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Adi´s Irland-Tagebuch

31.05.2011
Eigentlich wollte ich den Abend vorher bereits um 20 Uhr ins Bett gehen, aber durch die besonderen Umstände und Rumtrödelei lag ich erst gegen 21.30 Uhr im Bett. Und dann lag ich da…und lag… und lag… Um 3.30 Uhr klingelte dann „endlich“ der Wecker. Ich krabbelte aus den Federn und taperte ins Bad.
Nach dem Morgenritual ging es ab zum Bahnhof. Um 4.58 Uhr fuhr der Zug.

Irland Reisebericht von Adina Weppner
Irland Reisebericht von Adina Weppner

Die Fahrt nach Hannover und auch die Fahrt nach Hamburg verliefen ruhig und unspektakulär. Am Hamburger Hauptbahnhof angekommen hielt ich Ausschau nach Anna. Nichts… Nada… und einen Rückruf später wusste ich Folgendes:
1. Anna steht im 12km Stau irgendwo in Hamburg und konnte mich nicht abholen
2. Annas Akku vom Handy war alle
3. Ich musste mir eine Fahrkarte kaufen und mit der S-Bahn zum Flughafen fahren.

Gegen 8.35Uhr waren wir dann auf Terminal 1 des Hamburger Flughafens vereint. Und suchten den Schalter zum „einchecken“. Vor 5 Jahren bekamen wir die Bordkarten noch von einem menschlichen Wesen überreicht. Heutzutage muss man sich die Dinger selber ziehen am Automaten.

Nachdem wir das mit Bravur gemeistert hatten, gingen wir noch auf die Aussichtsplattform und wir trabten danach gemütlich Richtung Gate B32. Ein Puten-Sandwich später ging´s hoch in die Luft.

Der erste Flug ging so einigermaßen. Mini-Turbulenzen, die für erfahrene Flieger nicht erwähnenswert sind, Ohrensausen bei Anna und nicht zu vergessen die vielen Schleifen die wir fliegen mussten über der Weltstadt. Da konnte ich mir London schön von oben anschauen mit der Themse, dem Riesenrad usw. Am Heathrow Flughafen mussten wir umsteigen. Ich sag nur: Ganz schön großes Ding dieser Flughafen!

Anna hatte immer noch und ich hatte mittlerweile Kopfschmerzen. Nichtsdestotrotz gönnten wir uns eine Chai-Latte und einen Milchshake, bezahlt per EC-Karte. Was das gekostet hat erwähne ich lieber nicht!

Der zweite Flug bekam mir dann nicht so gut. Meine Kopfschmerzen wuchsen zu einer Migräne heran. Ich kontrollierte schnell, ob ein Göbel-Beutel vorhanden war und versuchte dann die Augen zuzumachen, während Anna bereits schon den Start verschlief. Schneller als gedacht kamen wir in Shannon, Irland an. Nach kurzer Suche fanden wir dann unseren Schalter für das Mietauto und knapp eine halbe Stunde später saß ich rechts und fuhr links.

Nach 2-3maligen Verfahren fragten wir einen jungen Mann nach dem Weg und stellten fest, dass wir fast schon vor der Tür von unserem B&B waren. Unsere B&B-Mutti war eine sehr familiäre Frau. Nach kurzem Geplänkel zogen wir in unser Zimmer ein, was wir für 3 Tage/Nächte als „unser“ bezeichnen durften. Nach einem kurzen Frischmachen zogen wir los um zu Fuß die Stadt zu erkunden. Naja… Stadt ist übertrieben. Aber in Irland ist dies ein kleines Arbeiterstädtchen.

Shannon hat folgendes zu bieten: Supermäc´, einen Pub, ein kleines Einkaufzentrum, eine Videothek, ein Barber-Shop (der aber nie offen hatte), 2 Tankstellen, Mc Donalds und ein LIDL. Jawohl! Das Erste was wir sahen als wir vom Airport in die Stadt fuhren war ein LIDL. Dort kauften wir dann unser Abendessen ein. Übelkeit und Kopfschmerzen begleiteten mich wie ein siamesischer Zwilling. Eigentlich wollte ich Zwieback kaufen aber so etwas kennen die Iren leider nicht.

