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Von Irlands wilden Westen bis nach Kilkenny

Wir sind nicht die Irlandexperten schlechthin, da es erst unser zweiter Irlandtrip war, aber nichtsdestotrotz, wollen wir gern auch andere an unseren Erlebnissen teilhaben lassen. in der Hoffnung den geneigten Leser nicht zu sehr zu langweilen, werde ich das Ganze als Reisetagebuch verfassen, so dass jeder Tag und jedes Erlebnis seine Beachtung findet.

Irland Reisebericht von Michael Mewes
Irland Reisebericht von Michael Mewes

Unsere erste Reise nach Irland war eine Rundreise, die sich „Schlösser und Herrenhäuser“ nannte und zog sich die Ost- und Südküste entlang, so dass wir jetzt ausschließlich den Westen bereisen wollten.

Gebucht hatten wir dann schließlich ein Cottage in Claddaghduff, welches sich ca. 12 km von Clifden entfernt, befindet. Danach sollte es noch nach Kilkenny gehen und um das ganze vernünftig abzurunden, waren auch noch 4 Tage in Dublin geplant.

Unser Cottage

Unser Cottage befand sich in Claddaghduff direkt an der Küste des Atlantiks, von wo aus wir immer einen herrlichen Blick auf Omey Island hatten.

Das Cottage war schlicht und einfach, so wie wir es auch haben wollten. Kein TV, kein Internet, einfach nur abschalten. Sehenswerte Ausflugsziele die sich in der Nähe befanden sind der Connemara Nationalpark, die Kylemoore Abbey, sowie 85 Km entfernt die Stadt Galway.

Blick auf Omey Island, Foto: Michael Mewes
Blick auf Omey Island, Foto: Michael Mewes

Tag 1: Ankunft Irland

Nach einen entspannten Flug mit Air Lingus von Düsseldorf aus, holten wir unseren Mietwagen ab und so langsam stieg in mir wieder die Nervosität vor dem Linksverkehr auf. Hier sei schon erwähnt, gerade für Irlandneulinge: Es ist nicht schwer auf der „falschen“ Seite zu fahren. Nur sollte man die Geschwindigkeiten, die ausgewiesen sind, gerade auf Landstraßen, so manches Mal überdenken, da einige Straßen sehr eng und auch sehr kurvenreich sind.

Vor allem im Gebiet Connemara kann auch mal überraschend das eine, oder andere Schaf auf den Straßen stehen. Nach einer rund 4-stündigen Fahrt und ersten Eindrücken von der Landschaft Connemaras, kamen wir dann in Clifden an, wo wir erst mal alles Notwendige bei Aldi einkauften. Hinweis: Aldi führt dort keine Kaffeefilter. Wieso auch immer??? Einen Schreck bekamen wir nur, als wir dann bezahlt haben. Lebensmittel scheinen doch um einiges teurer zu sein, als in Deutschland.

Jetzt waren es nur noch 12 km, bis nach Claddaghduff, wo wir entspannt den Abend verbrachten.

Kylemore Abbey, Foto: Michael Mewes
Kylemore Abbey, Foto: Michael Mewes

Tag 2: Kylemorre Abbey

Eintritt: 12,50 € p.P. Viele tolle Bilder haben wir vorher schon gesehen, aber die Realität übertraf diese um ein vielfaches. Der Bau, die Lage, das war schon sehr eindrucksvoll. Wir verbrachten einige tolle Stunden dort, wo wir uns natürlich auch den Walled Garden anschauten.

Nachdem der Regen dann doch wieder stärker wurde, stärkten wir uns noch mit einer „Homemade Soup oft he Day“ und verließen den Park in Richtung Letterfrack. Schließlich mußte ich ja irgendwo meine Filtertüten bekommen. Da die Geschäfte, selbst auf einen Sonntag geöffnet haben, wurden wir im Country-Shop des Ortes auch endlich fündig.

Tag 3: Cliffs of Moher, oder der Nebel des Grauens, Dunguaire Castle

Eintritt: 6 € p.P.
Auf diesen Ausflug freute ich mich besonders, weniger wegen der weiten Fahrt (160 km einfache Fahrt) sondern wegen des Blicks auf die Cliffs of Moher.

