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Abenteuer Irland - die schönsten Routen zum Wandern und Trekking

Irland mit seiner Randlage am Atlantik hat sich trotz früher Zugehörigkeit zur EU eine starke Eigenständigkeit bewahrt und ist vielleicht gerade deshalb ein sehr beliebtes Reiseland für Gäste, die Aktivtourismus erleben möchten.

Abenteuer Irland - die schönsten Routen zum Wandern und Trekking
Abenteuer Irland - die schönsten Routen zum Wandern und Trekking

Die grüne Insel, wie das Land auch genannt wird, überzeugt durch seine Ansammlung an Steinkreisen, stehenden Steinen aber auch historischen Grabstätten und ständig wechselndem Licht, das eine ganz besondere Atmosphäre schafft. Doch auch das große Vorkommen an Wanderrouten, die im Inneren der Insel, aber auch entlang der Küste zu finden sind, übt seit jeher eine gewisse Anziehung auf Kontinentaltouristen aus, die sich dem nur schwer entziehen können.

1. Die grüne Insel im Portrait

a) Jahres- und Urlaubszeiten zum Wandern und Trekking

Wanderurlaub in Irland ist grundsätzlich ganzjährig möglich. Denn das Land wird von gemäßigten Sommertemperaturen ebenso wie milden Wintern bestimmt. Vor allem während der Herbstmonate und im Winter können Wanderurlauber auf der Insel eine ganz bestimmte Stimmung und Atmosphäre beobachten, die aufgrund der besonderen Lichtverhältnisse entsteht. Wer einen Wanderurlaub plant, sollte jedoch bedenken, dass in Irland das Wetter durchaus wechselhaft sein kann und trotz Sonnenschein am Vormittag, es am Nachmittag plötzlich regnen kann.

b) Die Landschaften

Irland verfügt bekanntlich über schroffe Küsten und grüne Ebenen, hier hört es aber keinesfalls auf. Tatsächlich zeichnet sich das Land durch viele weitere charakteristische Landschaften aus, darunter etwa romantische und wilde Halbinseln, kleine Fjorde oder auch sogenannte Karstlandschafte, die vor allem durch ihr verwittertes Gestein zu erkennen sind.

i) Fauna und Flora

Die Flora und Fauna in Irland ist weitaus vielfältiger, als sie auf den ersten Blick scheint. Denn egal zu welcher Jahreszeit man hierher kommt, irgendeine Pflanze blüht immer in voller Farbenpracht, die sämtliche Töne abdeckt. Pinke Fuchsien finden sich in West Cork, während die Glens of Antrim wegen des Weißdorns und des Ginsters vorwiegend in sattem Grün erstrahlen. Wer lieber Gelb sieht, der sollte sich die herrlichen Ginsterbüsche in Wicklow ansehen und den wunderbaren Duft nach Kokosnuss genießen.

Auch Rhododendronbüsche säumen in Irland immer wieder die Straßen und Wanderer stoßen auf diese wunderbare Pflanze auf beinahe all ihren Wegen auf der Insel, egal ob man über den Vee-Pass in die Knockmealdown Bergkette, in Tipperary oder in Waterford unterwegs ist.
Im Gegensatz zur Farbenpracht des Rhododendrons zeigt sich das Wollgras, das ähnlich wie die hierzulande bekannten Schneeflocken über dem Heidekraut und vor allem im Unterholz der irischen Sumpfgebiete zu finden ist, eher dezent in Weiß. Sehenswert sind die hellgelben Trollblumen, die man im Westen der Insel im Umfeld des Seengebietes zwischen Mai und Juni findet. Während der Sommermonate blüht der cremefarbene Wasserschierling hier und prägt das ganze Landschaftsbild.

Wer sich in einem einzigen Besuch über die Vielfalt der Flora und Fauna in Irland Überblick verschaffen möchte, der sollte die Burren-Karstlandschaft in der Grafschaft Clare besuchen. Hier finden sich mehr als 70 Prozent der insgesamt 900 einheimischen Pflanzenarten. Sogar von den insgesamt 28 Orchideenarten gibt es hier immerhin 24.