Vor dem LIDL zwang ich mir mit mühseliger Kleinarbeit eine halbe Scheibe Toast rein. Mir wurde flau und ich übergab mein mühselig reingezwungenes Toast incl. dem teuren Milchshake aus London dem Gehweg. 2 Stunden und eine starke Schmerztablette später sanken wir in unsere Betten und schliefen ein.

Erkenntnis des Tages: „Wenn der Magen nicht will, will er einfach nicht!“

Cliffs of Moher, Foto: Adina Weppner
Cliffs of Moher, Foto: Adina Weppner

01.06.2011

Wir blinzelten uns gegen 6 Uhr morgens an und stellten fest: „egal wie oft wir uns jetzt umdrehten, es wird nix mehr werden mit schlafen!“ Im Zeitlupentempo gingen wir duschen und gammelten rum. Aber die Zeit in Irland läuft einfach langsamer. Ist so! Um 8:30h ging es in den Frühstücksraum. Empfangen von einem stillen französischen Marathonläufer und einer aufgedrehten B&B Mutti machten wir uns über das Frühstück her. Lecker!
Die B&B Mutti fragte mich ob es mir besser ginge und ob ich in den letzten Tagen Gurke gegessen hätte. Sie habe im Radio das mit der Seuche in Deutschland gehört. Ich konnte sie aber beruhigen. Ich habe keinen EHEC-Virus in mir, sondern ich hatte einfach „nur“ einen Migräne-Anfall.

Nach dem Frühstück ging es dann los mit unserem „Blackmobil“. Landschaft und Ortschaften erkunden. Anna war eine sehr gute Kartenleserin/ Beifahrerin und lotste mich auf Landstraßen durch die Gegend, die bei uns lediglich Feldwege sind. Und wenn wir uns mal verfranzten aufgrund Sackgassen oder Straßen die dann doch keine Straßen waren, fanden wir immer einen Weg raus aus dem „Irland-Dschungel“.

In Irland gibt es viele Wege und wir Deutschen würden manche Wege garantiert nicht als Straße bezeichnen, aber in Irland ist das etwas anders. Auf den meisten Straßen die wir in dieser Woche befuhren, durfte man bis zu 80km/h fahren, was aber oft überhaupt nicht machbar war.

Unser erstes Ziel an dem Tag war Lehinch. Während der Fahrt sahen wir bereits Unmengen an Landschaft und Esel mit Fohlen. Lehinch war auf jeden Fall eine Reise oder sagen wir mal einen Reisestopp wert.

Ein Küstenstädtchen an dem wohl gern gesurft wird. Ein Problem, was wir allerdings während unserer ganzen Reise hatten war, dass wir immer die Ebbe erwischten. Die Gezeiten wollten uns einfach nicht mehr Atlantik gönnen. Dafür bekamen wir viel Wind geschenkt, was uns so manches Fotoshooting erschwerte.

Auf der R478 ging es dann weiter Richtung Cliffs of Moher. Leider war das Wetter nicht ganz so gnädig und es wurde sehr nebelig – ohne Regen. Aber von den Cliffs sah man leider nicht so viel. Wir entschieden, es am nächsten Tag nochmal zu versuchen. War ja nicht so weit von Shannon entfernt.
Also im Nebel zu fahren ist ja im Allgemeinen schon nicht einfach. Wenn dann aber die Straße noch enger wird, man von Steinmauern umzingelt ist, es bergab ins Nirgendwo geht und man einen Stein von einem Schaf nicht mehr unterscheiden kann, dann nenne ich das einfach mal eine „erschwerte Situation“.
Frei nach dem Motto „Mal gucken wo wir landen“ düsten wir durch den Nebel auf der R476 an Kilfenora, Killinaboy und Corrfin vorbei nach Ennis, wo wir ein Shopping-Päuschen einlegten.

