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Unser Irlandurlaub vom 22. bis 30. August 2014

Wir (Jana (51) und Julian (54)) buchten für unseren 10-tägigen Irlandurlaub einen Gabelflug von Köln nach Dublin und von Knock nach Köln. Von Dublin aus wollten wir den Südwesten Irlands erkunden.

Irland Reisebericht Jana & Julian
Irland Reisebericht Jana & Julian

Für Julian war es die erste, für mich die zweite Irlandreise, vor einigen Jahren war ich bereits mit einer irlandbegeisterten Freundin für einige Tage in Dublin. Insbesondere in Erinnerung geblieben ist mir von meinem damaligen Besuch Howth, ein kleiner Ort in einer nahezu mythisch schönen Küstengegend nahe bei Dublin. Da ich Julian schon oft von der damals erfahrenen irischen Freundlichkeit vorgeschwärmt hatte, war meine Enttäuschung bei unserer Ankunft im Dubliner Flughafen nicht gering, als die beiden Personen hinter dem Tresen der Busauskunft im Flughafengebäude ziemlich unfreundlich waren. Vom Flughafen aus nahmen wir den Bustransfer in die Stadt. Unsere Unterkunft für unsere erste Nacht hatten wir bereits in Deutschland gebucht, es war das Generator–Hostel, dieses war uns von unserem heimischen Reisebüro empfohlen worden, es sei zwar eher ein Domizil für jüngere Reisende, aber unserem Aussehen nach würden wir da auch noch reinpassen.

Im Hostel waren wir umgeben von einem angenehmen Ambiente und fühlten uns tatsächlich nicht fehl am Platze, insbesondere da wir unter den vielen jungen Leuten auch noch vereinzelt weitere Spezies unserer Generation sichteten. Nach dem Einchecken ließen wir uns durch Dublin treiben und genossen das Flair der Stadt. Unser Highlight war das Konzert einer Straßenband namens Mutefish, welche die irische Musik mit traditionellen und modernen Instrumenten hinreißend gut im irischen Regen darbot.

Da wir am nächsten Tag auf der anderen Seite Dublins unseren Mietwagen abholen wollten, nahmen wir auf Empfehlung einer Hostel-Mitarbeiterin für diese Strecke ein Taxi. Und hier war er endlich! Unser erster richtig freundlicher Ire. Es war unser Taxifahrer Thomas. Während der Fahrt erzählte er lebhaft von seiner Enkeltochter, seiner Lebensgeschichte und von dem Autofahren in Dublin. Er sagte, das sei gar nicht so schlimm mit dem Fahren auf der linken Seite, er sei auch schon in Deutschland gefahren, nach „five minutes“ sei alles „ganz easy…..“ Dennoch war mir gar nicht gut angesichts der für mich seitenverkehrten Anordnung von Fahrersitz und Gangschaltung und dem uns auf der „falschen“ Seite entgegenkommenden Verkehr, stand doch in unserem Reiseführer, dass man anfangs möglichst das eigenständige Autofahren in Dublin vermeiden solle. Ich bemerkte ebenso, dass mein „Kann-ich-nicht-Verhalten“, mit welchem ich Julian manchmal dazu brachte, meine Autoreifen zu wechseln, nichts bringen würde, denn mein Freund spiegelte mir bereits nonverbal, dass er nicht fahren würde. Kurzerhand entschloss ich mich, es nicht auf eine Diskussion und anschließendes Münzenwerfen ankommen zu lassen. Das Abenteuer links fahren konnte beginnen! Nachdem wir (Julian sagte mir, was das Navi sagte und ich übertrug auf das Auto, was Julian und das Navi sagten) nicht gerade elegant durch Dublins Straßen kurvten und in Kreisverkehren des Öfteren angehupt wurden, schafften wir es schließlich auf die Autobahn. Hier hatte ich endlich Gelegenheit, mich an das Auto zu gewöhnen.