Die Fahrt war relativ entspannt und dauerte ca. 2 1/2 Stunden. Skeptisch wurden wir, als es noch ca. 10 km zu fahren waren und es immer nebliger wurde, bis wir schließlich auf dem Besucherparkplatz ankamen und eine Sichtweite von unter 40 m hatten.

Da das Wetter an den Küsten Irlands normalerweise sich auch mal schnell ändert, übten wir uns in Geduld und verbrachten knapp 3 Stunden mit Warten. Leider änderte sich an diesem Tag überhaupt nichts und wir fuhren mit einigermaßen schlechter Laune wieder in Richtung Cottage.

Auf der Rückfahrt machten wir dann Stop am Dunguaire Castle. Was wir nicht wußten war, dass an diesem Abend dort ein Bankett stattfand und deswegen „Last Admission“ um 16.30 Uhr war. Wann waren wir dort: 16.45 Uhr. Zumindest von außen konnten wir es dann begutachten und traten danach den Heimweg an, der sich als etwas zähfließend erwies, da in Galway bereits die Rush Hour eingesetzt hatte.
Nach kurzem Halt bei Lidl in Clifden, waren wir dann gegen 19 Uhr wieder im Cottage.

Connemara, Foto: Michael Mewes
Connemara, Foto: Michael Mewes

Tag 4: Rundfahrt Connemara

Clifden – Tully – Connemara Nationalpark – Roundstone – Clifden

Meiner Frau ging es an diesem Tag nicht so gut und wir machten uns auf die Suche nach einem Arzt. Unsere Hoffnung war, eventuell einen Arzt zu finden, der der deutschen Sprache einigermaßen mächtig ist. Unsere Hoffnung sollte sich sogar erfüllen. Eine nette Dame im Tourismusbüro in Clifden, sagte uns, dass in Tully sich ein deutscher Arzt befindet. Nachdem wir diesen aufgesucht hatten (links neben der Tankstelle in Tully), meine Frau etwas beruhigter war, fuhren wir zum Connemara Nationalpark.

Leider machte uns starker Regen einen Strich durch unsere Tagesplanung. Wir hatten zwar entsprechende Kleidung an, aber das wollten wir uns dann doch nicht antun, so dass wir eine Rundfahrt durch Connemara machten, die über Roundstone zurück nach Clifden führte. Diese Landschaft in Connemara ist schon beeindruckend, wild, ursprünglich, ist aber schön anzuschauen. So endete der Tag bei einem schönen Stück Kuchen in einer Konditorei in Clifden.

Sonnenuntergang Omey Island, Foto: Michael Mewes
Sonnenuntergang Omey Island, Foto: Michael Mewes

Tag 5: Connemara Nationalpark

Eintritt: kostenlos
Das gute Wetter, des 5. Tages nutzten wir dazu, endlich eine ausführliche Wanderung durch den Nationalpark zu machen. Als übliche Wanderroute nahmen wir den Diamond Hill Trail. Wenn ich mich recht erinnere, ist diese Strecke knapp 7 km lang und war für uns, als ungeübte Wanderer auch einigermaßen schwer zu absolvieren, gerade die Strecke die über den Berg führt, Upper Diamond Hill Walk, hat es teilweise in sich. Aber belohnt wurden wir dafür mit einem wunderschönen Blick auf den Atlantik zur einen Seite und zur Kylemorre Abbey zur anderen Seite.

Nach einer Stärkung im Tea Room des Parkes, fuhren wir dann zurück zum Cottage. Da das gute Wetter den ganzen Tag anhielt, nutzten wir den Abend für einen Wattspaziergang zwischen der Küste Claddaghduffs und Omey Island. Der Sonnenuntergang der sich dabei bot, war wirklich atemberaubend. Nur war das Wasser etwas kalt, um den Füßen wirklich eine Wohltat zu gönnen.

Tag 6: Galway

Parkplatz: Wir wollten erst auf dem Parkplatz der Kathedrale parken, aber das hatten auch so einige andere vor, so dass wir anschließend in die Bridge Street, ins Parkhaus „Spanish Arch“ gefahren sind. Wer sich unsicher ist, mit dem Fahren und Sitzen auf der „falschen Seite“, sollte dieses Parkhaus meiden, da es doch sehr beengt ist. Kosten: 2 1/2 h: 6,60 €.

