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Landschaftsfotografin Kerstin Hellmann

Kerstin Hellmann ist eine professionelle Grafik Designerin und Landschaftsfotografin. Sie lebt im kleinen Küstenort Louisburgh in County Mayo. Ihre Fotos zeigen die natürliche Schönheit der irischen Landschaft.

Kerstin Hellmann in ihrem Büro ...
Kerstin Hellmann in ihrem Büro ...

"Not Irish by Nature, but Irish by Heart"

Geboren und aufgewachsen am Rande des Ruhrgebiets, Kerstin Hellmann wusste schon im zarten Alter von acht Jahren, und nachdem sie eine Reisedokumentation gesehen hatte, dass Irland eines Tages ihr Wohnort sein wird. In den darauffolgenden Jahren verschlang sie jegliche Romane, Reisebücher, Magazine, ja sogar das Geschichtsbuch von Irland, die sie in Büchereien finden konnte.

Während ihrer Ausbildung als Gestaltungstechnische Assistentin wurde ein Teil ihres Traumes wahr. “Meine Mutter und ich beschwerten uns bei meinem Vater, dass er und mein älterer Bruder jeden Winter zusammen Ski fahren gehen, und wir zwei nie was größeres unternehmen.

Aus Spaß fragte ich, warum wir nicht einfach zu Ostern für eine Woche nach Irland fahren sollten. Natürlich wusste meine Familie von meiner Irlandsucht und ich habe seit Jahren gefleht, dass wir doch mal den Sommerurlaub dort verbringen sollten, aber mein Vater wollte lieber nach Bayern, Österreich oder Italien und die Sonne geniessen, als mit dem Regenschirm über dem Kopf durch matschige Moorlandschaften zu stapfen. Daher war die Antwort von meiner Mutter eher ein Schock als sie der Idee zustimmte.”

Landschaftsfotografin Kerstin Hellmann
Landschaftsfotografin Kerstin Hellmann

Die Rundreise führte von Dublin durch Wexford, über den Ring of Kerry, nach Doolin, Co. Clare und zurück nach Dublin.

“Als wir in Doolin ankamen und vom Pier aus die Cliffs of Moher sahen, kamen mir fast die Tränen. Jahrelang habe ich Bilder von diesen Klippen in Büchern und im Internet gesehen und geträumt einmal dahin zu kommen. Da wurde mir erst richtig bewusst, dass ich endlich in Irland bin.”

Am liebsten wäre sie gleich dort geblieben, aber ihr Verstand sagte ihr, dass sie doch besser erst ihre Ausbildung beenden sollte.

Zwei Jahre und zwei weitere Urlaube in Co. Mayo und Co. Kerry später, hatte sie endlich ihren Abschluss in der Tasche.

 Wo sonst soll eine Hellmann leben, als in Mayo ;-)”
Wo sonst soll eine Hellmann leben, als in Mayo ;-)”

“Ich habe mich gar nicht erst bei irgendwelchen deutsche Firmen beworben, sondern sofort über das Internet nach einer günstigen Unterkunft in Dublin gesucht, um von dort aus einen Job als Grafik Designer zu bekommen. Ich konnte mein Glück kaum fassen, als ich eine Anzeige laß, die ein Zimmer in einer WG anbot zusammen mit einer Möglichkeit einer Arbeitsstelle als Designer.”

Innerhalb von einer Woche packte Kerstin ihre Sachen und wanderte nach Irland aus.
Das war in 2006 und drei Monate später zog sie nach Co. Mayo.

“Ich mag Dublin einfach nicht. Obwohl ich als Ruhrpottkind Großstädte gewohnt bin, zog es mich mehr an die ruhige Westküste. Damals unter dem ‘Celtic Tiger’ war es sehr leicht einen Job zu bekommen. Nach sieben Bewerbungen und sechs Zusagen entschloss ich mich für den Designer Job bei einer mittelgroßen Druckerei in Knock.”

Als nicht praktizierende Katholikin wusste ich rein gar nichts über Knock. Und das Bewerbungsgespräch war im November, während der Pilger-Nebensaison, und das Dorf war mehr oder weniger ausgestorben. Erst im nächsten Frühjahr bemerkte ich den steigenden Andrang von Pilgern und die Gottesdienste, die über die Lautsprecher im Park bis ins Büro, bzw. mein Haus gelangten. Ich weiß kein einziges Gebet auf deutsch, aber nach drei Jahren in Knock kenne ich nun das ‘Hail Mary’ und ‘Our Father’ in englisch, latein und irisch/gälisch.”