Irland Reisebericht Jana & Julian
Irland Reisebericht Jana & Julian

Wir hatten für unseren zweiten Tag Youghal als Ziel erkoren und nahmen den Weg dorthin über Waterford. Als wir ankamen, freuten wir uns auf ein B&B und ein gutes Essen. Doch zu unserem Leidwesen stellte sich heraus, dass aufgrund eines Festivals im ganzen Ort kein B&B mehr zu bekommen war. Enttäuscht gingen wir in ein Café, studierten dort unsere Reisekarte und fuhren anschließend etwas resigniert weiter bis nach Ballycotton, um hier unser Glück zu versuchen. In dieser Küstengegend schienen sich Fuchs und Hase gute Nacht zu sagen. Mittlerweile wurde es Abend, daher waren wir erleichtert, als an der Straße endlich ein B&B-Schild auftauchte. Doch leider war auch hier alles ausgebucht. Da wir am nächsten Tag gern noch nach Youghal wollten, wägten wir bereits innerlich die Vor-und Nachteile eines äußerst unbequemen Sitzschlafes im Auto ab. Doch die B&B-Inhaberin war sehr nett und führte, ohne dass wir sie darum gebeten hatten, einige Telefonate für uns, doch leider ohne Erfolg. Dankbar für ihren Einsatz verabschiedeten wir uns herzlich und fuhren die enge Einfahrt umständlich heraus, als die freundliche Irin uns noch einmal zurückwinkte. Sie hatte etwas gefunden! Allerdings sollte die Unterkunft 100,- Euro kosten, war aber dafür direkt in Youghal. Wir nahmen das Angebot natürlich sofort an.

Mit einer Handynummer in der Hand fuhren wir einige Minuten später die kleine kurvenreiche Straße zurück nach Youghal. Die freundliche Irin, welche uns hier an der Durchfahrtsstraße in Empfang nahm, fuhr mit uns im Wagen mit. Während der Fahrt schien sie leicht nervös und sagte mir immer, worauf ich beim Fahren achten solle. Wir vermuteten später, dass ihr die Vermieterin aus Ballycotton mitgeteilt hatte, dass wir dort bei unserer Ausfahrt nur knapp einem Zusammenstoß mit einem Bulli entgangen waren. Ob es in Irland Witze über die ständig herrschende Gefahr von rechtsfahrenden Touristen gibt?

Kate, unsere Vermieterin, führte uns in einem Haus auf dicken weichen Teppichstufen vier kleine Stockwerke hoch und öffnete eine Wohnungstür. Wir folgten ihr hinein und bekamen Schnappatmung! Hier standen wir in einem Luxusappartement mit zwei Bädern, zwei Schlafzimmern, einer Küche voller Lebensmittel und einer Rundterrasse mit Blick auf den Hafen von Youghal. Katie freute sich über unsere Begeisterung und nachdem sie gegangen war, sprangen wir noch über einen längeren Zeitraum fassungslos quiekend in der Wohnung herum. Welch’ Fügung! Welches Glück! Wäre die Ausfahrt in Ballycotton nicht so eng gewesen, hätte uns die Botschaft von der traumhaft schönen Unterkunft wohl nicht in letzter Minute erreicht und wir befänden uns jetzt höchst wahrscheinlich in äußerst unbequemer Sitzschlafhaltung….

Für den kommenden Tag war Dauerregen angesagt. Die Aussicht auf einen verregneten Sonntag in einem Penthouse mit Hafenblick erschien uns mehr als attraktiv und wir entschieden uns für eine weitere Übernachtung. Da auch das Festival im Ort am Sonntag aufgrund des Wetters verschoben wurde, liefen wir mit Regenschirmen versehen ein wenig durch den Ort, besichtigten das Castle und gingen im dankenswerterweise geöffneten Supermarkt einkaufen. Wir waren froh darüber, dass wir noch geblieben waren, denn Youghal entpuppte sich als ein sehr charmanter Fischerort mit einem unaufdringlichen Tourismus. Vor unserer Abfahrt am anderen Morgen überredete ich Julian noch zum Kauf einer Regenhose, da ich mich bei Wanderungen nicht von seiner unpassenden Kleidung abhängig machen wollte. Also gingen wir in ein uns adäquat erscheinendes Geschäft. Hier lachte uns die Verkäuferin auf unsere Frage hin laut schallend aus, nein, Regenhosen hätten sie nicht im Sortiment, denn wer wolle in Irland schon Regen…! Sympathische irische Logik. Immerhin gab es so dicke Anzüge für Fischer, aber dazu ließ sich mein Freund nicht überreden.

Wegen des andauernden Regens entschieden wir uns, eine etwas weitere Strecke im Auto zurückzulegen. An dieser Stelle ist einzufügen, dass wir in den 10 Tagen unseres Aufenthalts viel Regen hatten, in der Woche vorher war schönes Wetter, in der Woche nach unserer Abreise auch.