Ein Auszug aus der Pflanzenwelt, die es hier zu bestaunen gibt, offenbart folgende Liste:

• Die zweiblättrige Waldhyazinthe
• Den Fliegen-Ragwurz
• Den Herbstdrehwurz
• Den Augentrost
• Den Thymian-Sommerwurz
• Den Frauenhaarfarn

Das irische Wetter und die passende Garderobe
Das irische Wetter und die passende Garderobe

c) Das irische Wetter und die passende Garderobe

Ist von Irland die Rede, verbinden dies die meisten mit Regen, Nässe und kalten bzw. kühlen Temperaturen. Doch damit liegt man falsch, denn die Sonne scheint oft und durchaus intensiv, womit für Wanderurlauber guter Sonnenschutz sehr wichtig ist. Je nach Zeit und Dauer des Aufenthaltes sollten auch Badesachen nicht im Gepäck fehlen, denn die herrlichen Sandstrände mit den imposanten grünen Bergen im Hintergrund sind eine perfekte Kulisse für einen entspannten Zwischenstopp am Meer.

Die Temperaturen sind gemäßigt
Das Klima in Irland ist gemäßigt und bietet auch im Sommer kaum Temperaturen, die über 25 Grad liegen. Auch während der Monate November und Dezember wird es selten richtig kalt, dennoch kann es während dieser Zeit zu starken Stürmen kommen. Ab Februar ist bereits wieder Frühling in der Luft zu spüren. Der September kann oft noch sehr sommerlich sein, wobei immer wieder mal die in Europa bekannten Wetterkapriolen auftreten können.

i) Sonstige Ausrüstung und Vorbereitungen

Für den Wanderurlaub in Irland gilt es, auf die besonderen Wetterverhältnisse zu achten. Am besten kleiden Wanderer sich auf den täglichen Routen im sogenannten Zwiebel-Look, der aus mehreren Schichten besteht. So kann während der warmen Sonnenstunden bequem die Jacke oder der Pulli abgelegt werden, während man für rasch aufkommende Windböen wieder ebenso schnell warm angezogen sein kann. Wichtig ist außerdem eine gute Regenkleidung und zwar sowohl für Ober- als auch Unterkörper. Am besten sollte vor dem Urlaub eine wasserdichte Regenjacke ebenso wie eine wasserdichte Regenhose gekauft werden. Entscheidend für einen abwechslungsreichen Aufenthalt mit Wanderungen sind aber robuste Wanderstiefel, die am besten der Kategorie B bzw. A-B entsprechen, da diese höher geschnitten sind und somit auch den Knöchel stützen und schützen. Wer nur kürzere Touren bewältigen möchte, findet auch mit einem leichteren Walking-Schuh ausreichend Halt und Schutz. Tatsächlich ist die Wahl des richtigen Schuhwerks aber eine der wichtigsten beim Wandern und Trekking und sollte daher keinesfalls leichtfertig getroffen werden – helfen kann daher eine Beratung beim Fachmann, die mittlerweile aber auch online durchgeführt werden kann. Sportscheck bietet hierfür einen passenden, interaktiven Ratgeber, der unterschiedliche Geländearten, Aktivitätsgrade und vieles mehr als Basis nutzt und berücksichtigt.

Da wie angesprochen, die Sonneneinstrahlung in Irland durchaus intensiv sein kann, sind eine Kopfbedeckung sowie eine Sonnenbrille wichtig. Auch Insektenschutz leistet bei Wanderungen in manchen Regionen Irlands gute Dienste. Am besten zum Transport geeignet ist ein bequem zu tragender Tagestouren-Rucksack, in dem

• Regenkleidung
• Proviant
• Ersatzsocken
• Wasserflasche
• Kamera oder Fotoapparat

verstaut werden können. Für den gelungenen und erlebnisreichen Wanderurlaub in Irland sollte einfach das Motto gelten: „Es gibt kein schlechtes Wetter, höchstens schlechte Kleidung“. Mit moderner Outdoor-Bekleidung, die hochwertig und funktional ist, bleiben in Sachen abwechslungsreicher Aktivitäten, die in guter Erinnerung bleiben, kaum Wünsche offen.

2. Die schönsten Naturregionen Irlands

Wer in Irland Wandern gehen möchte, der hat die Qual der Wahl – denn das naturreiche Land bietet etliche Regionen, die zum Erkunden einladen und dabei durchaus sehr unterschiedlich daherkommen. Einige der bekanntesten Wander- und Trekkingregionen sind folgende:

