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Durch Irlands wilden Nordwesten – Irlandreise Juni 2011

Nun war ich doch schon 14 Mal in Irland und hab noch keinen einzigen Bericht über mein Lieblings-Urlaubsland geschrieben!
Werde ich hiermit ändern und die geneigte Leserschaft mit einem Bericht über meinen diesjährigen Irlandurlaubs erfreuen (?).
Nachdem 2010 "irlandfrei" war wurde es 2011 höchste Zeit, der wunderschönen Insel mit einem der leckersten Biere der Welt einen Besuch abzustatten.

Irland Reisebericht von Stefanie L.
Irland Reisebericht von Stefanie L.

Endlich Irland!
In Larne fuhr ich von der Fähre (erstaunlicherweise ohne anzuecken) und dann gleich mal rechts direkt zur Antrim Coastroad, eine der schönsten Küstenstraßen der Welt.

Ohne einen Besuch von Nordirland ist eine Irlandreise für mich nicht komplett. Vielleicht liegt es daran, dass Antrim die erste Gegend war, die ich in Irland gesehen habe?

Ich erinnere mich gerne an meine erste Irlandreise 1994 als ich mit einer lustigen Truppe einige schöne Tage in Portstewart verbrachte. Und schon dort mein Herz an die Insel verlor.

Nun ging es aber nach Ballycastle, an der schönen Antrim Coast. Das Wetter war erstaunlich gut.

In dem seltsamen Irrglauben die Läden würden um 18 Uhr schließen hetzte ich eine Runde durch den “Spar” neben dem Hostel, um lebenswichtige Dinge einzukaufen wie Potatoefarls, Baked Beans, Sodabrot und Milch.

Wie sich herausstellte war der Spar fast rund um die Uhr geöffnet (genau gesagt von 7 bis 23 Uhr). Nach dem gelungenen Einkauf ging ich dann mal zum Ballycastle-Backpacker Hostel, wo gerade auch die Hostelwirtin Anne Marie eintraf.

Strand in Ballycastle, Irland, Foto: Stefanie L.
Strand in Ballycastle, Irland, Foto: Stefanie L.

Ich hatte vorsichtshalber ein Zimmer vorgebucht, weil an dem Wochenende Bank Holidays waren. Allerdings waren das (auch laut Anne Marie) wohl die ödesten Bank-Holidays aller Zeiten, es war überall tote Hose.

Ich schleppte mein Gepäck ins Zimmer mit Blick auf Rathlin Island und musste dann gleich mal an den Strand, sah rüber nach Rathlin Island, Home of the Puffins, und der Grund für meinen Aufenthalt in Ballycastle.

Kurze Dusche im Hostel und Fertiggericht Spinatnudeln, dann ab in den nächsten Pub.

Leider gab es kein Smithwicks! Was für eine Enttäuschung. Da musste ich an meinem ersten Abend in Irland doch tatsächlich ein Kilkenny trinken.

Witzigerweise kam nach mir einer rein und wollte auch ein Smithwicks, entschied sich dann auch zähneknirschend für Kilkenny. Das führte natürlich zu einer Diskussion über Biersorten, an der sich dann, wie in Irland üblich, der halbe Pub beteiligte. Also ein lustiger Abend.
Auf dem Rückweg zum Hostel kaufte ich dann noch eben Salt and Vinegar Hula Hoops (Essig-Ringlis! Hmmmm!).

Im Hostel war glaube ich niemand außer mir. Was für Bank Holidays!

Mit Meeresrauschen im Ohr schlief ich äußerst gut, schlang morgens nur ein paar Cornflakes runter und flitzte zum Fährhafen, vom Hostel zu Fuß nur ein paar Minuten. Am Hafengebäude hing ein Zettel, dass am 29.05.2011 wegen des schlechten Wetters alle Fähren ausfallen. Na toll! Und am 30.?

So viel besser schien mir das Wetter nicht zu sein…
Aber es kamen noch ein paar Leute und dann tatsächlich auch die Fähre. Seit kurzem wird auch eine Schnellfähre eingesetzt, und die legte nun an. Die Leute, die auf den Pier wankten, sahen bleich und kränklich aus. Und als die Fähre losfuhr wurde mir auch schnell klar warum…

Die Schnellfähre, Foto: Stefanie L.
Die Schnellfähre, Foto: Stefanie L.

Erst mal ein Superpep eingeworfen. Oh Wunder, mir wurde nicht schlecht. Die anderen Passagiere waren alle ganz lässig, lasen Zeitung und tranken Tee aus der Thermoskanne, während die eigentlich erschreckend kleine Fähre wie ein Korken wild auf den Wellen herumgeworfen wurde.

Irgendwie wurde sie aber doch Richtung Rathlin Island geschleudert, denn nach einiger Zeit (wird wohl etwa eine Stunde gewesen sein) legte sie dort an.

Auf Rathlin Island scheint immer die Sonne! So auch diesmal. Die kleine Insel gehört für mich zu den schönsten der Welt. Tiefblaues Meer, sattgrüne Wiesen, blühender Ginster und Fuchsien, beste Luft, einfach wunderschön.