Unser Tagesziel heute war die die Insel Dursey, welche vom Festland aus mit einer kleinen Seilbahn (Cable Car) erreichbar ist. Unser B&B hier war in sehr schöner Küstenlandschaft und lag nahe an der Cable Car-Station. Wir kamen spätnachmittags an und waren froh, dass der Wetterbericht für den morgigen Tag unserer Wanderung schönes Wetter vorhersagte. Die Inhaberfamilie unseres B&B war sehr herzlich und wir durften uns kurz vor dem Schlafengehen noch einmal anziehen und spontan als Kameraleute und Statisten für eine Facebook-Aktion der Tochter herhalten.

Die Überfahrt in der Cable Car nach Dursey Island war spannend. Es passen sechs Personen oder eine Kuh oder zwei bis drei Schafe in die an Drahtseilen schaukelnde Kabine. Auf der Insel schließlich wanderten wir endlich einmal bei Sonnenschein, begleitet von vielen Schafen, deren Exkrementen und einem herrlichen Blick auf die See.

Irland Reisebericht Jana & Julian
Irland Reisebericht Jana & Julian

Für den Tag darauf war wiederum Regen angesagt, daher sind wir direkt im Anschluss an unsere Wanderung noch weitergefahren, bei schönerem Wetter hätten wir jedoch noch gern Gegend um das B&B herum erkundet. Während der Fahrt auf der Küstenstraße von Dursey nach Kenmare erschien uns die Landschaft sehr geeignet als Drehort für einen Film auf dem Mond oder auf einem fremden Planeten. Wir entschlossen uns für eine Übernachtung in Kenmare und landeten bei einem charmanten älteren Iren in einem Haus mit Blümchentapeten und altmodischer Einrichtung. Er hieß uns mit Kaffee und Keksen willkommen und erzählte uns in der offenen irischen Art von seinen neun Enkeln und von seinem Training mit Jugendmannschaften. Hier sahen wir auch zum ersten Mal im Fernsehen Gaelic Football. Wir waren beeindruckt von dem Spiel, dessen Regeln wir natürlich nicht verstanden. Aber alles sah sehr fair und ästhetisch aus, irgendwie wie eine leichtfüßige Mischung aus Basketball und Fußball.

Da wir bei unserer Durchfahrt im Ort einige touristische Läden gesehen hatten, gingen wir später noch einkaufen. Auch hier fiel uns auf, dass die Iren und Irinnen in den Geschäften mit den Touristen immer gern in ein freundliches und interessiertes Gespräch kamen.

Am nächsten Morgen setzten wir unsere Fahrt in Richtung Doolin fort. Hier war der Inhaber unseres B&B ein Mensch mit einem polternden und humorvollen Wesen. Im Frühstücksraum hingen sehr viele Wimpel von Fußballmannschaften, darunter gab es auch viele deutsche. Unser irischer Wirt bezeichnete sich selbst als großer Kaiserslautern-Fan. Abends gingen wir aus, um im McGann’s Pub Livemusik zu hören. Mehrere örtliche Musiker/innen saßen um einen Tisch und spielten wunderschön und professionell die traditionellen irischen Weisen. Höhepunkt der Performance war die Darbietung eines wie ein Fischer aussehenden einbeinigen älteren Mannes, der mit sehr schöner und kräftiger Stimme einige Folksongs sang. Neben uns im Publikum standen zwei junge Frauen, eine davon setzte sich nach anfänglichem Zögern zu den Musikern/innen auf die Bank und sang nach kurzer Absprache mit ihnen einen Coversong. Den Gesang dieser jungen Frau fand ich so beeindruckend, dass ich sie später ansprach. Sie war Italienerin und Freundin der ortsansässigen Harfenistin Tina. Die Frau in ihrer Begleitung war Tina. Serena, die Italienerin, erzählte mir, dass sie gerade in Italien ihre erste eigene CD aufgenommen habe und ich kaufte ihr spontan eine ab. Für den Rest unserer Reise hatten wir im Auto wunderschöne Reisemusik von Serena Costa. Wir kamen mit den beiden Frauen ins Gespräch. Serena und Tina luden uns ein, am nächsten Tag zu den nahe gelegenen Cliffs of Moher zu kommen, da Tina dort bei gutem Wetter Harfe spielen würde. Doch auch wenn ich persönlich die beiden gern noch einmal getroffen hätte, entschieden wir uns auf Julians Vorschlag hin anderntags zu einer Fährfahrt zu den Cliffs, da wir gern während unseres Urlaubs einmal auf dem Meer sein wollten. Beim Kauf der Fahrkarten in der Touristen-Information teilte man uns mit, dass diese heute 5,- Euro günstiger seien wegen „rough sea“.

