Fundamente und auffällige Schäden an der Nordseite des noch stehenden Glockenturms (15. Jahrhundert) beweisen die ehemalige Existenz. Der Turm war mindestens 14 Meter hoch bei einem Basisdurchmesser von 5,18 Metern. Dokumentarisch belegt ist er erstmals 1147, als er vom Blitz getroffen wird.

Dungiven (Co. Derry) – Traurige Reste eines auf rechteckigem Fundament gebauten Rundturms; erbaut etwa 12. Jahrhundert; knapp 1 Meter hoch, Basis etwa vier Quadratmeter. Barrow sieht den Turm als nicht orthodox genug an, um als “echt” zu gelten.

Dysert O’Dea (Co. Clare) – Teilweise zerstörter Turm; erbaut etwa 12. Jahrhundert; 14,6 Meter hoch, Basisdurchmesser 5,89 Meter, Türschwelle in 4,46 Metern Höhe; Rundturm mit der weitesten gemessenen Basis.

Dysert Oenghusa (Co. Limerick) – Im Kernbereich komplett erhaltener Turm, Dach und Obergeschoss fehlen jedoch; erbaut etwa 12. Jahrhundert; 20,65 Meter hoch, Basisdurchmesser 5,28 Meter, Türschwelle in 4,6 Metern Höhe; als Besonderheit gilt der verzierte Türrahmen.

Rundturm in Donaghmore (Co. Meath)
Rundturm in Donaghmore (Co. Meath)

Egilsay (Orkney, Schottland) – “Engaged tower” (also integraler Bestandteil der Kirche) mit Ähnlichkeiten (Höhe!) zu den irischen Rundtürmen. Lalor schliesst ihn in die “Rundtürme im Exil” ein, Barrow dagegen nicht (als “engaged” für ihn ohnehin indiskutabel).

Emly (Co. Tipperary) – Rundturm im Jahre 1058 erwähnt als “abgebrannt”; keine Überreste heute erhalten.

Faughart (Co. Louth) – Turmfragment in Bodenhöhe, letztlich ein Steinkreis von 5,75 Metern Durchmesser und einem halben Meter Höhe; ein Erdhügel im Innenbereich trägt die Basis eines Hochkreuzes. Es ist durchaus möglich, dass in Faughart niemals ein kompletter Rundturm gestanden hat – Besucher finden aber immerhin das Grab des Edward Bruce in der Nähe.

Ferns (Co. Wexford) – Turmstumpf, Rest eines “engaged round tower” (als Teil einer Kirche geplant und errichtet); erbaut etwa 1152 bis 1160; 18,24 Meter hoch, Basisdurchmesser 2,9 Meter (auf einem quadratischen Unterbau von 2,9 Metern Seitenlänge!); als Besonderheit gilt die Wendeltreppe im Innern. Der Turm stellt sozusagen den Übergang von den “round towers” zu konventionellen Kirchtürmen dar.

Fertagh (Co. Kilkenny) – Komplett erhaltener Turm ohne Dach; erbaut etwa 11. Jahrhundert; 31 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,77 Meter, Türschwelle in 3,3 Metern Höhe; als Besonderheit gilt die enorme Höhe (mit Dach wären es etwa 35 Meter!).
Glendalough (Co. Wicklow) – Komplett erhaltener Turm mit Dach (renoviert); erbaut etwa 11. Jahrhundert (Dach 1876); 30,48 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,87 Meter, Türschwelle in 3,2 Metern Höhe; dominierender Turm der Anlage von Glendalough.

Glendalough (Co. Wicklow), St. Kevin’s Church – Turm im Miniaturformat als Teil einer Kirche (“engaged”); erbaut etwa 12. Jahrhundert; 14,1 Meter hoch, Basisdurchmesser 2 Meter. Da der Turm nicht frei stand, sieht ihn Barrow nicht als “echten” Rundturm an. Im Volksmund ist die Kirche auch als “Kevin’s Kitchen” bekannt, da der Mini-Rundturm den Eindruck eines Küchenhauses mit Kamin erzeugt.