Was können wir über Galway berichten. Es hat eine sehr pulsierende und interessante Fußgängerzone, in der viele Straßenmusiker spielen. Teilweise von einer sehr beeindruckenden Qualität. Des Weiteren haben wir uns noch die Galway Cathedral angeschaut, die von innen noch recht modern und neu wirkte. Kein Wunder, denn mit dem Bau wurde erst 1958 angefangen. Geweiht wurde sie dann schließlich 1965.

Lachen musste ich, als wir von weiten schon eine Deutschlandfahne gehisst sahen. Als wir näher kamen sahen wir auch was sich dahinter, bzw. darunter postiert hatte: “Joachim’s German Bratwurst“ musikalisch unterstützt durch schöne deutsche Volksmusik. Leider hatten wir kurz davor ausgiebig gefrühstückt, so ist uns dieser Leckerbissen entgangen.

Tag 7: Turlough Park – National Museum of Ireland; Westport House & Gardens

Der Tourlough Park und das dazugehörige Museum (Eintritt kostenlos) in der Nähe von Castlebar waren für uns recht unspektakulär. Der Park, so fand ich, war an sich keiner und das Museum stellt die irische Landwirtschaft und deren Entwicklung dar. So hielten wir uns dort nur eine knappe Stunde auf und fuhren noch nach Westport, zum „Westport House & Gardens“.

Das Westport House ist das ideale Ziel für Familien mit Kindern. Dort kann man Zelten, Paddelboot fahren, sich mit dem Wohnmobil hinstellen. Es gibt dort Golf, einen Pirate Adventure Park, alles in allem unheimlich viel Angebot. Da wir ohne Kinder unterwegs waren, interessierte uns nur das Westport House. Dieses liegt, wie schon erwähnt in Westport und ist das Herrenhaus von Lord Altamont, der Marquess of Sligo. Es wurde von der Browne Familie im 18. Jahrhundert auf dem Gelände der O’Malley Burg erbaut, deren Dungeons (Zellen für Gefangene) heute noch vorhanden sind. Eintritt: 12 € p.P.

So langsam schien der Sommer zu kommen, da es bereits der 3. Tag war, an dem es kaum geregnet hat.

Butler Castle, Foto: Michael Mewes
Butler Castle, Foto: Michael Mewes

Tag 8: Abschied nehmen vom Cottage; Fahrt nach Kilkenny über: Cliffs of Moher, Bunratty Castle

Wie oben bereits erwähnt hatten wir ja das Pech, das unser erster Ausflug zu den Cliffs in einem Nebeldesaster endete. Da wir uns aber diesen Anblick nicht entgehen lassen wollten, rechnete ich den Umweg aus, der sich für uns nach Kilkenny ergeben sollte. Diese 80 km mehr, wollten wir gern in Kauf nehmen und wurden dafür auch belohnt. Start in Claddaghduff war 7.30 Uhr. Ohne Probleme kamen wir gegen 9.30 Uhr bei den Cliffs an. Es war einfach traumhaft. Dieser Anblick ist schon spektakulär.

Da wir am Tag des Nebels bereits ausgiebig das Besucherzentrum und die Shops in Augenschein genommen haben, fuhren wir nach ein paar Minuten des Verweilens weiter nach Bunratty und dem dazugehörigen Castle & Folk Park. Bunratty Castle ist eine Turmburg, wie man sie öfter sieht in Irland. Der angrenzende Folkpark stellt ein ursprüngliches irisches Dorf nach, in dem man sich alte Gebäude anschauen kann, wie sie früher einmal aussahen. Besichtigen kann man u.a. Wassermühlen, eine Kirche, eine Schmiede, verschiedene Cottages.
Eintritt: 15 € p.P.
An der Kasse meinte die nette Kassiererin, dass heute sehr viel Publikumsverkehr ist, durch Schulklassen usw. und wir doch erst den Park besuchen sollten. Leider waren wir wohl zu schnell unterwegs, denn 2 h später war immer noch eine riesige Schlange am Castle, so dass wir ohne Besichtigung des Castles, aber mit tollen Eindrücken vom Folk Park weiter nach Kilkenny fuhren.