Am Anleger mussten wir längere Zeit warten. Als die Fähre endlich da war, ankerte sie in einiger Entfernung vor dem Ufer. Erstaunt beobachteten wir, dass kleinere Boote zu Wasser gebracht wurden. Noch erstaunter waren wir, als wir, die wartenden Touristen, aufgefordert wurden, die Treppe des Anlegers hinabzusteigen und mit Schwimmwesten versehen auf den bereits nassfeuchten Sitzgelegenheiten in den Booten Platz zu nehmen. So verpackt brachte man uns durch einen stärker werdenden Wellengang zum wartenden Schiff. Der ziemlich abenteuerliche Umstieg vom Boot auf die Fähre setzte bei uns auf jeden Fall eine gewisse Sportlichkeit sowie das Vertrauen in eine ausreichend vorhandene Muskelkraft unserer sympathischen Fährleute voraus. Diese machten auf jeden Fall auf uns den Eindruck, ihr Handwerk zu verstehen. Und das konnten wir auch gut gebrauchen, nachdem wir kurz vor unserer Abfahrt beobachtet hatten, dass der nette Ire, welcher uns in der Touristeninformation die Fahrkarten verkauft hatte, auch am Anleger war und mehrere Telefonate mit der wartenden Fähre führte und anschließend zu uns sagte: „Noch können Sie Ihre Fahrkarten zurückgeben“. Er schien dabei nicht zu bemerken, dass nur wir in der ersten Reihe seine Worte hören konnten und irgendwie wollten wir jetzt nach der langen Wartezeit unsere Fahrkarten auch nicht mehr zurückgeben.

Auf der Fähre saßen wir an Deck unter freiem Himmel. Ich bereute es mittlerweile, keine wetterfeste Kleidung zu tragen, denn es bewölkte sich jetzt zunehmend. Um unsere Überfahrt zu den Cliffs of Moher am treffendsten zu beschreiben, stelle man sich am besten einen Rodeo-Ritt auf einem (kleinen) Schiff vor, hier waren wir quasi die Cowboys und das Schiff das Pferd. Es ging rauf unter runter, rechts und links, rauf und rechts, links und runter und irgendwo wieder rauf usw. Die stehenden Touristen an der Reling waren erst kreischend am Lachen, verstummten dann aber zunehmend. Zweimal bekamen wir von der Seite eine Welle ab und man konnte unseren Zustand jetzt als nass bezeichnen. Ich klammerte mich sehr an die dünne und wacklige Lehne des Sitzes vor mir und starrte auf den Boden, um mein Gesicht so vor dem Wasser und dem Wind zu schützen. Mein Trost war, dass, wenn ich schon heute eventuell mein Leben lassen würde, es doch wenigstens in Irland und in Begleitung meines Liebsten wäre. Zu unserem nicht geringen Vorteil an Deck gehörte jedoch, dass wir einen direkten Blick auf den jungen Kapitän in der offenen Steuerkabine hatten. Dieser stand wie angewachsen mit seinen Füßen auf dem Boden und steuerte souverän seine Fähre gegen die Gewalt der Natur. Uns beiden Landeiern ein Rätsel …. eigentlich war er der Cowboy. Nach dieser gefühlt unendlich langen Fahrt erreichten wir schließlich unser Ziel und schaukelten vor den Cliffs auf den Wellen. Als sei nichts gewesen, vernahmen wir nun die touristische Lautsprecheransage. Und um uns herum hoben tatsächlich einige Touristen ihre Kameras und filmten, darunter auch Julian. Mir ein Rätsel…

Die Rückfahrt war entgegen der Hinfahrt fast entspannt, da wir nun nicht mehr gegen die Wellen steuerten und Julian und ich auch aufgrund der Nässe nach unten gegangen waren. Die netten Bootsleute, welche uns bei unserer Rückkehr wieder von der Fähre abholten, grinsten vielsagend, als ich an der Treppe beim Anleger ehrlich gemeint zu ihnen sagte: „Thank you for saving our lifes“. In einem Café erholten wir uns später mit einigen anderen Passagieren von dem Erlebnis und tauschten uns nachhaltig darüber aus. Im Nachhinein freue ich mich natürlich, dass ausgerechnet wir an diesem einen Tag (wir erfuhren noch im Café, dass die Fähren für den nächsten Tag wegen des Wetters bereits abgesagt waren) diese abenteuerliche Bootstour erleben durften. Denn waren wir nicht in der Hoffnung auf unvorhersehbare Abenteuer nach Irland gekommen?