Ennis ist –finde ich- ein typisches Touristenstädtchen. Nicht reich aber bunt; mit vielen kleinen und auch ein paar großen Läden. Nach dem Motto „Die Welt ist eine Einbahnstraße“ war hier auch die Verkehrsregelung fast nur durch Einbahnstraßen geregelt. In Großstädten hatte allerdings der Kreis(el)verkehr die Macht.

Unser letztes festes Ziel an diesem wunderschönen Tag war Kilkee. Wieder ein kleiner Küstenort, wieder windig und wieder Ebbe. Und von Menschen war auch nicht so viel zu sehen. Kurz danach machten wir uns auf den Heimweg zum B&B. Reichte auch für einen Tag.
Wir fuhren durch Killimer und Clare Castle wo ich noch fix eine Ruine (Kirche) knipste und mich mit einer Dornenhecke anfreundete.

Erkenntnis des Tages: „Eine Landstraße ist nicht gleich eine Landstraße!“

Nähe Burren, Megalitic Tombs, Foto: Adina Weppner
Nähe Burren, Megalitic Tombs, Foto: Adina Weppner

02.06.2011

Mein Geburtstag! Unsere Ziele für heute waren die Stadt Limerick und die Cliffs of Moher.
Über die N18 landeten wir direkt in der Innenstadt von Limerick, wo ein Baustellenchaos herrschte. Eine leicht aufsteigende Panik riet mir (und Anna wohl auch) das nächste Parkhaus oder den nächsten Parkplatz anzusteuern. Ich fand direkt auf der Hauptstraße einen Parkplatz wo man mit einem Parkticket bis zu 2 Stunden parken konnte. Na, länger wollten wir eh nicht bleiben. Gefiel uns nicht so gut hier. Zuviel Lärm, zu viele Menschen, zu viel Radau. Dafür brauchte man nicht nach Irland fliegen, das kann man auch in jeder Großstadt Deutschlands haben.

Eine Dame –die vor uns parkte- kam auf mich zu und drückte mir ihr Parkticket in die Hand mit welchem wir noch eine Stunde gratis parken konnten. So liefen wir Straß auf und Straß ab, entdeckten eine Mini-Fußgängerzone, stellten fest das es ziemlich egal ist ob die Ampel grün oder rot anzeigt (alle liefen über die Straße wann es ihnen passte) und waren bereits 45 Minuten später wieder im Blackmobil unterwegs Richtung Gort.

Wir sahen unterwegs akkurat gepflanzte Tannenwälder und ein paar Cliffs, die den Cliffs of Moher ähnelten aber wesentlich kleiner waren, Esel, ein paar wenige Schafe und Rinder. Menschen und Autos waren eher selten sichtbar.

Gort ist ein recht niedliches Städtelein, welches einen wunderschönen Supermarkt namens ALDI besitzt. Na da mussten wir mal rein und gucken.

Unser nächstes festes Ziel sollten jetzt die Cliffs of Moher sein. Das Wetter versprach uns keinen Regen und keinen Nebel und es hielt was es versprach. Aber bis zu unserem Ziel hatten wir noch ein kleines Stück Weg vor uns. Es wurde wieder ländlicher auf der R460 nach Boston, kaum Häuser und kaum Autos.

Ein Tier, was man auch als Rind bezeichnen konnte, kam uns direkt auf der Straße entgegen. Ich versuchte das Spektakel auf Video aufzunehmen. Leider war das schneller als ich und somit blieb mir lediglich ein Foto.

Nach und nach wurde aus den Wiesen um uns herum ein Stein-Meer. Das Grün wich dem Grau und die Landschaft veränderte sich im Minutentakt. Wir waren in The Burren angelangt. Nach einer kurzen Rast ging es weiter in der Steinlandschaft. Wir mussten ja um den Berg rum, wenn wir bei den Cliffs ankommen wollten. Wir konnten das Ziel schon förmlich riechen!