Glendalough (Co. Wicklow), Trinity Church – Diese Kirche trug, ähnlich wie die etwa fünf Kilometer entfernte St. Kevin’s Church (siehe oben) einen “engaged round tower”, von dem jedoch nur die rechteckige Basis erhalten ist. Man nimmt an, dass der im 12. Jahrhundert errichtete Turm etwa 14 Meter hoch war und einen Durchmesser von 4 Metern besass. Für Barrow ebenfalls kein “echter” Rundturm.

Inis Cealtra (Co. Clare) – Fast komplett erhaltener Turm ohne Dach; erbaut etwa 11./12. Jahrhundert; 22,3 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,58 Meter, Türschwelle in 3 Metern Höhe; als Besonderheit gelten ein sehr grosses Fenster und ein Zwischenfussboden aus Stein.

Inishkeen (Co. Monaghan) – “Vandalisierter” (durch Renovierungen!) Turmstumpf; erbaut etwa 10./11. Jahrhundert; 12,6 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,5 Meter, Türschwelle in 4,1 Metern Höhe.

Kellistown (Co. Carlow) – wahrscheinlicher Rundturm auf Abbildungen; keine Überreste heute erhalten.

Kells (Co. Meath) – Komplett erhaltener Turm ohne Dach; erbaut etwa 11. Jahrhundert; 26 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,75 Meter, Türschwelle ursprünglich in 3,6 Metern Höhe (der Turm wurde etwa auf dem Level der Strasse nach Oldcastle erbaut, nicht auf dem Level des Friedhofs!); als Besonderheit gelten die “Köpfe” über dem Eingang und die insgesamt fünf Glockenfenster.

Kilbarry (Co. Roscommon) – Rundturm in Literatur erwähnt; Fragmente erhalten.

Kilbennan (Co. Galway) – Teilweise als Ruine erhaltener Turm; erbaut etwa 11. Jahrhundert; 16,5 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,8 Meter, Türschwelle in 4,56 Metern Höhe.

Kilcoona (Co. Galway) – Turmstumpf; erbaut etwa 11./12. Jahrhundert; 3 Meter hoch, Basisdurchmesser etwa 5 Meter.

Kilcullen (Co. Kildare) – Turmruine; erbaut etwa 11. Jahrhundert; 11 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,62 Meter, Türschwelle in 1,8 Metern Höhe.

Kildare (Co. Kildare) – Komplett erhaltener Turm mit “irischen” Zinnen; erbaut etwa 12. Jahrhundert (eventuell auf Resten eines älteren Turmes, die Zinnen wurden nachträglich um 1730 aufgebaut); 32,6 Meter hoch, Basisdurchmesser 5,35 Meter, Türschwelle in 4,67 Metern Höhe; als Besonderheit gilt der verzierte Eingang im Stil der Romanik (heute stark verwittert).

Kilkenny (Co. Kilkenny) – Komplett erhaltener Turm ohne Dach; erbaut etwa 11. Jahrhundert; 30,2 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,5 Meter, Türschwelle in 2,78 Metern Höhe.

Rundturm in Drumlane (Co. Cavan)
Rundturm in Drumlane (Co. Cavan)

Killala (Co. Mayo) – Komplett erhaltener Turm mit Dach; erbaut etwa 11./12. Jahrhundert (Renovierung des Daches nach 1700, eine substantielle Renovierung des Turms scheint im 19. Jahrhundert nach Blitzschlag stattgefunden zu haben und könnte die deutlich nach Aussen ragende “Beule” im Turm verursacht haben); 25,6 Meter hoch, Basisdurchmesser 5,02 Meter, Türschwelle in ursprünglich etwa 3 Metern Höhe; als Besonderheit gilt ein anscheinend später verkleidetes Fundament.

Killeany (Co. Galway) – Turmruine auf der Insel Inishmore (Aran Islands); erbaut etwa 11./12. Jahrhundert; 3,02 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,82 Meter, Türschwelle in 3,3 Metern Höhe.

Killeshin (Co. Laois) – Rundturm in Literatur erwähnt; keine Überreste heute erhalten.

Killinaboy (Co. Clare) – Zerstörter und fast komplett überwachsener Turm; erbaut etwa 10. Jahrhundert; 3,6 Meter hoch, Basisdurchmesser 5,08 Meter.

