Weihnachtsmarkt in Irland
Zur irischen Weihnachtstradition gehörte auch der Besuch des Weihnachtsmarktes - des Margadh Mór oder "Grossen Marktes".

Weihnachtsbeleuchtung ...
“Bringing home the Christmas” war eine gängige Beschreibung dieser Ausflüge. Hier ging es nicht um Glühwein und Bratwurst, sondern um echte Märkte! Butter, Eier, Geflügel und andere Agrarerzeugnisse wurde vom Land in die Stadt gebracht und dann dort verkauft oder getauscht.
Während sich so die Stadtbewohner mit ihren frischen Nahrungsmitteln für die bevorstehenden Feiertage eindeckten, erledigten die Landbewohner ihre Besorgungen für das Fest (und zum Teil für das nächste Jahr). Neben Spezereien und Kolonialwaren standen für die “culchies” Kerzen, Wein, Spielzeug und vor allem Kleidung und Haushaltswaren auf den Einkaufszetteln.
Ein Teil dieser Dinge wurde natürlich auch von Städtern speziell zum Fest gekauft, allerdings nicht im Rahmen einer grösseren Vorratshaltung etwa für Tee oder Tabak.
Während des Marktbesuches traf man sich auch mit Verwandten und Bekannten, tauschte kleine Mitbringsel und, oft bei einem Trunk, die letzten Neuigkeiten aus.
Und selbst Geschäftsleute verteilten Geschenke – kleine Weihnachtsgaben oder “christmas boxes”, die es oft (und zwar je nach Umsatz des Kunden) in verschiedenen Grössen gab.