Eine Stunde später waren wir dann auch endlich bei den Cliffs of Moher angekommen. Zig Busse mit Touristen und bekannten Lauten. Hier waren einige deutsche Touristen und viele Asiaten. Die Cliffs waren grandios! Einmal im Leben muss man die Cliffs live sehen. Faszinierend fand ich dort auch die kleinen Läden, die in den Berg reingebaut wurden und dass sie im Inneren eine Video-Illusion von den Cliffs zeigten. Heim nach Shannon fuhren wir einen altbekannten Weg über die R478 und da wir nicht so die Lust auf ein Restaurant hatten, gönnten wir uns ein leckeres Menü bei Mc Donalds. Danach hieß es: ab ins Bett. Denn in Shannon waren um diese Zeit schon die Bürgersteige hochgeklappt.

Erkenntnis des Tages: „Rot ist gleich Grün und Wiese mit Steinen, sind auch Steine mit Wiese!“

Ebbe, Foto: Adina Weppner
Ebbe, Foto: Adina Weppner

03.06.2011

Das Endziel an diesem Tag hieß: Westport. „Meine“ Stadt! Ich bat Anna, dass wir eine Strecke fahren sollten, die möglichst um Galway rumführte, da diese Stadt sehr viele Kreisel und Ampeln hat und sehr verwirrend sein kann was die Straßenführung angeht. Leider war dies nicht komplett möglich, da wir die Küstenstraße fahren wollten. Daher mussten wir Galway ein Stück weit mit einbeziehen in unsere Route.

Nachdem wir es geschafft hatten die Küstenstraße zu erreichen, durchquerten wir Salthill, was mich wieder an den Amerika-Stil erinnerte und machten dann eine Kakaopause in dem Pub wo ich mit einer Freundin schon vor 5 Jahren pausierte.

Dort überprüften wir ob die 80 km/h Straße wirklich am/im Meer endete oder doch vielleicht noch um die Kurve ging. Nein, sie endete! Ungefähr 100m nach dem 80 km/h Schild. Hier ist halt alles möglich! Da mal wieder Ebbe war (was auch sonst) konnten wir schöne Bilder von Steinen machen, an dem zig Muscheln hingen.

Zwischdurch hielten wir noch an einem Touristenpunkt, der nicht wirklich in einem Reiseführer steht. Es handelt sich eigentlich auch nur um einen kleinen Bach/ Wasserfall, aber war wunderschön.

Die N59 führte uns weiter, nach Liscarney, wo ein kleiner hübscher See ist bzw. war. Irgendwie fehlte auch hier ein wenig das Wasser. Eine Tüte voll Andenken später ging es auf die letzten 20km nach Westport weiter. Naja mit einem kleinen Halt für Fotos. Bei dem Landschaftsbild wäre es auch zu schade gewesen einfach durchzufahren ohne es bildlich festzuhalten!

Bereits kurz nach 13 Uhr erreichten wir Westport und unser B&B. Gearldine Mc Carthy war noch nicht anwesend und der Pub geschlossen. Somit schlenderten wir zu Fuß einmal durch das Town Centre und gingen in die West Bar. Amüsiert beobachteten wir den einen Kellner. Klein –wie die meisten Iren-, dunkelhaarig, schlank, jung und (untypisch für Iren) etwas hektisch.

Kurze Zeit später bezogen wir unser Zimmer im 2. Stock.

Nun mal ein kleiner Schwenker zu Dennis! Dennis war mein/unser mitgereister Hausgeist. Kennengelernt durch eine TV-Serie, übernommen in mein Leben. Immer wenn wir auf der Toilette waren, dauerte es einige Minuten bis der Spülkasten wieder voll war und die Nächste auf die Toilette konnte. Das „Einlaufen“ des Wassers klang immer so als ob jemand auf dem Klo sitzt. Das brachte Anna und mich des Öfteren zum Lachen und somit war klar, dass Dennis mit in den Urlaub gereist war; zumal das Phänomen ja bereits in Shannon stattfand und nicht erst in Westport begann.