Alte Farm Ruine in Devlin, Louisburgh, Co. Mayo; Foto: Kerstin Hellmann
Alte Farm Ruine in Devlin, Louisburgh, Co. Mayo; Foto: Kerstin Hellmann

"Die Wirtschaftskrise in Irland verhalf mir mein Hobby zum Beruf zu machen"

Nachdem sich die Wirtschaftskrise in 2009 verschlimmerte, beschloss die Druckerei, die Designabteilung zu schliessen und ein paar von den Designern als Freelancer unter Vertrag zu nehmen. Dieser Entschluss war der Anfang von Kerstins Karriere als selbstständige Grafik Designerin.

Nach ein paar Monaten gewöhnte sie sich daran, dass sie nicht jeden Tag in die Firma musste und sehr gut von zu Hause arbeiten konnte. Daher beschloss sie nach Louisburgh umzuziehen und sich mehr für ihr wiedergefundenes Hobby, der Fotografie, zu widmen.

“Mein Vater hatte eine analoge Canon Spiegelreflexkamera, die ich mir in den frühen 90ern ‘ausgeliehen’ hatte. Seitdem bin ich von der Fotografie fasziniert.”

Während der GTA Ausbildung lernte sie einiges über Fotografie, vom analogen Entwickeln in der Dunkelkammer bis zum digitalen ‘Manipulieren’ in Photoshop. “Als Abschlussgeschenk gaben mir meine Eltern eine Panasonic Bridge Kamera, die ich bis vor kurzem benutzte. bevor ich dann doch zu einer professionellen Kamera wechselte”

Ein sogenannter Rag Tree am Killary Fjord; Foto: Kerstin Hellmann
Ein sogenannter Rag Tree am Killary Fjord; Foto: Kerstin Hellmann

Nach dem Umzug nach Louisburgh verbrachte Kerstin mehr Zeit, die nahe Umgebung auszukundschaften und mit Hilfe der Kamera festzuhalten.

“Es ist unglaublich wieviel man hier hier entdecken kann! In einem Radius von 30km findet man über ein Dutzend Strände, mehrere Seen, ein paar Hügel und Berge, wie den berühmten Croagh Patrick, Wasserfälle und Flüsse. Sogar nach zwei Jahren finde ich noch immer Stellen, die ich vorher noch nicht gesehen hatte.”

Durch die jahrelangen praktische Erfahrungen und das Studieren von Fotomagazinen und Blogs, verwandelten sich die damaligen Schnappschüsse langsam zu den jetzigen mehr professionellen Fine Art Fotografien. “Landschaftsfotografie ist nicht wirklich etwas, womit man schnell reich wird. Erst in diesem Sommer habe ich mit Fotografie mehr verdient als mit Grafik Design. Es ist immer noch komisch, wenn mich jemand als professionelle Fotografin bezeichnet.”

Neben den Verkäufen von Bildern und ihrem neuen Kalender auf ihrer Webseite (www.keymediaphotography.com) und einigen Ausstellungen in Galerien in Louisburgh und Geschäften in Westport, sowie Auftragsfotografie für Broschüren und Webseiten, kam eine neue Einnahmequelle von ihren Landschaftsfotokursen.

“Die Idee entwickelte sich in den letzten Jahren, wenn ich an unserem lokalen Strand war und die zahlreichen Touristen sah, die entweder gar nicht oder kaum aus dem Auto stiegen, ihre 300-1000 Euro teuren digitalen Spiegelreflexkameras mit ausgestreckten Armen vor sich hielten, ein oder zwei Schnappschüsse vom Sonnenuntergang machten und dann schnell wieder zurück ins Auto flüchteten. Mir tat es in der Seele weh zu sehen, was diese Leute verpassen, nur weil sie sich nicht genug Zeit nehmen um herauszufinden, was deren Kamera alles leisten kann, und wie man mit etwas Übung interessante Kompositionen und spektakuläre Sonnenuntergänge festhalten kann.”