In Connemara ist Irland noch irgendwie ursprünglich und bietet seinen Besuchern echte Bilderbuchaspekte
In Connemara ist Irland noch irgendwie ursprünglich und bietet seinen Besuchern echte Bilderbuchaspekte

a) Connemara

In Connemara ist Irland noch irgendwie ursprünglich und bietet seinen Besuchern echte Bilderbuchaspekte: Orte wie Clifden, Roundstone mit einer Ansiedlung von Kunsthandwerkern, aber auch der wunderschöne Strand von Coral Strand Beach. Wer hier Wandern möchte, der wählt meist Clifden, das 1812 gegründet wurde, als Basis. Doch auch der Ort selbst, allen voran die sogenannte Sky Road, ist sehenswert. Diese zieht sich in einer atemberaubenden Schleife entlang des Meeres durch die teils wildromantische Landschaft.

i) Wandern zwischen Heide und Moor

Sich zu Fuß der vielfältigen Landschaft Irlands zu nähern, gehört zu den aufregendsten Erfahrungen, die man während eines Wanderurlaubs in Irland machen kann. Im Norden der Region finden sich massive Gebirgsketten, die von Lough Mask in Richtung Westen reichen. Im Süden wiederum finden sich zahlreiche Moore, die eine ganz besondere Attraktion darstellen. Denn genau hier offenbart sich die wilde Schönheit der Landschaft, womit auch viele Irlandkenner genau diesen Landstrich als Synonym für Wildheit und Ursprünglichkeit ansehen. Die Hochmoore sind mit blühender Heide überwuchert, die Wanderwege führen aber auch an glasklaren Seen und schnell fließenden Flüssen vorbei. Der bekannteste Wanderweg ist der Connemara Walking Trail, der den Wanderern nicht nur die Schönheit der Natur in Verbindung mit der einmaligen Geschichte des Landes offenbart, sondern auch immer wieder beeindruckende Aussichten auf das Meer und die berühmten Twelve Bens, das Connemara Gebirge zeigt. Einige Wanderrouten für Connemara können hier entdeckt werden.


Der höchste Punkt in der Region

ii) Forderndes Trekkingprogramm

Wo abwechslungsreiche Landschaft viele die Berg- und Wanderschuhe schnüren lässt, finden sich auch etwas fordernde Trekkingrouten.

Diese sind entweder als eintägiges oder mehrtägiges Programm angelegt und führen entlang weißen oder lila markierten Wegen. Für eine Trekkingtour über mehrere Tage nimmt man seinen Anfang am besten in Letterfrack. Hier führen zwei gut ausgeschilderte Rundwege in die Region und zeigen die Besonderheiten von Landschaft und Flora bzw. Fauna.

b) The Burren

Die Region „The Burren“ ist geprägt von wilder Steinlandschaft, wobei sich als Wandergebiet vor allem der Burren National Park herauskristallisiert hat. Er ist der kleinste Nationalpark in Irland und wurde 1991 gegründet. Knapp 1600 Hektar groß und komplett ohne Bäume, dafür mit grau scheinendem Kalkgestein überzogen, lockt hier die Gegend für abwechslungsreiche Wanderungen, auch wenn es keine klar markierten Wege dafür gibt. Dennoch ist The Burren Nationalpark bei Aktivurlaubern, die in Ruhe wandern und die Natur hautnah erleben möchten, sehr beliebt. Nach einem starken Regenguss können sich kleinere Seenlandschaften bilden, die Turloughs genannt werden. Wer hier unterwegs ist, braucht eine gute Ausrüstung und sollte auch den Fotoapparat immer dabei haben. Denn gerade im Frühjahr zeigt sich hier die Flora und Fauna von ihrer ganzen bunten Farbenpracht, wobei die Pflanzen sowohl aus arktischen als auch aus mediterranen Regionen stammen.

Die Region „The Burren“ ist geprägt von wilder Steinlandschaft
Die Region „The Burren“ ist geprägt von wilder Steinlandschaft

i) Die Steinwüste Irlands

Wer sich The Burren nähert, stellt schnell fest, dass es sich dabei um eine tatsächliche Steinwüste handelt. Nordöstlich von Doolin gelegen, findet sich die Landschaft, die aus gespaltenen Kalk- und Sandsteinplateaus besteht und vor mehr als 150.000 Jahren durch die Gletscher entstanden ist. In den Freiräumen und Lücken der Steinformationen finden Wanderer herrliche Gewächse wie

• Frühlingsenzian
• Irischer Steinbrech
• Wilde Orchideen

Neben ausgiebigen und erlebnisreichen Wanderungen im Gebiet sollten sich Besucher auch Zeit nehmen, eine der zahlreichen Höhlen im Burren zu besichtigen. Zu empfehlen ist hier etwa die Aillwee Cave.

ii) The Burren Way

Der Burren Way führt über 114 Kilometer im Co Clare und zeigt den Wanderern den Burren auf eine ganz besondere Weise. Entlang typischer Steinmauern gelangt man immer wieder zu einigen Sehenswürdigkeiten und genießt einzigartige Ausblicke auf die Küste. Begonnen wird der Trail in Lahinch, bevor es nach Liscannor mit den beeindruckenden Liscannor Castle Überresten geht. Ein Stopp lohnt sich hier doppelt, da man im Sommer unbedingt mit einem Boot zu den Arran Islands fahren sollte.