Erkenntnis des Tages: „Alles ist möglich und nichts ist unmöglich!“

Keem, Achill Island, Foto: Adina Weppner
Keem, Achill Island, Foto: Adina Weppner

04.06.2011

An diesem Tag, der nieselig begann und sonniger und sonniger wurde, wollte ich mit Anna auf die Insel Achill Island (gesprochen wird das c wie ein k). Ich hatte die Insel ja vor 5 Jahren bereits besucht, war aber mit Krissi nur an einem Punkt gewesen. Mit Anna besichtigte ich die ganze Insel.

Auf Achill Island, in Keel, ist ein großer Golfübungsplatz, wo man an diesem Tag genauso viele Golfspieler wie Schafe sah. Die Spieler spielten dann halt einfach um die Schafe herum. Hier mussten wir auch echt aufpassen, dass wir kein Schaf überfuhren. Hinter Keel wurde die Straße eng und steil – erst bergauf dann genauso steil bergab. Meistens ging es gerade noch so im 2. Gang, manchmal musste ich bereits in den 1. Gang schalten um nicht rückwärts zu rollen. Die Straße/ der Weg endete an einem Sandstrand namens Keem. Wunderschön mit türkisblauem Wasser, welches in der Hand richtig lauwarm war. Wir machten Unmengen an Fotos und fuhren dann denselben Weg wieder zurück. Erst steil bergauf, dann steil bergab… immer mal wieder begleitet von einem Schaf horrenden 90° Kurven. Teilweise landeten wir in Ecken wo ich es kaum für möglich gehalten hätte, dass dort Jemand lebt. War aber so; und nett waren die Menschen hier auch. Jeder winkte.

Von der Insel runter, also wieder in Mallaranny angekommen, wechselten wir auf die N59 Richtung Nordwesten und schon waren wir wieder in Richtung Newport, also in den Südwesten, unterwegs. Ein paar Minuten später kamen wir müde, glücklich und erschlagen von so vielen Eindrücken wieder in Westport an.

Erkenntnis des Tages: „Das Ding was aussieht wie ein Stein und sich bewegt ist ein Schaf!“

Nachtrag:
Anna und ich fahren Auto… Anna soll mir den Weg sagen… Anna ist vertieft in den Auto-Routen-Atlas!

Anna: „Gleich kommt ein Kreuzung wo du dann ab musst“
Adina: „Da ist die Kreuzung. Wo lang?“
Anna: „Da lang!“
Adina: „Wo lang?“
Anna: „Na da lang!“
Adina: „Ich fahre jetzt grade aus!“
Anna guckte verwirrt: „Ich hab doch gesagt, du sollst da lang fahren!“
Adina: „ Und wo ist jetzt nun da lang?“
Anna piekte auf den Atlas: „Natürlich rechts. Steht doch hier!“

Landstraße in Irland, Foto: Adina Weppner
Landstraße in Irland, Foto: Adina Weppner

05.06.2011

An diesem Tag wollten wir keine große Tour fahren. Einfach nur gemütlich um Westport rum und mal ein paar Ecken dieses Ortes kennenlernen, wo einem nicht andauernd ein Tourist entgegenkommt. Ich hatte den Abend vorher im Foyer eine Karte gefunden, auf denen Wege um die Stadt herum eingezeichnet waren.

Der Anfang war noch einfach! Zum Hafen… Foto rechts und links und mehr gab es dort auch nicht zu sehen. Dann ging es ein Stückweit durch die City, die wir ja nun auch recht gut kannten und links ab. Das war die erste Sackgasse! Mitten vor einem Hotel endete die Straße im Kreis und ging zurück zur Hauptstraße. Gut, dann war es wohl die nächste links. Kann ja mal passieren!

Anhand der Karte, die sich übrigens als Karte für Radfahrer entpuppte, fanden wir mit ein wenig mehr Umstand dann aber den Weg. Ab in die zweite Sackgasse; Endpunkt Rosmoney! Für das Blackmobil war es eher eine Zumutung aber die Gegend war nett anzuschauen. An diesem Endpunkt war mal wieder eine Ebbe zu bewundern.

