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Das Wetter in Irland

Der Golfstrom bewirkt in Irland ein Hochseeklima mit kühlen Sommern und milden Wintern. Nur selten wird es im Sommer über 25 °C warm, im Winter bleiben die Iren dafür überwiegend von Frost verschont.

Irland Wetter im Januar
Irland Wetter im Januar, Foto: Marlies Jäger

Allerdings ist das Wetter in Irland immer für eine Überraschung gut und der Regenschirm sollte auch bei schönem Wetter ein ständiger Begleiter sein.

Dabei herrscht natürlich kein Dauerregen, nur brauen sich die Niederschläge sehr rasch zusammen. Innerhalb von zehn Minuten kann aus dem blauen Himmel von eben ein wahrer Wolkenbruch niedergehen.

Das milde Klima Irlands mit seinen vielen Niederschlägen hat bewirkt, dass Irland als die „Grüne Insel“ bekannt geworden ist.

Für das irische Wetter gilt, dass es sehr beständig ist – sicher ist, dass es sich ändern wird.

Insgesamt wird ein Besucher in Irland das Wetter wohl eher als kühl empfinden, die Sommer sind keineswegs mit denen in Deutschland vergleichbar, die Winter aber auch nicht. Vier Wochen am Stück Schnee und Frost? In Irland (fast) undenkbar.

Es kann sein, dass es bis zu zehnmal am Tag regnet, der Regen wird hier aber als eher sanft empfunden. Der irische Regen wird im Englischen als Irish Mist bezeichnet, was so viel bedeutet, wie erhöhte Luftfeuchtigkeit. Allerdings kann es auch durchaus zu einem wahren Wolkenbruch kommen. Von April bis Oktober kann auch der Wind sehr heftig sein. Im Winter ist es eher nasskalt, es kann sogar etwas Schnee fallen, der aber nicht liegen bleibt, sondern nur als Matsch auf die Erde gelangt. Außer Regen und etwas Frost gibt es hier in Irland eigentlich keinen Winter. Die Wintermonate sind eher mild.

Generell muss in Irland mit jedem Wetter gerechnet werden, aber einige Extreme gibt es auch hier:

Die höchste Temperatur betrug 33,3 °C. Sie wurde im Juni im Kilkenny Castle gemessen und zwar im Jahr 1887.

Im Jahr 1976 gab es noch einmal einen „Hitzerekord“. Da waren es 32,5 °C in Boora.

In Markee Castle gab es den kältesten Tag bislang, es wurden gerade einmal – 19,1 °C gemessen. Auch das war im 19. Jahrhundert, genauer gesagt, im Jahr 1881. Im Jahr 1979 war der kälteste Tag des 20. Jahrhunderts, da waren es – 18,8 °C in Lullymore.

Irland Wetter im Sommer
Irland Wetter im Sommer, Foto: Ingolf Hess

Es kann keine einheitliche Aussage über das Wetter in ganz Irland getroffen werden, daher im Folgenden eine Übersicht über drei Orte in verschiedenen Himmelsrichtungen:

Malin Head (Nordwesten), Valentia (Südwesten) und Dublin (Osten)

Das Irland Wetter im Januar:
In Malin Head muss mit kräftigen Niederschlägen gerechnet werden, die Temperaturen bewegen sich um 5 bis 6 °C. In Valentia fallen Niederschläge bis 164 mm, die Temperatur liegt durchschnittlich bei 6,8 °C. In Dublin fallen nur etwa 68 mm Niederschlag, dafür sind es auch nur etwa 5 °C im Durschnitt.

Das Irland Wetter im Monat Februar:
Vielleicht der trostloseste Monat. Der Boden ist jetzt am feuchtesten, die Bäume sind ganz kahl. Selbst an relativ hellen Tagen scheint die Sonne nur verschwommen. Die Niederschläge nehmen überall ab (Malin Head 77 mm, Valentia 123 mm, Dublin 49 mm). Die Temperaturen bewegen sich um die Werte der Januartemperaturen, eventuell etwas darunter.

Irland Wetter im März:
In Malin Head und Dublin regnet es wieder etwas mehr (86 mm und 56 mm), in Valentia wird es weniger. Die Temperaturen steigen um durchschnittlich 1 °C an. So langsam erwacht das Leben in Irland wieder. Die irische Landschaft trägt zum ersten Mal wieder bunte Tupfer; zahllose Gänseblümchen sind überall zu sehen. Langsam erwärmt sich die Luft wieder. Schlüsselblumen überziehen die Gräben mit einem zartgrünen und hellgelben Teppich.

Wetter Irland im Monat April:
Nun ist es April, die Vögel singen und das Gras wächst. Die irische Luft ist von einem wunderbaren Duft erfüllt. Schon bald sind die Hecken alle wieder dicht belaubt. In Malin Head steigen die durchschnittlichen Temperaturen auf 7,7 °C, die Niederschläge nehmen weiter ab. In Valentia betragen die Durchschnittstemperaturen etwa 9 °C, in Dublin sind es 8 °C. Die Niederschläge in Valentia werden deutlich weniger, während sie in Dublin annähernd konstant bleiben. Hier steigen sie erst im August wieder deutlich an.

Das Wetter im Mai:
Nun steht der Weißdorn in voller Blüte, eigentlich ist die irische Landschaft nun am schönsten. Die ganze weite Landschaft scheint mit riesigen weißen Tüchern abgedeckt zu sein. Die zahllosen Weißdornsträucher blühen ab Mitte Mai. Besonders schön sieht man dies in der Grafschaft Roscommon. In Malin Head fallen nur noch 59 mm Niederschlag, in Valentia sind es 89 mm. Die durchschnittlichen Temperaturen steigen um bis zu 2 °C an.