Kilmacduagh (Co. Galway) – Stark renovierter Turm mit Dach; erbaut etwa 11./12. Jahrhundert (Renovierungen im 19. Jahrhundert); 34,89 Meter hoch (höchster stehender Turm), Basisdurchmesser 5,68 Meter, Türschwelle in 8,22 Metern Höhe; als Besonderheit gelten neben der extrem hohen Anordnung der Tür die hohe (höchste bekannte!) Anzahl der Fenster und die Schieflage um 2 Grad in Richtung Südwesten.

Kilmacnessan (Co. Dublin) – Reste eines Turm auf der Insel Ireland’s Eye; erbaut etwa 12. Jahrhundert; 0,5 Meter hoch (eine Reihe Steine auf einem Steinbogen), Basisdurchmesser 3,6 Meter; Beispiel eines in eine Kirche integriert eingebauten Rundturms (“engaged”). Barrow sieht Kilmacnessan nicht als “echt” an (weil “engaged”).

Kilmallock (Co. Limerick) – Reste eines Turms in einem späteren Kirchenbau; 3 Meter hoch (über dieser Höhe beginnt ein modernerer Bau!), Basisdurchmesser 5,2 Meter.

Kilree (Co. Kilkenny) – Komplett erhaltener Turm ohne Dach und mit Ausbesserungen im oberen Bereich; erbaut etwa 11. Jahrhundert (Ausbesserungen wahrscheinlich relativ jung); 26,75 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,86 Meter, Türschwelle in 1,64 Metern Höhe.

Kinneigh (Co. Cork) – Teilzerstörter Rundturm auf einer einmaligen, hexagonalen Unterkonstruktion (ähnlich den Zwillingstürmen der Kirche St. Pantaleon in Köln!); erbaut etwa 12. Jahrhundert; 21,5 Meter hoch, Basisdurchmesser maximal 6 Meter, Türschwelle in 3,24 Metern Höhe; als Besonderheit gilt weiter ein Zwischenboden aus Stein.

Liathmore (Co. Tipperary) – Fundamente eines Turms, zufällig entdeckt bei Ausgrabungen 1969/1970; Tiefe der Fundamente 2,6 Meter, Basisdurchmesser 5,45 Meter.

Louth (Co. Louth) – Rundturm im Jahre 981 erwähnt als “von Sturm umgeweht”; keine Überreste heute erhalten.

Lusk (Co. Dublin) – Komplett erhaltener Turm ohne Dach; erbaut etwa 10./11. Jahrhundert, im 15./16. Jahrhundert nachträglich in einen Kirchturm integriert; 26,56 Meter hoch, Basisdurchmesser 5.06 Meter, Türschwelle ursprünglich in 2,6 Metern Höhe; als Besonderheit gilt die Zahl von acht Stockwerken im Turm.

Maghera (Co. Down) – Stark zerstörter Turm; 5,4 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,85 Meter, Türschwelle in etwa 1,8 Metern Höhe.

Meelick (Co. Mayo) – Teilweise erhaltener (?) Turm ohne oberen Abschluss (was auch auf einen nie beendeten Bau hindeuten könnte!); erbaut etwa 11./12. Jahrhundert; 21,5 Meter hoch, Basisdurchmesser 5,44 Meter, Türschwelle in 4,42 Metern Höhe; als Besonderheit gilt das Gewölbedach des zweiten Stockwerks.

Monasterboice (Co. Louth) – Bis auf das oberste Stockwerk und das Dach erhaltener Turm; erbaut etwa 10./11. Jahrhundert; 28,5 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,98 Meter, Türschwelle in 1,84 Metern Höhe. Die benachbarten Hochkreuze machen Monasterboice zu einem “must see” in Louth.
Nendrum (Co. Down) – Reste eines Turms; 4,4 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,2 Meter.

Oran (Co. Roscommon) – Fast völlig überwucherter Turmstumpf; erbaut etwa 11. Jahrhundert; 3,9 Meter hoch, Basisdurchmesser 6 Meter.

Oughterard (Co. Kildare) – Teilweise erhaltener Turm; erbaut etwa 11. Jahrhundert; 9,5 Meter hoch, Basisdurchmesser 4,58 Meter, Türschwelle in 2,65 Metern Höhe.

Peel Harbour (Isle of Man) – Den irischen Rundtürmen deutlich verwandter Turm auf St. Patrick’s Isle; der Turm erinnert heute eher an einen Burgturm, im Mittelalter wurde eine Plattform mit Zinnen aufgebaut.

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