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Sligo und der Norden von Irland

Die Gegend um Sligo schien uns als Basis zur Erkundung des irischen Nordens sehr geeignet und so stießen wir auf der Suche nach einer Ferienwohnung auf das Ardtarmon Castle in Ballinfull. Doch zunächst zur Anreise ...

Inishowen Head, Irland
Inishowen Head, Irland

Anreise & Dublin
Flug mit Ryanair

Wie schon 2007 kamen wir im Jahre 2009 mit Ryanair nach Irland und zahlten für die Flüge (hin- und zurück) von Frankfurt-Hahn nach Dublin für zwei Personen, einschließlich dem Premium-Einstieg (Priority Boarding), 162,40 Euro. Frankfurt-Hahn ist ein übersichtlicher und gemütlicher Flugplatz, der vermutlich auf den Karten der Al-Kaida nicht verzeichnet ist. Zumindest fühlen wir uns hier sicherer als auf den großen deutschen Flughäfen. Unangenehm ist dennoch das Gedrängel beim Einstieg in den Flieger, die Priority Buchung (derzeit 5 Euro pro Person & Flug) nimmt den Stress heraus. Entgegen zu früheren Erfahrungen wurde die Zusatzbuchung dann auch vom Personal beachtet. Der Flughafen in Dublin hat schon eine ganz andere Dimension und erschien uns so groß wie der Flughafen München “Franz-Josef-Strauß”. Recht schnell fanden wir die Schalter der HERTZ-Autovermietung, die uns zur Haltestelle des Shuttlebusses schickten. Das Gelände mit den Mietwagen liegt zwischen den anderen Unternehmen ca. 2 km vom Terminal entfernt.

HERTZ-Mietwagen

Die vier Schaltermitarbeiter von HERTZ schienen leicht überfordert, die fahrige Übergabe der Fahrzeugunterlagen verursachte Fehler. So wurde statt dem avisierten Betrag für die Super Cover-Versicherung von 80 Euro 200 Euro berechnet, ferner eine nicht geforderte Reisegepäckversicherung (DBP) für 55 Euro abgebucht. Richtig ärgerlich war, dass wir den Fuel Service Charge für 9,50 Euro buchten (also das Fahrzeug mit leerem Tank zurückgeben, der dann zum günstigen Benzinpreis von 1,08 €/Liter vollgetankt wird), aber ein „Straf“-Literpreis von 1,65 €/Liter (insgesamt 99 €) berechnet bekamen. In der Hektik wurde dann schließlich ein Betrag von 409,49 € von der Kreditkarte gebucht. Wegen einer in das Büro einströmenden Masse von Leuten aus dem kommenden Shuttlebus konnte ich mir den Beleg nicht näher erläutern lassen, und bei der Fahrzeugrückgabe 1 ½ Wochen später waren Nachfragen überhaupt nicht möglich. Allerdings konnten die Umstände nach zwei E-Mails mit Anhängen der entsprechenden Belege recht schnell zu unseren Gunsten geklärt werden, die Firma HERTZ überwies rasch 248 €. Das war echt toll – Danke an den tollen Service durch das HERTZ-Team. So hatten wir für 161 € zehn Tage lang einen fast werksneuen Renault Clio.

Hotel Mount Herbert (seit 2011 unter dem neuen Namen: Sandymount Hotel Dublin)

Vom Flughafen ging die Fahrt im Linksverkehr quer durch Dublin zu unserem gebuchten Hotel. Als Sparbrötchen hatten wir auf das Navigationsgerät verzichtet und mussten uns mit einer dunklen Kopie des Innenstadtplanes der irischen Hauptstadt begnügen. Das war ein kleines Abenteuer. Wir blieben zwei Nächte für 144 € (nur Übernachtung ohne Frühstück) im Hotel Mount Herbert. Das Hotel liegt unweit einer Bahnstation, nach zwei Stationen ist man unmittelbar in der City. Das Auto steht in der Hotelanlage sicher und günstig. Selbst zu Fuß ist man innerhalb wenigen Minuten in der City. Infolge der Lage am Rande der Innenstadt war das Hotel sehr ruhig.
Zimmer in dem verzweigten Komplex waren schön groß und sauber – mit Wasserkocher und Tee/Kaffee. Das Frühstück entsprach dem irischen Standard und war daher nicht weiter bemerkenswert. Das Objekt ist für den Dublin-Reisenden für kurze Aufenthalte jedenfalls zu empfehlen – wir werden es beim nächsten Aufenthalt auch wieder wählen.