Die dritte Sackgasse war gleich die Nächste wieder links. Man muss dazu sagen, dass die Wege auf der Karte absolut nicht mit den Wegen in natura übereinstimmten. Dieses Mal war das Wenden aber kompliziert. Ein kleiner grauer Westi mit schwarzen Ohren wollte sich unbedingt mit den Reifen unseres Toyota Yaris anlegen. Und da er knurrte und bellte wie eine wildgewordene Sau, traute ich mich auch nicht auszusteigen. Am Ende gab ich einfach Gas und war froh ihn im Rückspiegel, kläffend hinter uns her rennend, zu sehen. Danach hatten wir keine Probleme mehr mit dem Fahren auf einer Radstrecke und kamen gesund und heil wieder dort an, wo wir 2 Stunden vorher losfuhren. Vermutlich wäre ein Radfahrer genauso schnell gewesen.

Wir legten uns dann den kompletten Nachmittag ins Bett und lasen, hörten Musik und schliefen. Es tat einfach gut mal nichts zu tun! Zudem mussten wir ja fit für den Abend sein. Elvis kam, sah und siegte! Gut erholt, gut gelaunt und frisch gestylt trafen wir gegen 21 Uhr im Pub ein. Heute saßen wir direkt neben der „Bühne“. Hat Vorteile und Nachteile! Bei unserer 2. Runde mit Getränken fing Elvis seine Show an. Er sang und hielt mir ab und an das Mikrofon hin. Problem nur: Er sang Lieder von Elvis die mir nicht so gut geläufig waren. Somit blieb das Mikro auch mal stumm. Dafür spielte ich grandios Luftklavier für ihn… Er baute uns mit in die Show ein so a la „My friends from Germany, hielt meine Hand bei der Liedzeile „you are the first and last love in my life“ und machte eine richtig gute Show. Ich sagte dann zu Anna, dass wir ja nun wirklich so gut wie alles erlebt hätten in der Woche, mir leider nur der Kuss von einem Iren verwehrt blieb. Als Dankeschön fürs Mitmachen bekam ich dann meinen irischen Kuss von Elvis Hm!

Erkenntnis des Tages: „Manchmal muss man die Dinge einfach ruhen lassen!“

Adina in Mayo kurz vor Westport, Foto: Adina Weppner
Adina in Mayo kurz vor Westport, Foto: Adina Weppner

06.06.2011

Nach einer kurzen Nacht mit einem wunderschönen Traum saßen wir etwas deprimiert und sehr müde im Frühstücksraum. Erst verging die Zeit so langsam und nun war der Urlaub schon fast vorbei. 24 Stunden später würden wir Richtung Flughafen fahren.

An diesem Tag ging es aber erst mal wieder zurück nach Shannon. Mal wieder durch die tiefste Pampa – was aber auch gleichzeitig mit der schönste Weg war! Unser Weg führte uns auf eine sehr enge Straße durch die Partry Mountains, wo wir vielen Schafen begegneten und wo es recht bergig war, so das der Magen das Gefühl von Achterbahnfahren hatte. Um uns etwas von den Achterbahnstraßen zu erholen, fuhren wir dann bis Ballinrobe auf der N84, weiter auf der R332 bis Tuam und dann eine ganze Zeit auf der N17 bis Claregalway und schnell über die N18 nach Gort. Pause!

Da wir die Pampa bereits vermissten, meinte Anna wir könnten ja nach Gort die Nächste links fahren. Da war es wieder… das verteufelte „die Nächste links“. Anna meinte damit natürlich die nächstgrößere Straße, ich nahm einfach die Nächste. Und schon wussten wir nicht genau wo wir waren. Die Straße war so klein, dass sie nicht mal vernünftig im Autoatlas eingezeichnet war und unser Blackmobil links und rechts von den Büschen gestreift wurde. Ne gute halbe Stunde später waren wir draußen aus dieser Wildnis und befanden uns mitten in Gort.