Seit Juni bietet Kerstin Abendkurse und Ganztageskurse am Wochenende an, bei denen sie die Teilnehmer zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten bringt und vor Ort erklärt, welche Rolle Blendeöffnungen, ISO und Belichtungszeiten spielen, und wie man sie mit den kreativen Moden und Filtern kontrollieren kann. Weitere Infos unter www.clewbayphotocourses.com

Einige Teilnehmer kamen sogar aus Deutschland! Ein wahrscheinlicher Grund für den plötzlichen Anstieg von deutschen Touristen in County Mayo war die neue Direktflugverbindung von Düsseldorf nach Knock/Ireland West Airport, die während der Sommermonate von Lufthansa beflogen wurde.

“Ich hoffe, dass diese Strecke nächstes Jahr wieder auf dem Flugplan steht. Das spart auch mir einige Stunden und etliche Kilometer ein, wenn ich zweimal im Jahr für ein paar Tage die Ruhrpottluft geniesse.”

Kerstin empfiehlt jedem, der eine Irlandreise plant, auch durch das County Mayo zu fahren.

“Es ist schon ein wenig schade, dass die Mehrheit von Touristen nur Dublin, Galway, Connemara, die Cliffs of Moher und den Ring of Kerry besuchen.

Diejenigen, die nicht unbedingt stundenlang hinter Reisebussen langsam voranfahren wollen und auch mal mehrere Stunden lang auf keinen anderen Menschen treffen wollen, sollten sich wirklich überlegen, eine Tour von Leenane durch das malerische Delphi Tal nach Louisburgh zu machen. Dort ein oder zwei Tage bleiben und die fast menschenleeren Strände geniessen, evtl. Clare Island besuchen, bevor es weiter durch das berühmte Städtchen Westport nach Achill geht. Auch weiter nordöstlich bei Ballycastle kann man atemberaubende Klippen, wie Dún Briste / Downpatrick Head erleben und etwas über die Geschichte Irlands in den Céide Fields lernen.

“So sehr ich auch andere Teile Irlands mag, County Mayo ist der Ort wo ich am glücklichsten bin. Wahrscheinlich war das eh vorbestimmt. Wo sonst soll eine Hellmann leben, als in Mayo ;-)”

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Kerstin Hellmann

Neben den Verkäufen von Bildern und ihrem neuen Kalender auf ihrer Webseite und einigen Ausstellungen in Galerien in Louisburgh und Geschäften in Westport, sowie Auftragsfotografie für Broschüren und Webseiten, kam eine neue Einnahmequelle von ihren Landschaftsfotokursen.

Ein Besuch auf Kerstins Webseite lohnt sich!

Hier liegt das County Mayo

Mayo (Mhaigh Eo) – eines der Counties in der Provinz Connacht, 5398 Quadratkilometer, etwa 117.428 Einwohner. County Town ist Ballina, Autokennzeichen MO.

Grafschaft Mayo

Mhaigh Eo, so der irische Name, ist die “Ebene der Eiben”.
Ein offizieller Spitzname existiert nicht, meist bezeichnet man die Menschen aus Mayo pauschal als “Culchies” – und wenn man der Theorie anhängt, dass diese (wenig nette) Umschreibung für Landbewohner nicht von “agriculture”, sondern vom Ort Kiltimagh hergeleitet werden muss, dann ist das auch sehr zutreffend.

Unterkünfte in Mayo

Ferienhäuser, Hotels oder Bed & Breakfast direkt in Mayo:

Croagh Patrick

Der Kegel des 763 Meter hohen Croagh Patrick ist schon von Weitem zu sehen. Der Sage nach soll der Heilige Patrick im Jahr 441 n. Chr. auf den heiligen Berg nahe Murrisk in der Grafschaft Mayo 40 Tage lang von Aschermittwoch bis Ostern gefastet und gebetet haben, ehe er die vorchristliche Gottheit Crom besiegte.

Sehenswert in Mayo

Festivals in Mayo

Ashford Castle

Dieses exklusive Fünf-Sterne-Hotel mit 83 Zimmern liegt sehr malerisch am Lough Corrib und gleich in der Nähe eines pittoresken Dorfes namens Cong, das heute keiner kennen würde, wenn dort 1951 nicht ein Film mit John Wayne gedreht worden wäre (“Der Sieger”).

Knock

Es begab sich am 21. August 1879, in einem Jahr, als der Großteil der Kartoffelernte in Irland einmal mehr dem feuchtkalten Sommer zum Opfer gefallen war. Damals soll die Jungfrau Maria in Begleitung des Heiligen Josef sowie des Evangelisten Johannes gegen 20 Uhr vor den Augen von 15 Einheimischen an der Rückseite der alten Pfarrkirche rund zwei Stunden lang erschienen sein.

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