Rathlin Island, Irland, Foto: Stefanie L.
Rathlin Island, Irland, Foto: Stefanie L.

Das Allerbeste aber sind die Puffins (Papageientaucher), die dort jedes Jahr von Mai bis etwa August brüten und die Robben, die man aus nächster Nähe bewundern kann.

Zum Puffinfelsen sind es vom Hafen aus ca. 5 Kilometer. Der Fahrradverleih am Hostel (sehr klein, sehr nett, habe vor 3 Jahren einmal dort übernachtet und war der einzige Gast, es gibt glaube ich auch nur 4 Betten) öffnet erst um 10, also hatte ich noch etwas Zeit, am Strand entlang zu schlendern und die Robben zu beobachten, die wie üblich dort herumlagen.

Papageientaucher in Irland, Foto: Stefanie L.
Papageientaucher in Irland, Foto: Stefanie L.

Am Hostel lieh ich mir dann ein schwarzes schickes Herren-Mountainbike, das ich dann mehr oder weniger zu den Puffins schob. Ja, schob. Denn die Berge waren für mich tatsächlich zu hoch. Der Lack ist ab, sag ich da nur. Radfahren klappt nur noch bergab. Naja, außerdem war es überall so schön und ich musste dauernd Fotos machen.

Irgendwo fand ich eine windgeschützte Stelle wo ich eine halbe Stunde Pause machte (mit Essen natürlich), in absoluter Ruhe. Ich hörte nichts, bis auf weit entferntes Meeresrauschen. Gestärkt fuhr ich dann weiter zu den Puffins.

Von einer Plattform kann man Puffins und noch viele andere Vögel beobachten. Ein Fernsehteam von Arte war auch gerade da. Eine Stunde starrte ich auf die Puffins. Dann war ich gut gekühlt und riss mich von ihnen los. Diesmal fiel es mir nicht so schwer, gedachte ich doch, diesen Ausflug in der kommenden Woche zu wiederholen. Völlig uneigennützig. Schließlich durfte Thomas doch nicht nach Hause fahren, ohne die Puffins, das Highlight des Urlaubs, zu sehen!

Die Rückfahrt ging schon besser, meist hatte ich vom Bergab genug Schwung für das folgende Bergauf. Übrigens gibt es auch einen “Puffinbus” vom Hafen zu dem Aussichtspunkt. Aber mit dem Rad macht es viel mehr Spaß.

Voller Elan fuhr ich gleich weiter zu einem Wanderpfad, parkte das Bike und wanderte zu einer Schutzhütte, von der man bis nach Schottland rübersehen kann.

In dem Haus lag ein Haiku, verfasst Juni 2010. Ich fragte mich, wer das seitdem wohl alles gelesen hat. Überhaupt jemand? Jedenfalls lag es noch da.

In der Sonne aß ich mein Sandwich mit Blick auf Leuchtturm oder wahlweise Schottland. Ja, es war sonnig, aber kalt! So kalt und windig habe ich Irland übrigens noch nie erlebt.

Robben am Strand, Foto: Stefanie L.
Robben am Strand, Foto: Stefanie L.

Trotzdem ging es dann aber natürlich noch mal zum Robbenstrand. Erstaunlich, wie diese Tiere auf den Felsen liegen als wären es die bequemsten Kissen. Stundenlang hätte ich sie beobachten können. Machte ich auch.

Wieder mal gut gekühlt gab ich das Rad ab und ging in den Pub um dort das traditionelle Lager-Shandy zu mir zu nehmen, auch gut gekühlt. Außerdem gönnte ich mir auch noch ein Smithwicks, das erste des Urlaubs. Dat perlte!
Mit der langsamen Fähre ging es dann völlig ruhig zurück nach Ballycastle. Tschüss Rathlin Island, bis nächste Woche!

Nach einer Dusche im Hostel und einem kurzen Plausch mit Anne Marie, die übrigens gebürtige Rathlin Islanderin ist, holte ich mir dann die traditionellen Fish&Chips vom berühmten Imbiss “Mortons” direkt am Hafen, angeblich gibt es dort die besten Fish&Chips von Nordirland, natürlich lecker mit Essig.
Die aß ich dann ganz gemütlich im Park mit Blick aufs Meer und im Blick von hungrigen Möven…

Danach musste es natürlich als Durchfallprophylaxe ein Smithwicks geben, der Pub hatte nun tatsächlich wieder welches, wie versprochen, ganz frisch. Smithwicks hat jetzt ein neues Design. Rotbraun statt Grün. Fährt man mal zwei Jahre nicht nach Irland und dann so was!
Der Geschmack ist zum Glück geblieben. Nach einem letzten Blick vom Fenster auf “Klumpi” wieder Einschlafen bei Meeresrauschen.

Text und Fotos: Stefanie L.
(Auszug aus ihrem Reisebericht: Durch Irlands wilden Nordwesten)

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