Sozusagen einmal im Kreis gefahren… Naja, kann ja mal (wieder) passieren!
Um keine Fehler mehr zu machen fuhren wir jetzt Straßen, die auch vernünftig eingezeichnet waren Dann weiter über die R465 durch Klimore und und und… bis wir wieder im Straßendschungel waren. Wir mussten uns entscheiden: links oder rechts? Und ich fuhr – mal wieder- links. Irgendwo kamen wir schon raus und der Tank war noch halb voll. Wir landeten in Limerick, wo wir am Rugby-Zentrum vorbeifuhren und an einer Ampel halten mussten. Das war ein kleines Highlight für mich, da ich schon tagelang keine richtige Ampel mehr gesehen hatte. Diesmal rechts und schon waren wir wieder in Shannon.

Dort gingen wir ins wahre „Town Centre“ von Shannon. Das Shopping-Center!!! Danach fuhren wir noch fix zum Flughafen um zu schauen, wo man das Auto wieder abstellt bzw. abgibt. Man muss ja für den Abflug gerüstet sein… Nach einer stürmischen Begrüßung von unserer B&B Mutti zogen wir uns zurück auf unser Zimmer.

Erkenntnis des Tages: „Überall und irgendwo, sind wir stets im Nirgendwo!“

Heimflug mit Aer Lingus, Foto: Adina Weppner
Heimflug mit Aer Lingus, Foto: Adina Weppner

07.06.2011

Unser letzter Urlaubstag war angebrochen! Etwas mürrisch gelaunt saßen wir beim Frühstück und kurze Zeit später im Auto. Kurz nachdem wir auf dem Airport-Gelände waren brach der Himmel in Tränen aus. Aus seichtem Nieselregen wurde ein richtiger Platzregen. Und bei Abgabe des Autos fing es sogar für wenige Minuten an zu hageln. Na was für ein Abschied!

Kurz mal eingecheckt und die Koffer waren unterwegs nach Hamburg. Der erste Flug verging wie im Flug (was für ein Wortspiel!). Kaum Turbulenzen, keine Kopfschmerzen und auch Anna hatte weniger Probleme mit den Ohren. Das Einzige was mich beim ersten Flug etwas in Panik geraten ließ, war, dass wir mit 25 Minuten Verspätung losgeflogen sind. Da musste doch glatt erst noch getankt werden und es liefen ein paar Mal die Sicherheitsleute durch das Flugzeug.

Da wir in London „nur“ 1 Stunde und 40 Minuten Zeit gehabt hätten zum Umsteigen, war die Panik auch geringfügig berechtigt. Wir hatten ja somit nur 1 Stunde und 15 Minuten zum Erreichen des anderen Flugzeugs. Gelandet! Raus! Im Stechmarsch – manche betiteln es als walken- ging es von Terminal 1 zu Terminal 5. Erst mal den Menschenmassen nach und dann suchen, Ja und wohin nun? Ziemlich fix fanden wir uns dann aber doch zurecht und Anna erspähte im Terminal sofort den „Check-In“-Automaten. Ein Schild später standen wir bereits direkt an unserem Gate. Na wie toll!

Neben mir im Flugzeug saß ein Pärchen, welches aus der Karibik kam und durch besondere Umstände bereits 30 Stunden unterwegs war. Wir kamen ins Gespräch und stellten fest, dass der junge Mann neben mir 14 Jahre in meiner Heimatstadt gewohnt hat und so verging auch dieser Flug recht schnell.

20 Minuten früher als geplant landeten wir. Allerdings kamen wir erst pünktlich 18:05 Uhr aus der Maschine. Ohne großartige Kontrollen waren wir im Gebäude auf dem Weg zum Gepäck, was –unsinnigerweise- am anderen Ende der ganzen Gates war. Ein Bekannter holte mich vom Flughafen ab und ich erzählte fast die ganze Fahrt über von Irland. Ich war vom „Rechtsfahren“ leicht irritiert und kreischte auf als ich Kühe erblickte.

Alles in Allem war dies der schönste Urlaub, den ich je machen durfte!

Irland – wir sehen uns wieder!!!

Text und Fotos: Adina Weppner

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