Kilkenny; River Court Hotel
Kilkenny ist aus meiner Sicht, eine etwas größere Kleinstadt, die nach Recherchen rund 9000 Einwohner hat (ohne Vororte). Da wiedermal herrliches Wetter war, war die City mehr als überlaufen. Vor allem junge Leute haben diese Stadt wohl für sich erkannt, da wir auch mehrere Junggesellabschiede sahen.

Von dem Hotel waren wir mehr als begeistert. Unser Zimmer hatte Ausblick auf Klikenny Castle und war auch super ausgestattet. Der Parkplatz war recht voll, da dieser auch als öffentlicher Parkplatz gilt. Hotelgäste zahlen für den ersten Tag, 3 €, für alle weiteren Tage 2 €.

Den Tag ließen wir dann bei einem sehr guten Essen im Restaurant des Hotels ausklingen.
Den zweiten Tag in Kilkenny nutzten wir für einen ausführlichen Stadtspaziergang, mit den Zielen Kilkenny Castle, Black Abbey, St. Marys Cathedral. Der Stadtkern Kilkenny besteht aus vielen kleinen Gassen und man kann alles prima zu Fuß erreichen, so dass wir auch mal einen Autofreien Tag einlegen konnten.

Geparktes Auto... Foto: Michael Mewes
Geparktes Auto... Foto: Michael Mewes

9., 10., 11., 12. Tag: Fahrt nach Dublin, Abgabe des Autos

Gestärkt mit einem typischen Irish Breakfast, wobei ich zum ersten Mal in Irland erlebt habe, dass ein Hotel dieses als Buffet aufgebaut hat, traten wir die Reise nach Dublin an. Erstes Ziel war der Return Car Park von Avis am Flughafen von Dublin. Nachdem ich, wie schon beim ersten Mal, zuerst die falsche Ausfahrt beim Airport Roundabout genommen habe, dem Herrn von Avis klar machte, dass ich keiner Tierschutzorganisation angehöre, nur weil auf meiner Jacke eine Hundepfote zu sehen war (möchte an dieser Stelle keine Werbung machen), ließen wir uns vom Shuttle zum Flughafen bringen, wo wir dann mit dem Airchoach in Richtung Ballsbridge fuhren (Single Ticket: 8 € p.P.) Die Bushaltestelle lag genau vor unserem Hotel, so dass wir ca. 30 min. später am Schoolhouse Hotel ankamen.

Alles in allem überzeugte uns dieses Hotel nicht. Es wirkte ziemlich alt, das Frühstück war recht überschaubar. Was gut war, war die dazugehörige Bar, wo einem die Kellner ein „Excellent“ zuriefen, wenn man Wiskhey ohne Eis bestellte.

Einziger Vorteil des Hotels: man brauchte zu Fuß lediglich 10 Min. in die Innenstadt. Da wir Dublin bereits bei unserer ersten Reise ausführlich besichtigten, hatten ich keine konkreten Ziele. Die meiner Frau waren vor allem Grafton, Henry und O´Connell Street. Schließlich holten wir uns noch 2 Tickets für den Dublinbus Hop On, Hop Off (18 € p.P.) und machten Stops bei Dublin Castle, Temple Bar, Jameson Destillery und Kilmainham Gaol (Gefängnismuseum). Ruhigere Momente verbrachten wir vor allem im Merrion Square.
Kleiner Tip: Wenn man tagsüber schnell und lecker essen will, kann man das Kaufhaus „Kilkenny“ mit dem dazugehörigen Restaurant empfehlen.
Allgemeine Info´s:
Pint Guiness, oder Heineken kostet im Pub zwischen 4 und 5 €
Einfacher Wiskhey: 5,50 €
Liter Super Benzin: Momentaner Mittelwert 1,60 €
Zigaretten: 8 €, bzw. 9,20 € (20er Pack)
Essen im Restaurant:
2, oder 3 Gang Menü zwischen 25 und 30 € (Early Bird Menü, meistens zwischen 17 und 19 Uhr) 4 – 5 € günstiger.
Viel Spaß bei eurer nächsten Irlandreise wünschen
Katrin & Michael

Da habe ich ja beinahe ein Erlebnis vergessen. Man kann von Claddaghduff nach Omey Island auch mit Auto fahren, natürlich bei Ebbe. Nur sollte man das Auto nicht auf diesen Streifen parken. Das kann ungeahnte Folgen haben.

Text und Fotos: Michael Mewes

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