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Die Wicklow Mountains – eine atemberaubende Bergwelt in Irland

Berge, deren Gipfel scheinbar den Himmel berühren und ein beeindruckendes Wechselspiel zwischen unterschiedlichen Landschaftszügen ließen die Wicklow Mountains schon früh zu einer der beliebtesten Urlaubsregionen in Irland avancieren.

Glendalough in den Wicklow Mountains
Glendalough in den Wicklow Mountains

Der atemberaubende Gebirgszug erstreckt sich im Osten und Südosten der grünen Insel und bildet ein beeindruckendes Pendant zu den weiten Ebenen. In ihrem Verlauf folgen sie ausgehend vom Süden Dublins der Grafschaft Wicklow und enden schließlich in der Grafschaft Wexford.

Während der kaledonischen Gebirgsbildungsphase wurden Granit und Schiefer durch die Kraft der Natur gefaltet. Schrittweise entstanden so über ein langes Zeitfenster die legendären Wicklow Mountains. Obwohl der Gebirgszug bereits weit aus der Ferne zu erkennen ist, ist keiner der Berge ausgesprochen hoch. Der höchste Berg ist der Lugnaquilla. Er ragt mit 926 Metern gen Himmel und dominiert das Bild der Kette. Der zweithöchste Berg ist der Mullaghcleevaun mit einer Höhe von 847 Metern. Durch die Eiszeit wurden die Gipfel der Wicklow Mountains gerundet. Heute werden sie meist großflächig von Mooren bedeckt.

Bis heute sind Wälder in diesem Gebirgszug die Ausnahme. Schon früh haben die Menschen der Region damit begonnen die ursprünglichen Wälder abzuholzen. Im Zuge der Abholzung kam es zu einer zunehmenden Verbreitung der Moore. Erst vor wenigen Jahren begann man damit, das Gebiet flächenhaft aufzuforsten.

Bei der Aufforstung hat man sich in den Wicklow Mountains bewusst gegen die ursprünglichen Eichen- und Birkenwälder entschieden. Man wählte hingegen schnell wachsende Fichtenarten. Ihr Holz steht bereits innerhalb von wenigen Jahren für die Holzindustrie zur Verfügung.

Ein bekanntes und beliebtes Naherholungsbiet

Schon früh machten sich die Wicklow Mountains als Naherholungsgebiet bei den Dublinern und Touristen einen Namen. Heute bieten sie in vielerlei Formen angenehme Erholungsmöglichkeiten, die gerade von den Besuchern aus der Stadt geschätzt werden. Die Wicklow Mountains eignen sich für das Angeln und Rafting gleichermaßen und stoßen so vor allem bei Naturfreunden und Aktivliebhabern auf Begeisterung. Die beliebteste Freizeitaktivität in der Region ist jedoch das Bergwandern.

Jedes Jahr wird in den Wicklow Mountains der legendäre Luk-Walk ausgetragen. Er wurde einst nach dem Berg Lugnaquilla benannt und umfasst einen 50 km langen Marsch. Meist führt der Weg durch sumpfiges und ebenso unebenes Gelände und fordert von den Teilnehmern eine gute Kondition. Insgesamt gilt es bei dem Luk-Walk 18 Gipfel zu überwinden. Eines der schönsten Ziele in den Wicklow Mountains ist der Glendalough. Er liegt inmitten der Gebirgskette und soll einer Legende zufolge vom Heiligen Kevin begründet worden sein. Besucher treffen an dieser Stelle unter anderem auf Ruinen von insgesamt sechs Klosterkirchen, die das Bild in der Historie schmückten. Seit jeher präsentiert sich Glendalough seinen Gästen als das spirituelle Zentrum von Irland.

Sehenswerte Ziele in den Wicklow Mountains

Die Wicklow Mountains halten für ihre Besucher eine Reihe von einzigartigen Highlights bereit, die während eines Aufenthalts entdeckt werden können. Dazu gehört auch der Wicklow-Mountains-Nationalpark, der eingerichtet wurde, um die atemberaubende Landschaft und die einzigartige Natur auch für die kommenden Generationen am Leben zu erhalten. Das Besucherzentrum des Nationalparks befindet sich bei Glendalough und hält eine Reihe von Informationen über die Landschaft, sowie die heimische Flora und Fauna bereit.