Die Stadt Dublin


In Dublin bewegten wir uns mit Bus & Bahn, alleine wegen des unübersichtlichen Fahrzeugverkehrs und den recht teuren Parkhäusern. Die Zugänge der (meist mit Personal besetzten) Bahnhöfen ist beschrankt, man fühlt sich hier sicher. Neben den vielen Sehenswürdigkeiten, wie Dublin Castle, Parlament Leinster House, Rathaus, Bank of Ireland etc., die nachts beleuchtet oft einen ganz eigenen Charme entwickeln, sind uns vier Highlights besonders berichtenswert:
Trinity College mit Old Library: Auf dem weitläufigen Universitätsgelände im Herzen von Dublin ist die Old Library das beeindruckendste Gebäude. Die Bibliothek beansprucht von jedem in Großbritannien und Irland gedruckten Buch ein Exemplar und umfasst derzeit neben 5000 Handschriften fast 3 Millionen gedruckte Bücher. Sehr beeindruckend ist die Ausstellung des Book of Kells, einem irischen Nationalheiligtum. Vom Erdgeschoss kommt man zum 60 Meter langen Long Room mit einer ehrwürdigen Sammlung von Schriften, dazu den beiden ältesten irischen Harfen. Fotografieren verboten, leider. Dafür kann man in dem Visitor-Center allerhand Souvenirs erwerben (so auch ein schönes Poster von Long Hall für 9 €).
Stephen’s Green Shopping Centre: Unmittelbar am neun Hektar großen St. Stephen’s-Park, der 1880 von dem Bierbrauer Arthur Guinness bezahlt wurde, liegt eine sehr schöne Shoppingmall, die sich lichtdurchflutet hinter einer verschnörkelten viktorianischen Fassade verbirgt. Alleine zum Durchbummeln wirklich ein Besuch wert!
Guinness-Brauerei: An der James Street, gut mit einem der zahllosen Doppeldeckerbusse zu erreichen, liegt das ewig große Gelände der St James’s Gate Brewery, in der 60 % des in Irland getrunkenen Bieres gebraut wird. Auf der Rückseite des Anwesens gelangt man in das Guinness Storehouse, dem Brauerei Museum. Das Objekt stellt auf sieben Etagen, dessen Mitte ein überdimensionales Guinness-Glas darstellt, den Produktionsprozess und die Geschichte des Unternehmens dar. Angeblich wird das Museum im Jahr von vier Millionen Menschen besucht, denen wird das Gebäude gerecht. In dem 360 Grad Panoramabereich im obersten Stock bekommt man ein kostenloses Pint of Guinness, das zumindest einen Teil der 15 € Eintritt pro Person rechtfertigt. Im Erdgeschoss gibt es einen Store in der Größe eines Supermarktes, in dem alle nur erdenklichen Guinness-Artikel (vom Flaschenöffner bis zur Mütze) zu ortsüblichen Preisen (Guinness-T-Shirt, gute Qualität: 15 €) erstanden werden können. Insgesamt: Der Besuch war super – ein Muss jedes Dublin-Aufenthaltes.

Dublin, Irland
Dublin, Irland

Temple Bar: Zwischen den Ufern des Liffey in der stark befahrenen Dame Street liegt das Kneipen- und Künsterviertel Temple Bar. Hier geht es abends wirklich ab: Etliche Gruppen von gleichartig gekleideten Mädchen verschiedenen Alters ziehen durch die Kneipen, in denen oft Livemusik zum Pint of Guinness (regelmäßig 5,00 €) gespielt wird. Wir hatten den Eindruck, dass hier sich die Männer vor den wilden Mädels fürchten müssen. In den Restaurants in den oberen Stockwerken der rund 200 Jahre alten Häuser kann man sich an den Lockangeboten der hübschen Schlepperinnen, die vor den Gasthäusern auf den Kopfsteinplastern die Gäste locken, günstig statt essen. Da gibt es schon einmal eine große Portion Fish&Chips für 10 €. Je später der Abend, um so mehr Musiker erscheinen in den Straßen, die dort alleine, zu zweit oder als Bands die Stadt erklingen lassen und so manchen Passanten zu einem spontanen Tänzchen ermuntern. Hier finden wir auch Souvenirläden, die bis spätnachts geöffnet haben. Wir kauften wunderbar stabile Hoodies für 19,95 €/Stück und T-Shirts für 9,95 €/Stück.