Insgesamt bietet der Langstreckenwanderweg die Vielfalt der Landschaft und eindrucksvollen Natur, die so einzigartig nur in Irland erlebt werden kann.

1. Highlight: die Klippen von Moher

Eine Sehenswürdigkeit, die auf keiner Liste während des Wanderurlaubes fehlen darf, sind die Cliffs of Moher, die an der Steilküste ca. 200 Meter aus dem Atlantik aufragen. Ein beliebtes Fotomotiv stellt zudem der Wachturm O`Briens Tower dar. In jedem Fall gilt es die herrliche Aussicht von den malerischen Klippen zu genießen. Bei schönem Wetter und klarer Sicht reicht der Blick bis zu den Aran Inseln und der Galway Bucht.

Die Beara-Halbinsel im Süden Irlands gehört noch zu den Geheimtipps unter Wanderern
Die Beara-Halbinsel im Süden Irlands gehört noch zu den Geheimtipps unter Wanderern

c) Beara-Halbinsel

Die Beara-Halbinsel im Süden Irlands gehört noch zu den Geheimtipps unter Wanderern. Wer genügend Zeit mitbringt, sollte unbedingt einen Abstecher auf die Bere Islands und die Dursey Inseln machen.

i) Mildes Golfstromklima und ursprüngliche Landschaft

Wer sich jetzt fragt, warum die Landschaft auf der Beara Halbinsel so beeindruckend abwechslungsreich ist, der sei auf das milde Golfstromklima verwiesen. Dieses sorgt dafür, dass es nie richtig Winter wird, womit auch mediterrane Pflanzen hier perfekt gedeihen. Auch Robben sind am Strand zu finden, die das milde Klima genießen.

Es gibt die Möglichkeit zu einfachen Wanderungen wie dem Aufstieg zum Lady Bantry’s Lookout. Für die Mühen wird man in jedem Fall belohnt, denn vom Gipfel kann die atemberaubende Aussicht auf ganz West Cork genossen werden.

ii) The Beara-Way

Die Beara Tourismus und Development Association schuf in den 90er Jahren den Beara Way, um den Tourismus zu fördern. Je nach Streckenführung ist der Rundweg zwischen 196 und 220 Kilometer lang und bietet für die Wanderer viele unterschiedliche Ansprüche. Wer hier alles Gebotene erleben möchte, sollte für seine Route mindestens 10 Tage einplanen.

Start und Ziel des Weges ist Glengarriff, am nördlichen Ende der Bantry Bay gelegen. Ein kurzer Abstecher bringt den Wanderer zur ältesten Eiche Irlands die im 300 Hektar großen Glengarriff Forest steht. Die erste Etappe ist 16 Kilometer lang und führt nach Adrigole, wo man einen herrlichen Ausblick auf die Küste hat und bei genügend Energiereserven den 687 Meter hohen Hungry Hill besteigen kann. Auch die nächste Etappe, die über 20 Kilometer führt, hat es in sich und führt nach Castletown bzw. Castletownbere, das für den zweitsichersten Hafen der Welt bekannt ist. Weiter geht’s nach Tuosists, wo glasklare Seen zum Angeln einladen, bevor man sich auf der nördlichen Seite der Halbinsel auf den Rückweg des Rundweges macht.

iii) Für Autofahrer: der Ring of Beara

Besonders beeindruckend ist der Ring of Beara, eine Panoramaküstenstraße, die von Kenmare nach Glengarriff über 138 Kilometer führt. Sie zeigt einige der unberührtesten Winkel im Südwesten der Insel. Man kann einmal um die gesamten Caha Mountains fahren oder die engen Serpentinen des atemberaubenden Healy Pass nehmen.

d) Dingle-Halbinsel

Die Dingle-Halbinsel hat vor allem historisch betrachtet viel zu bieten, denn gerade im Westteil lassen sich viele vor- und frühgeschichtliche Denkmäler entdecken. Neben dem Ring of Kerry stellt sie außerdem den touristischen Hauptanziehungspunkt im Südwesten von Irland dar und ist geprägt von einer felsigen, urigen Landschaft.