Seit Jahren wird der Wicklow-Mountains-Nationalpark von einer Vielzahl von gut markierten Wanderwegen durchzogen, die mit unterschiedlichen Längen und Schwierigkeitsgraden einhergehen. Sie führen durch eine atemberaubende Flora und Fauna und laden zugleich zu Streifzügen zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Wicklow Mountains ein. Ein hervorragender Ausgangspunkt für Wanderungen ist der Parkplatz, der sich in einem Tal am Lower Lake befindet. An den Lower Lake schließt sich der bekannte Upper Lake an. Rund um den See trifft man auf mehrere ausgewiesene Wanderwege, die mit sehr unterschiedlichen Streckenlängen einhergehen. Die längste Strecke zieht sich über eine Distanz von 11 km. Während der Strecke werden insgesamt 580 Höhenmeter überwunden. Auch ungeübte Urlaubswanderer können die Mehrzahl der Wanderwege in den Wicklow Mountains nutzen. Allerdings sollen sie weder auf geeignetes Schuhwerk noch auf Regenbekleidung verzichten.

Atemberaubende Ausblicke

Mit seinen unzähligen Gipfeln bieten die Wicklow Mountains immer wieder hervorragende Aussichtspunkte, die einen grandiosen Blick auf die Umgebung versprechen. Meist reicht der Blick über das gesamte Tal, das von dem Lower und dem Upper Lake dominiert wird. Der Nationalpark begeistert seine Gäste vor allem mit seiner atemberaubenden Natur, die sich in weiten Teilen bis heute treubleiben konnte. An den nördlichen Ausläufern der Wicklow Mountains trifft man auf die Powerscourt Gardens. Er liegt in der Nähe der Ortschaft Enniskerry am Fuße des 503 Meter hohen Sugar Loaf Mountain. Die Powerscourt Gardens haben sich als eine der schönsten Anlagen in Irland einen Namen machen können und erstrecken sich über eine beeindruckende Fläche von 190.000 m².

Die Wicklow Mountains im Goldrausch

Längst sind die Wicklow Mountains aber nicht nur aufgrund ihrer beeindruckenden Natur bekannt. Gern werden sie heute auch mit dem Wicklow-Gold und dem damit verbundenen Goldrausch in Verbindung gebracht. Es war einst ein Schulmeister, der im Fluss Aughatinavought im Jahr 1795 Gold fand. Heute ist der Fluss als Gold Mine River bekannt. Nicht lang konnte der Fund des Schulmeisters geheim gehalten werden. Bereits im Herbst des gleichen Jahres brachen viele seiner Nachbarn auf, um weiteres Gold aus dem bekannten Fluss zu holen.

Schnell erwies sich das Red Hole als die größte Fundstelle. Sie liegt etwa einen Kilometer unterhalb der Brücke von Ballinagore. Überlieferungen zufolge wurden innerhalb von nur sechs Wochen rund 80 kg Gold gewaschen. Unter diesem war auch das legendäre Wicklow Nugget, das ein Gewicht von 682 Gramm auf die Waage brachte. Er war der größte Klumpen Gold, der jemals auf den Britischen Inseln entdeckt wurde. Noch heute kann man sich im Naturhistorischen Museum von London ein Bild von dem Wicklow Nugget machen. Das Ausstellungsstück ist aber nicht mehr als eine Nachbildung. Das eigentliche Wicklow Nugget soll eingeschmolzen worden sein. Angeblich wurde aus ihm eine Schnupftabakdose für George III. gefertigt.

Das Geschäft mit dem Gold in den Wicklow Mountains wurde am 15. Oktober 1795 von der britischen Regierung übernommen. Nur 18 Monate später wurde es vom Parlament legalisiert. Mehr als 300 kg Gold konnten bis 1800 in den Wicklow Mountains gewaschen werden. Doch die Goldfunde gingen schrittweise zurück, sodass die Mine nur ein Jahr später, im Jahr 1801, geschlossen wurde.

Noch ein Hinweis:
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Hier liegt das County Wicklow

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Grafschaft Wicklow

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