Strandhill, Irland
Strandhill, Irland

Sligo & Umland

Fahrt zum Schloss

Wir hatten die Ferienwohnung von Samstag zu Samstag gemietet und fuhren vom Hotel auf fast leeren Straßen morgens in Richtung Westen. Für die 225 km kann man getrost 3 ½ Stunden Fahrzeit einschließlich einer Kaffeepause unterwegs einrechnen. Ardtarmon Castle liegt herrlich hinter Palmen an der Atlantikküste. Jupiter Wolf hat auf ciao.de das Schloss in dem Artikel Céad Míle Fáilte! so ausführlich beschrieben, so dass ich hier nichts ergänzen kann und auch nicht weiter auf unsere Unterkunft eingehe. Es war jedenfalls toll. Wir hatten über irish-net.de gebucht und für eine Woche 487,00 € bezahlt. Das Voucher wurde uns von DERTOUR übersandt.

Ardtarmon Castle, Irland
Ardtarmon Castle, Irland

Sligo

Die Stadt Sligo ist das Oberzentrum der Region mit den entsprechenden Einkaufsmöglichkeiten in der Fußgängerzone und Supermärkten. Man sollte jedenfalls den Besuch mit Führung von Sligo Abbey nicht versäumen. Der Führer hat in einem klaren Englisch die Geschichte der Abtei und der Stadt umfassend dargestellt, dass selbst Leute mit knappen Sprachkenntnissen fast alles verstehen konnten. Gut acht Kilometer westlich von Sligo liegen der Flughafen Sligo und der Badeort Strandhill, der wegen seiner herrlichen Brandung etliche Surfer anzieht. Die Sandstrände von Rosses Point laden zu einer schönen ausgiebigen Wanderung ein.

Rosses Point, Irland
Rosses Point, Irland

Mit dem stetigen Blick auf die beeindruckenden Tafelberge Knocknarea und Ben Bulben kommt man zehn Kilometer nördlich von Sligo nach Drumcliff zu Yeat’s Grave. Das Restaurant Yeat’s Tavern gegenüber des Friedhofes ist empfehlenswert. Sehr freundliches Personal serviert hier beispielsweise Fresh Fillet of Salmon für 15,90 € oder Roast Stuffed Chicken für 14,90 €. Das gleiche Preisniveau erlebten wir (mehrfach) in dem urigen Ambiente des Restaurant Lang’s in Grange, dort war es auch sehr gut. Günstiger geht es im McDonalds in Sligo: Neun Chicken Nuggets für 5,00 €, Bigmac-Menu für 7,00 €, kleine Diät-Cola 1,80 €.

Ben Bulben, Irland
Ben Bulben, Irland

Weitere Ausflüge

Downpatrick Head, Killala, Moyne Abbey

Der Eintrittspreis zu der keltischen Anlage Céide Fileds, ca. 90 km westlich von Sligo, war uns zu hoch, so entdeckten wir unweit der Anlage Downpatrick Head. Ein wahnsinniges Naturschauspiel, herrliche Felsformationen. Das war Irland pur, wohl einer der schönsten Eindrücke dieses Urlaubs. Weiter ging es nach Killala, einer Stadt mit einem der typischen Rundtürme, der im Mittelalter als Fluchtturm diente. Die Anlage war abgeschlossen – wir wurden sofort von einer jungen netten Frau angesprochen, die einige Zeit in Frankfurt am Main gearbeitet hatte. Sie brachte ihren Säugling in Obhut und uns den Schlüssel, um den Rundturm aus nächster Nähe betrachten zu können. Sie gab auch den Anstoß, Moyne Abbey zu besuchen. Die Ruinen waren schwer zu finden und wir dankbar für den Hinweis, dass am Zugangstor vor dem Bullen gewarnt werde. Aber wir bräuchten keine Angst zu haben …. nun, die Rinderherde mit den Chefbullen, die die alte Abtei bewachte, war nicht sehr vertrauenswürdig und wir hielten den notwendigen Abstand.

