Leprechaun, Fairies und Co., die irische Anderswelt - Irland ist nach wie vor bekannt für Legenden, skurrile und zumindest semi-mythologische Gestalten, wobei hier nicht die Rede von Dana Rosemarie Scallon ist. Ein paar davon sind ...

Die irischsten aller mythologischen Wesen sind eine Art Heinzelmännchen, die meist gutartiger Natur, sehr scheu aber auch für ihre gelegentlich derben Scherze bekannt sind, die Leprechauns.
Das Wort “Leprechaun” ist eine Abwandlung des gälischen Begriffs für “kleine Körper”, weshalb man sie auch little people (also kleines Volk) nennt.
Heute oft als etwas ältere Herrschaften mit rundlicher Gestalt und in grün-bunter Kleidung dargestellt, verdienen die Leprechauns ihren Lebensunterhalt als Bewacher des Topfes Gold am Ende des Regenbogens.
Handwerklich meist beim Schuhmacher angesiedelt, ist der Leprechaun traditionell nur in männlicher Gestalt erscheinend. Man kann sagen das der Leprechaun, neben dem irischen Kleeblatt, das zweite Wahrzeichen in Irland ist.
Natürlich ist die irische Anderswelt auch reichlich mit den traditionelleren Manifestationen der Anderswelt gesegnet, von Flussgöttinnen wie der Ana Livia über Nymphen bis hin zu Elfen von Kinderbuch bis Tolkien, die Fairies.
Die “Síóga” oder “na daoine maithe”, so der Sammelbegriff, haben selbstverständlich auch ihre bevorzugten Orte, so die Fairy Rings, die verschiedenen archäologische Stätten und Orte wie Tighe na Sidhe (Fairyhouse).

Die Fairies leben in einer eigenen Welt, die sich mit der Welt der Menschen überschneidet. Der irischen Mythologie nach leben nach wie vor die Feen in den irischen Feenhügeln, die kein Farmer und kein Bauherr abtragen lässt, selbst wenn diese einem geplanten Bauvorhaben im Wege stehen.
Feenhügel sind mehr oder weniger gut sichtbare Erhebungen in der irischen Landschaft, meist baumbewachsen, sie fallen prägnant ins Auge. Sachlichere Argumentatoren würden sagen, das sind Überbleibsel aus englischen Besetzungszeiten, auf denen hölzerne Beobachtungstürme standen.
Ein besonders schönes Exemplar steht an der N4 von Dublin nach Longford rechts an der Strasse wenn man durch Clonard fährt.
Die dunkle Seite der Anderswelt wird vor allem durch die Banshee (bean sí) repräsentiert.
Diese “Frau von den Feen” oder “Frau aus dem Feenreich” oder auch “Geistfrau” ist ein weiblicher Geist, dessen Erscheinung den nahenden Tod in der Familie ankündigt. Meist wird sie als weiß gekleidete Frau mit schwarzem Haar und roten Augen dargestellt.
Banshee sind ursprünglich familiengebunden gewesen, im Laufe der Jahre aber zum allgemeinen Todesboten geworden.
Auch nicht gerade eine angenehme Erscheinung, ist der Pooka ein strubbeliges, mit Ketten behangenes Pferd.
Freundlich ist diese Erscheinung nur zu Kindern, die sie gerne zu einem kleinen Ritt einlädt – nur um dann samt Kindern über eine Klippe zu galoppieren, was natürlich fatal endet.
An Samhain ist Pooka mit dem Zertrampeln der letzten Beeren beschäftigt, gibt nebenher aber gerne noch prophetische Auskunft wenn man ihn anspricht.
Gut oder schlecht? Revenants sind die Seelen der Toten, die wegen noch ausstehenden Rechnungen zur Erde zurückkehren (müssen), als Mensch, als Tier oder als Nebel.
Man schützt sich mit Hilfe von Weihwasser, einem Messer mit schwarzem Griff oder auch rotem Faden vor ihnen.
Alles wird gut! Zumindest in Tír na nÓg, dem “Land der jungen Menschen”, eine Art Paradies in der irischen Mythologie, in der man nicht altert und immer gut lebt.
Sehr ähnlich den Ländereien der Faeries in anderen Sagen …
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