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Ein kalter Tag in Howth

Sämtliche Klischees, die über Irland bekannt sind, stimmen tatsächlich und sind keineswegs übertrieben. Das fängt mit der Rush Hour an, die nach dem Postkartenmotiv ausschließlich aus Schafen und einem einzelnen, von ihnen eingekeilten Auto besteht und reicht über alle anderen Klischees bis hin zu der Behauptung, jeder Ire könne singen. Nun, jeden Iren, den ich in Irland singen gehört habe (und das waren ein paar), konnte das auch ganz hervorragend.

Reisebericht von Diana Marquardt
Reisebericht von Diana Marquardt

Und natürlich ist Irland auch so grün, wie immer behauptet wird. Ich habe mir die Insel allerdings nicht nur dann angesehen, wenn sie am grünsten war, sondern mir ist auch der graue Winter mit seiner beißenden und ja, sehr belebenden Kälte an der Küste bekannt.

Wenn bei uns Zuhause auf dem Kontinent bereits der Frühling beginnt, kann es einem durchaus passieren, dass man sich in Irland am liebsten gleich noch einen Schal zum Schutz vor der Kälte um den ganzen Kopf wickeln möchte.

So dumm sind die meisten dann aber doch nicht. Denn was würde einem da nicht alles an Sehenswürdigem entgehen?

Howth in Irland
Howth in Irland

Von Dublin aus ging es mit dem Linienbus nach Howth, das nicht weit von der Hauptstadt entfernt direkt an der Küste liegt. Dieser östlich gelegene Teil des Landes wird Howth Head genannt und ist eine Halbinsel.

Ich hatte keine Ahnung, was mich dort erwartete, denn es war die Idee meiner Reisebegleitung, dorthin zu fahren. Offenbar hatte sie vorab reichlich Gutes über unser Ziel gehört. Es war März, und wie bereits erwähnt, so direkt am Meer noch immer verdammt kalt.

Einen echten Iren stört das wohl kaum, und so beschlossen wir, dass es auch uns nicht ernsthaft stören sollte. Das war ein Glück. Ich habe mich wirklich in dieses kleine Fischerstädtchen verguckt, das weniger als 10.000 Einwohner zählt. Um diese Jahreszeit war es still dort, während es ansonsten bei Anglern, Vogelkundlern und anderen Naturfreunden, wohl vor allem aus dem nahen Dublin, äußerst beliebt ist.

Tatsächlich habe ich auch rasch festgestellt, wie sehr die Küste mit vielen kleinen, interessanten Lebewesen bevölkert ist. Wir nahmen uns die Zeit, am Ufer und an den Klippen entlang über Fels und Stein zu klettern und zu erkunden, was an diesem einen Tag eben möglich war. Wer hier auf festes Schuhwerk verzichtet, macht einen Fehler. Auch im Sommer. Denn wer möchte schon die ganze Zeit auf den befestigten Wegen bleiben?

Zwischen den Steinen und Kieseln haben wir neben Meeresschnecken mit leuchtend gelben Häuschen mehr Tiere gefunden, als ich hätte benennen können. Aber besonders fasziniert war ich von der Küste und dem Meer selbst, mit seiner ganzen rauen Schönheit, die uns in graubraunen Farbtönen an diesem Tag fast menschenleer geboten wurde. Das übte seinen ganz eigenen Reiz auf mich aus.

Howth in Irland
Howth in Irland

Aber nicht nur der Spaziergang und das Klettern an Howths Küste allein, auch nicht die Ortserkundung und die Besichtigung der verfallenen Ruine der alten Kathedrale, die oberhalb der Uferpromenade liegt, oder des kleinen Hafens, gefielen mir ausnehmend gut.

Howth in Irland
Howth in Irland

Was den Aufenthalt letztlich abrundete, war der Besuch in einem der Fischrestaurants am East Pier, allesamt mit Meerblick, die trotz des Mangels an Touristen zu dieser Jahreszeit den ganzen Tag geöffnet hatten. Wir betraten ein typisch urig eingerichtetes Lokal, wurden von der herzlich-irischen Gastfreundschaft empfangen und wählten einen kleinen Tisch, der sich in direkter Nähe des offenen Kamins befand, in dem Kohlestücke brannten, ehe sie eine Weile später in rötliches Glühen übergingen. Dort wärmten wir uns auf und aßen etwas von dem, was das Meer so hergab.

Howth in Irland
Howth in Irland

Für mich selbst habe ich festgestellt, dass es an diesem Tag nichts Besseres geben konnte, als so sehr zu frieren, dass mein Gesicht schließlich regelrecht rot glühte, um dann im Anschluss an einem wärmenden Kamin zu sitzen, Irish Tea zu trinken und das Gefühl zu haben, gerade einen meiner schönsten und zufriedensten Momente zu erleben. Oder um es schlicht mit einer der zahlreichen, irischen Weisheiten auszudrücken: „Mögest du so leben, dass du das Leben zu nutzen verstehst.“

Howth in Irland
Howth in Irland

Text und Fotos: Diana Marquardt

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