County Carlow – Flachland und Megalithgräber
Gerade einmal knapp 50.000 Einwohner sind in der Grafschaft Carlow zuhause. Das gut 900 Quadratkilometer große County im Südosten Irlands gehört in der Tat für die meisten Besucher eher zu den Durchgangsstationen.

County Carlow besteht überwiegend aus Flachland
Wohl auch, weil Attraktionen hier eher rar gesät sind. Die strukturschwache Region ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt und gilt als eines der Zentren der Schafs- und Rinderzucht in Irland.
Carlow besteht überwiegend aus Flachland. Im Südosten an der Grenze zum County Wexford erheben sich die Blackstairs Mountains mit dem 793 Meter hohen Mount Leinster.
Größte Stadt der Grafschaft ist Carlow.
Im 13. Jahrhundert wurde in der 18.000-Seelen-Gemeinde eine mächtige Festung angelegt, von der heute lediglich noch ein Stück Mauer zwischen zwei Befestigungstürmen steht. Die übrigen Teile der Burg flogen 1814 in die Luft, als ein Arzt versuchte, die Stärke der Mauern zu verringern, um die Festung in ein Heim für psychisch Kranke umzuwandeln.
Sehenswert ist zudem das alte Court House aus dem Jahre 1830, das dem Parthenon-Tempel nachempfunden wurde und daher von ionischen Säulen verziert wird.

Browne’s Hill Dolmen
Zu den wenigen Sehenswürdigkeiten außerhalb von Carlow zählt auch der Browne`s Hill Dolmen.
Der Dolmen aus der Jungsteinzeit oder frühen Bronzezeit besteht aus einem Deckstein, der mit der einen Seite auf der Erde steht und auf der anderen Seite von drei Steinen getragen wird. Er ist mit einem Gewicht von über 100 Tonnen der größte Dolmen in Europa. Vermutlich war das Grab von einem Erdhügel bedeckt und wurde als Kultstätte benutzt.
Zwischen Tullow und Hacketstown befindet sich am Ufer des River Dereen mit dem Haroldstown Dolmen ein weiteres, prächtiges Megalithgrab. Zwei gewaltige Decksteine mit Längen von 2,80 Meter beziehungsweise 3,70 Meter werden von zehn Tragesteinen gestützt, die allerdings zum Teil im Laufe der Jahrhunderte umgekippt sind. Während des 19. Jahrhunderts war die Anlage, die zeitweise auch als Unterstand für das Vieh diente, sogar von einer Familie bewohnt. Dazu hatte die Familie die Lücken zwischen den einzelnen Steinen mit Torf und Lehm gefüllt.

Die Ruinen von Ballymon Castle
Lohnenswert ist sicher auch ein Abstecher zu den sehenswerten Ruinen von Ballymon Castle.
Die Festung, deren älteste Teile aus dem 13. Jahrhundert datieren, liegt rund drei Kilometer östlich von Bagenalstown.
Mit Ausnahme des Torhauses, dreier quadratischer Türme und der mächtigen Mauern, die bis zu 2,50 Meter dick und 6,10 Meter hoch waren, ist allerdings nur wenig von der einst trutzigen Burg “Ballymon Castle” erhalten.
Sollten Sie dort vorbeikommen, unbedingt mal anhalten !
KTR
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