Die Dingle-Halbinsel hat vor allem historisch betrachtet viel zu bieten
Die Dingle-Halbinsel hat vor allem historisch betrachtet viel zu bieten

i) Traditionsbewusst und kulturell

Wer auf seiner Wandertour durch Irland auf besonders sehenswerte Plätze Wert legt, der sollte sich die Dingle Halbinsel genauer ansehen. Der Küstenabstrich ist nahezu atemberaubend, wobei das Dorf mit gleichlautendem Namen an Urigkeit nichts verloren hat. Auch das Dörfchen Ballyferriter lohnt einen Abstecher, vor allem wenn man ihn mit einem Spaziergang am Strand Beál Bán verbindet. Wer hier die Aussicht genießt, weiß, warum dieser Ort als Geheimtipp gehandelt wird. Abschließend während einer Runde um die Dingle Halbinsel sollte man die Cloghar Cliffs besuchen und dort in jedem Fall eine Kamera dabei haben. Selbst an bewölkten Tagen zaubern die Farb- und Lichtverhältnisse einmalige Eindrücke hervor.

ii) The Dingle Way

Der Dingle Way oder auch Sli Chorca Dhuibhne genannt, ist ein 179 Kilometer langer Wanderweg, der individuell je nach Verfassung des Wanderers verlängert oder verkürzt begangen werden kann. Die Route ist als Rundweg angelegt, wobei der Start- und Zielort Tralee, die größte Stadt im Co. Kerry ist. Im August findet hier die berühmte Wahl zur Rose of Tralee statt, weshalb Touristen, die während dieses Monats den Dingle Way begehen möchten, sich rechtzeitig um Quartier und Guide kümmern sollten.

Die Route beginnt auf einem ehemaligen Treidelpfad entlang des alten Schifffahrtskanals durch Tralee und führt nach Blennerville mit einer prachtvollen weißen Windmühle. Hier geht’s in Richtung Südwesten nach Camp. Zu empfehlen ist, dass die Halbinsel im Uhrzeigersinn entlang der Slieve Mish Mountains umrundet wird. In Inch ist die perfekte Option, um eine Pause am Sandstrand zu machen.

Anschließend führt der Weg ins Landesinnere auf asphaltierten Feldwegen und zwar über Lispole zur südlichen Küste und zum Namensgeber der Halbinsel, Dingle Town. Rund 14 Kilometer später erreicht man den westlichsten Ort Irlands und zwar Dunquin, der an der Slea Head Road liegt. Lohnenswert ist hier ein Blick auf die atemberaubende Panoramalandschaft und die mehr als 4000 Jahre alten Bienenkorbhütten.

Giant’s Causeway
Giant’s Causeway

e) Antrim-Coast

Die Grafschaft Antrim liegt an der Küste der Irischen See und befindet sich im Nordosten Irlands. Bekannt ist die Region vor allem aufgrund ihrer außergewöhnlichen Steinformationen.

i) Dramatische Küstenlandschaft
In kaum einer anderen Region zeigen sich die Naturgewalten in so beeindruckender Weise wie entlang der sogenannten Antrim Coast. Wild zerklüftete Felsen wechseln sich mit herrlichen langen Sandstränden und versteckten Buchten ab, die zum Sonnenbaden und Verweilen einladen. Andererseits lohnt es sich, die hoch aufragenden Klippen zu erklimmen, von wo aus man einen herrlichen Rundumblick über die gesamte Gegend genießt.

ii) Viele Sehenswürdigkeiten entlang des Weges
Entlang der Antrim Coast befindet sich auch eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der grünen Insel. Die Rede ist von der Giant’s Causeway, deren geometrisch geformte Basaltsäulen ebenso beeindrucken wie die stürmischen Wellen. Trotzdem befindet sich in unmittelbarer Nähe, nämlich nur 30 Kilometer westlich, der Benone Strand, der ebenfalls durchaus bekannt ist.