Irland Wetter des Juni:
Im Juni sticht man in Irland Torf. Er wird anschließend getrocknet und als Heizmaterial für den nächsten Winter gelagert. Die Niederschläge beginnen in Malin Head wieder zu steigen und betragen nun bereits etwa 65 mm. In Valentia fällt weniger Regen. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 12,2 °C in Malin Head über 13,4 °C in Valentia bis zu 13,3 °C in Dublin.

Das Irland Wetter im Monat Juli:
Meistens freundliches und sonniges Wetter mit klarer, sauberer Luft. Aber es lässt sich ein leichter Anstieg der Niederschläge in allen drei Orten feststellen. Die Temperaturen liegen in Malin Head bei 13,7 °C, in Valentia bei 14,9 °C und in Dublin ebenfalls bei 14,9 °C.

Das Wetter in Irland im Monat August:
Trocken, heiter und oft sehr sonnig. Jetzt ist das Meer am wärmsten, die irischen Kinder haben Sommerferien. Sommer in Irland! Der August ist der wärmste Monat hier, die Temperaturen erreichen bis zu 15 °C in Valentia. In Dublin sind es immerhin noch 14, 9°C in Malin Head 13,9 °C. Vor allem in Valentia steigen aber die Niederschläge stark an, bis auf 112 mm, gegenüber 73 mm im Vormonat.

Wetter Irland im September:
Jetzt im September hält der Herbst Einzug in Irland. Sehr wechselhaftes, launisches und unbeständiges Wetter. Die vielen Fuchsien leuchten mit den saftig grünen Wiesen um die Wette. Der September ist in allen Orten kühler, durchschnittlich ist es 1 °C. In Valentia sind es sogar fast 2 °C. Die Niederschläge sind im September in Dublin am niedrigsten von allen drei Orten, sie betragen hier nur 69 mm, gegenüber 125 mm in Valentia.

Goldener Oktober in Irland
Ab Mitte Oktober kann man mit etwas Glück noch einmal schönes warmes Spätsommerwetter genießen. Die Nächte sind allerdings bereits sehr kühl mit Temperaturen zwischen drei und sieben Grad. In Valentia gehört der Oktober zu den regenreichsten Monaten des Jahres, dafür liegen hier die Temperaturen noch bei durchschnittlich 11,6 °C. In Malin Head und in Dublin liegen sie bei 10,8 °C beziehungsweise bei 10,3 °C.

Das Wetter im Monat November:
Der November zeigt eine sprunghafte Veränderung der Temperaturen. So beträgt die monatliche Durchschnittstemperatur in Malin Head noch 7,8 °C, in Valentia 8,7 °C und in Dublin 6,7 °C. Mit 70 mm Niederschlag ist Dublin der trockenste Ort, Valentia führt mit 147 mm. Malin Head liegt mit 115 mm dazwischen.

Wetter Irland im Dezember:
Die Dezembertemperaturen liegen um durchschnittlich 1 °C höher, als die Januartemperaturen. Die Niederschläge sind ähnlich hoch.

Wer nach Irland reisen möchte, sollte sich dafür am besten die Monate April bis Juni heraussuchen, dann ist damit zu rechnen, dass die Sonne bis zu sechs Stunden am Tag scheint.

Das Wetter im September und Oktober ist ebenfalls noch recht beständig, vor allem im Westen muss dann aber dauernd mit Regen gerechnet werden. An den nordwestlichen Küsten können starke bis stürmische Winde auftreten. Wer die Gebirgslandschaft im Westen von Killarney auf der Halbinsel Kerry besucht, muss sich darauf einstellen, dass es hier deutlich kühler ist, als an den übrigen Küsten. Im Winterhalbjahr muss hier sogar mit Schnee gerechnet werden.

Nebel in Irland
Irischer Nebel ... Foto: Simone Breuer

Die Wahrheit übers irische Wetter


“…Der Regen ist hier absolut, großartig und erschreckend. Diesen Regen schlechtes Wetter zu nennen ist so unangemessen, wie es unangemessen ist, den brennenden Sonnenschein schönes Wetter zu nennen.

Man kann diesen Regen schlechtes Wetter nennen, aber er ist es nicht. Er ist einfach Wetter, und Wetter ist Unwetter. Nachdrücklich erinnert er daran, daß sein Element das Wasser ist, fallendes Wasser. Und Wasser ist hart.

Und wieviel Wasser sammelt sich über viertausend Kilometer Ozean, Wasser, das sich freut, endlich Menschen, endlich festes Land erreicht zu haben, nachdem es so lange nur immer ins Wasser, nur in sich selbst fiel. Kann es dem Regen schließlich Spaß machen, nur immer ins Wasser zu fallen?

Gut ist es immer Kerzen, die Bibel und ein wenig Whiskey im Hause zu haben, wie Seeleute, die auf Sturm gefaßt sind; dazu ein Kartenspiel, Tabak, Stricknadeln und Wolle für die Frauen, denn der Sturm hat viel Atem, der Regen hat viel Wasser, und die Nacht ist lang.

… Wir standen auf; es war hell geworden, und im gleichen Augenblick war es ruhig draußen. Wind und Regen hatten sich entfernt, die Sonne kam über den Horizont, und ein großer Regenbogen stand über der See, so nah war er, daß wir ihn in Substanz zu sehen glaubten; so dünn, wie Seifenblasen sind, war die Haut des Regenbogens. Immer noch schaukelten Korken und Holzstücke auf der Pfütze, als wir die Treppe hinauf in die Schlafzimmer gingen…”
Aus: Heinrich Böll, “Irisches Tagebuch”, (*am 21.12.1917, + am 16.7.1985)



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