Downpatrick Head, Irland
Downpatrick Head, Irland

Slieve League

Die 120 km vom Schloss zu Slieve League waren schon von der Fahrt her ein landschaftliches Erlebnis. Unterwegs kamen wir nach Killybegs, dem bedeutendsten Fischereihafen Irlands, der sich am Geruch von Fisch und Heizöl schon von Weitem ankündigte. Hier kann man hochseetüchtige Fischkutter bewundern. Über schöne schmale Straßen fährt man mit dem Auto über Teelin zu den neu angelegten Aussichtspunkten von Slieve League, mit über 600 Metern die höchsten Meeresklippen Europas. Gerade jetzt musste es stürmisch regnen, so dass wir keine Lust auf eine ausgedehnte Wanderung über den Old Man’s Path bekamen. Dennoch schmeckte hier, wie auch anderenorts in Irland, ein Gläschen Rotwein und die Schokokekse. Die Rückfahrt durch die Highlands zwischen Glencolumbkille, Ardara, Glenties und Mountcharles, u.a. über den Glengesh Pass, ist sehr zu empfehlen.

Malin Head, Irland
Malin Head, Irland

Malin Head

Es ist eine Manie von uns, überall an das Ende der Welt zu fahren. So mussten wir jedenfalls nach Malin Head zum nördlichsten Punkt des irischen Festlands reisen. Für die 176 km lange Stecke braucht man gut drei Stunden – eine Fahrzeit. Sehr schön sind die Küstenstraße von Grange in Richtung Nordort nach Ballyshannon und weiter die gut 30 km lange Stecke zwischen Donegal und Ballybofey durch die Blue Stack Mountains. Letterkenny ist die letzte große Stadt im Norden, in der auch sonntags die Supermärkte geöffnet sind. Phantastisch ist die Küstenstraße am Lough Foyle über Muff, Carrowkeel, dann weiter über Moville, Malin nach Ballyhillin. Und dort, durch weite Dünenfelder, kommt man auf die Felsen von Malin Head. Neben einem alten Wachturm der Admiralität, der bereits 1805 in Betrieb war, kann man die riesigen Buchstaben EIRE bestaunen, die im 2. Weltkriegs den gegnerischen Flugzeugen signalisieren sollte, dass sie neutrales Gebiet überfliegen. Hier fiel nur die Wurstbude am Parkplatz auf, deren extrem lauter Generator die Stille des Ortes störte. Zurück fuhren dann über Ballyliffin in Richtung Buncrana – über den Gap of Mamore. Es handelt sich um eine beeindruckende Passtraße mit bis zu 30 % Steigung und einer wunderschönen Aussicht zurück zur Küste.

Nordirland

Bei Bundoran ist die nordirische Grenze nur 6 km von der Westküste entfernt, von Sligo nach Enniskillen sind es gut 70 km. Der Ausflug war nicht gerade spannend. Man hat den Eindruck, dass man in Nordirland etwas ärmer lebt als in der Republik. Beachtlich sind die Sicherungen der Polizeidienststellen, wie in Belcoo, gleich nach der Grenze. Schöner war die Rückfahrt am Lower Lough Erne vorbei nach Ballyshannon. Tatsächlich herrscht ein großer Grenzverkehr zum Einkaufen von der Republik in das britische Nordirland. Insbesondere die alkoholischen Getränke sind in den britischen Geschäften deutlich billiger.
Fazit

Irland ist nicht wirklich günstig. Das weiß man. Dafür hat man in Irland die imposantesten Landschaftseindrücke Europas, insbesondere an den Küsten. Wir waren auch 2009 wieder im April in Irland und hatten großes Glück mit dem Wetter: sonnig und mild. Es gab nur einen Regentag.

Text und Fotos: Manfred Wohlfahrt

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