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Christmas Crackers

Zu einem irischen Weihnachtsessen gehört er einfach dazu - der "Cosaque", ein Knallbonbon oder eben "christmas cracker".

Zu einem irischen Weihnachtsessen gehört er einfach dazu - der "Cosaque", ein Knallbonbon oder eben "christmas cracker"
Zu einem irischen Weihnachtsessen gehört er dazu - der "christmas cracker"

In seiner Grundversion als bunt eingewickeltes Praliné erstmals auf den Markt geworfen anno 1847 von Tom Smith, einem Londoner Pralinenmacher mit Ideen und Ambitionen.

Smith hatte in Paris den Bonbon entdeckt, in Papier eingewickelte Süsswaren, die er vor allem an Männer (als Geschenk für die Angebetete) verkaufte. Sie waren Weihnachten 1847 der absolute Renner. Die vor allem weibliche Zielgruppe des Geschenkes brachte Smith ein paar Jahre später auf die glorreiche Idee, einen kleinen Zettel mit kurzen Liebesgedichten beizulegen.

Und in den 1860ern machte Smith mit einem kleinen Knalleffekt beim Auswickeln aus seinem Bonbon den “Cosaque”, später einfacher “Cracker” genannt.

Als dieses Weihnachtsaccessoire so erfolgreich wurde, dass Hans und Franz (oder besser “Tom, Dick and Harry”) es kopierten, brachte Tom Smith seine letzte Neuerung ein – er schmiss das Praliné raus (womit der “christmas cracker” sich endgültig vom “bon-bon” löste) und ersetze es durch eine kleine Überraschung.

Seine Nachfolger Walter und Tom jr. ergänzten das gesamte Arrangement noch um einen kleinen Papierhut – und in den 1930ern lösten Limericks oder Witze, oft in Form von Frage und Antwort, die Liebesschwüre endgültig ab.

Und so lauert heute auf jedem Teller des Weihnachtsessens einer der traditionellen Christmas Cracker, meist in Kombinationen von Rot, Gold und Grün gehalten. Und noch bevor die Suppe aufgetragen wird, passiert es: Die Gäste reissen die Cracker auf (wobei ein Teil Fehlzünder sind), entfalten den Papierhut und setzen ihn sich auf (so dass plötzlich alle Kronen aus Krepp zu tragen scheinen), man gibt den beiliegenden Witz zum Besten (was oft eher gezwungenes Lachen auslöst) und beschäftigt sich dann mit seiner Überraschung.

Und hier liegt der Hase im Pfeffer … meist findet man ein nahezu wertloses Plastikteil. Bei höherwertigen Christmas Crackers allerdings auch andere Dinge. So bieten einige exklusive Juweliere ihre eigenen Versionen an – komplett mit Gold oder Diamantschmuck als “kleine Überraschung”. Da kostet dann der Cracker aber auch nicht mehr zehn Euro im Zwölferpack, sondern pro Stück bis zu zehntausend Euro oder mehr.

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