Wir fuhren abends weiter über eine schöne Küstenstrecke in nördliche Richtung und übernachteten in Kinvara, einem kleinen Ort mit vielen bunten Häusern. Hier hatten wir ein sehr schön ausgestattetes B&B, dessen sympathische Inhaberin uns viel über ihr Leben und ihre Erlebnisse mit ihren internationalen Gästen erzählte. Nach unserer Ankunft gingen wir in einen Pub, leider an diesem Abend ohne Live-Musik, aber wir durften einen ortsansässigen Iren kennenlernen, der etwas zeitverzögert sprach. Während des Gesprächs antwortete er auf einige unserer Fragen sofort, auf einige jedoch erst nach mehreren Minuten, dann aber – nach längerem vorhergehenden Schweigen – völlig unvermittelt. Wir amüsierten uns und fühlten uns wie in einem Loriot-Sketch. Als wir uns verabschiedeten, bekam ich von dem kuriosen Herrn noch völlig unvermittelt einen schmatzenden Handkuss verpasst.

Irland Reisebericht Jana & Julian
Irland Reisebericht Jana & Julian

Unsere nächste Station war Galway. Hier in der Fußgängerzone sahen wir einen unglaublich virtuosen jungen Gitarristen, der uns an Rory Gallagher erinnerte, und weitere beeindruckende Straßenkünstler/innen. In der Stadt erledigten wir unsere restlichen Einkäufe. Auch hier fiel uns die Freundlichkeit der Iren und Irinnen in den Läden auf. Wir haben uns darüber unterhalten, es lag wohl daran, dass wir es (aus unserer Gegend) in Deutschland gewohnt waren, in sehr vielen Geschäften und Dienstleistungsbetrieben „angepampt“ zu werden.

Am Tag vor unserem Abflug fuhren wir weiter nach Knock. Hier soll es im Jahre 1879 eine Marienerscheinung gegeben haben. Laut Wikipedia hat der Wallfahrtsort jährlich an die 1,5 Millionen Besucher. Dennoch empfanden wir das Ortsbild als angenehm ruhig und stöberten in den vielen Läden mit Heiligenfiguren und besuchten das kleine Museum, bevor wir für unsere letzte Übernachtung in Irland in das nahe gelegene Charlestown weiterfuhren.

Irland Reisebericht Jana & Julian
Irland Reisebericht Jana & Julian

Zum Abschluss unseres Urlaubs gab es am Flughafen noch ein abrundendes irisches Erlebnis. Nach dem Einchecken durch eine junge und freundliche (was sonst?) Irin am Flughafen Knock standen Julian und ich mit vier weiteren Fluggästen vor einer völlig perplexen Stewardess unserer deutschen Fluglinie: „Sitzreihe 13 gibt es hier nicht….“ Doch die Sitzreihe 13 mit den dazugehörigen Sitznummern stand auf unseren Bordkarten. Netterweise war man nicht abergläubisch und nahm uns mit.

Abschließend können wir sagen, dass wir aus Irland die Herzlichkeit der Iren und Irinnen mitgenommen haben. Wir haben diese echte, nicht geschulte, nicht aufgesetzte, nicht ungewollte Freundlichkeit während unserer Reise in vollen Zügen genossen. Ich habe in Irland einen mir lieben Ring verloren, ein Ire sagte: „Das bedeutet, dass man wiederkommt.“

Das einzige, was wir aufgrund des regnerischen Wetters etwas vermisst haben, waren ausgiebige Wanderungen oder stundenlanges Relaxen irgendwo in der Natur. Dennoch passte letztendlich die Zeit von Fahren und Erleben während unseres Urlaubs gut zusammen.

Weitere Fotos bei Youtube unter:
„Yane Mill“
(„Dursey Island“ und „Ireland 2014“)

Text und Fotos: Jana Müller

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