Líadan
Der Bandname geht auf eine Überlieferung aus dem neunten Jahrhundert zurück. So hieß eine sagenumwobene Dichterin, die mit ihrer Poesie auf die damalige Kulturszene einen bleibenden Eindruck hinterließ.
Die sechs jungen Damen haben es sich zur Aufgabe gemacht, irische Lieder und Tänze möglichst authentisch erklingen zu lassen. Sie haben zu Recht erkannt, dass angesichts vieler Innovatoren auch noch jemand übrig bleiben sollte, der die Tradition möglichst pur interpretiert. Líadan haben also keine Gitarren, Bouzoukis und Mandolinen als Begleitinstrumente. Die gute alte Harfe muss es richten und sie tut es auch, denn die Harfenistin zupft und schlägt das irische Nationalsymbol impulsiv und abwechslungsreich. Das Piano Akkordeon über nimmt mit unter die Aufgaben eines Basses und sorgt für tiefe Töne und Bodenhaftung. Mit gleich zwei Flute und Fid dle Spielerinnen schöpft das Sextett vor allem Melodie mäßig aus dem Vollen.
Das eigentliche Markenzeichen von Líadan aber ist der Gesang. Wie sich die sechs Stimmen verzahnen, verweben oder sogar reiben, das ist Gänsehaut-Atmosphäre.
Endlich mal wieder eine Band, die Lieder den Instrumentals ebenbürtig Seite an Seite stellt und die mehrstimmigen Arrangements mit Liebe zum Detail ausfeilt. Líadan sind zweisprachig unterwegs – Gälisch als auch Englisch.