Der Giant’s Causeway gehört zum Unesco-Weltkulturerbe und ist auch laut TripAdvisor eine der zehn beeindruckensten Landschaften der Welt. Sie ist Ausgangspunkt und gleichzeitig Territorium für ziemlich abwechslungsreiche Wanderwege, wobei einfache, mittelschwere und anspruchsvolle Routen zur Verfügung stehen. Wer sich die Mühe macht, die Klippen zu erklimmen, wird mit einem Ausblick bis zu

• der schottischen Insel Islay
• den Kreideklippen von Rathlin Island
• dem Mull of Kintyre an der Spitze der Kintyre Halbinsel in Schottland

belohnt.

f) Sonstige Wander- und Trekkinghighlights

Auch abseits der genannten Landschaften gibt es herrliche Wandergebiete und Wanderrouten. Diese sind für alle Altersgruppen und Trainierte, aber auch Untrainierte gut geeignet. Vor allem aber für Interessierte und Begeisterte von urtümlicher Landschaft und beeindruckender Natur.


Tipps für die Wanderzeit

i) Wild Atlantic Way

Wandern in Irland bietet vor allem entlang dem Wild Atlantic Way eine beeindruckende Entdeckungsreise, die vom sanften Süden in den rauen Norden der Insel führt. Wer hier entlang unterwegs ist, taucht ein in die kulturelle und naturgeschichtliche Entwicklung des Landes, wobei sehenswerte Orte wie

• die Inseln Achill Island
• Inis Mór
• Connemara
• das Burrengebiet
• der Ring of Kerry
• Slieve Leagues

zu spannenden Abstechern einladen. Ausgehend vom Örtchen Bantry Bay können die einzelnen Abschnitte in Angriff genommen werden, wobei man je nach konditioneller Verfassung auch einmal einen Tag pausieren kann. Wie sich der Wild Atlantic Way am besten bereisen lässt, kann auf der offiziellen Website von Irland detailliert nachgeschlagen werden.

ii) Der Carrauntoohill – Irlands höchster Berg

Auf den Kerry-Halbinseln sind die schönsten, aber auch gleichzeitig höchsten Berge Irlands zu sehen. Der Carrauntoohill ist mit 1039 Metern Höhe einer der drei Gipfel, die höher als 1000 Meter sind. Wer ihn zu Fuß erklimmen möchte, der sollte den Aufstieg vom Cronin’s Yard über die Devils Ladder nehmen oder aber Geröll und lockere Felsbrocken vermeiden und eher O’Sheas Gully bzw. das sehr sichere Zig Zags wählen. Dafür wird er mit phantastischer Aussicht über die gesamte MacGillycuddys und weit über die Insel belohnt.

iii) The Shannon – Irlands längster Fluss

Der Shannon ist mit knapp 370 Kilometer der längste Fluss in Irland und entspringt in der Grafschaft Cavan, bevor er sich quer durch Irland zum Atlantik schlängelt. Der Kanal Shannon-Erne-Waterway verbindet den Fluss mit der herrlichen Seenlandschaft des Lough Erne. Prächtige Klöster wie das Kloster Clonmacnoise aus dem 6. Jahrhundert bilden eine der vielen Attraktionen, die es in der Region zu sehen gibt.

Für Wanderfreunde bietet sich die Erkundung der Landschaft entlang des Lough Ree Trail an, der in der Stadt Athlone seinen Ausgang nimmt.

Bild 1: 77740039 – Irlands Küste © pure-life-pictures , Fotolia.com
Bild 2: 83715047 – Rosa Rhododendron Blüten in voller Pracht © Kolja Singrün , Fotolia.com
Bild 3: 97712512 – Wollgras im Moor © Alexander von Düren , Fotolia.com
Bild 4: Piktochart-Grafik
Bild 5: 95149153 – Pine Island, Connemara National Park, Ireland © klauskreckler , Fotolia.com
Bild 6: Piktochart-Grafik
Bild 7: 35007931 – Cliffs Of Moher in a Sunny Day © luca fabbian , Fotolia.com
Bild 8: 53515161 – Irish landscape at sunset in Beara © captblack76 , Fotolia.com
Bild 9: 84036888 – Cliffs on Dingle Peninsula © Tiramisu Studio , Fotolia.com
Bild 10: 73672286 – Sunset at Giant s causeway © aitormmfoto , Fotolia.com
Bild 11: Piktochart-Grafik

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Der Beara Way führt durch die Beara Peninsula Halbinsel

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Der 114km lange Burren Way führt den Wanderer neben dem Burren auch zu den Cliffs of Moher, durch die Stadt Doolin, sowie am Poulnaborne Dolmen und der Aillwee Cave vorbei.

Dingle Way

Der Dingle Way bietet Abwechslung: Sandstrände, Berge, Seen, Wasserfälle, Wiesen und sogar Klippenwege findet man auf dem 179km landen Wanderweg im County Kerry.

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