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Der Nordirlandkonflikt

Vor allem in den sechziger Jahren gab es viel rund um den Nordirlandkonflikt zu berichten. Blutige Auseinandersetzungen zwischen Protestanten und Katholiken, Anschläge, Terror auf offener Straße und das bis ins neue Jahrtausend hinein – manch einer weiß schon gar nicht mehr, wo die Ursachen dafür liegen.

Bereits im 12. Jahrhundert kamen englische Schiffe in Irland an, England besetzte Irland trotz aller Widerstände. Unter Heinrich VIII. kam Irland unter die englische Krone, der Protestantismus sollte in Irland eingeführt werden. Elisabeth I. kämpfte hier weiter und musste schwere Aufstände niederwerfen. Die meisten Iren blieben katholisch. Aufstände blieben erfolglos. Der Adel floh aus Ulster, hier siedelte James I. etwa 100.000 schottische Presbyterianer an. Die Protestanten waren nun in Ulster in der Mehrheit. Die Iren wurden zu Pächtern, es kam 1641 zu einem blutigen Aufstand, der niedergeworfen wurde.

Es folgten später Auswanderungswellen der Katholiken vor allem in die USA, es kam zu Hungerkatastrophen im Land und die Wirtschaft wurde durch Exportbeschränkungen geschädigt.

Im Jahr 1919 wurde die irische Republik durch das Untergrundparlament ausgerufen. 1922 kam es zur Gründung eines eigenen irischen Staates, das Ulstergebiet blieb aber in britischer Hand. Die IRA wurde gegründet, sie versuchte die Wiedervereinigung Irlands mit Gewalt zu erzwingen. Britische Truppen sollten dazu beitragen, den Konflikt zu lösen, sie waren ab 1969 in Nordirland stationiert. Der Konflikt verschärfte sich aber weiter.

Ende der 60er Jahre blieben versprochene Reformen aus, der Konflikt eskalierte. Beide Seiten wurden radikaler, vor allem die „Ulster Protestants Volunteers“ unter Ian Paisley trugen dazu bei. 1971 kam es zu einer inneren Spaltung der IRA. Eine Hälfte wollte als Terrorpartei agieren, die andere lediglich die katholischen Viertel schützen. 1972 kam es zum „Bloody Sunday“, als ein Protestzug der Katholiken blutig niedergeschlagen wurde, es gab dabei 20 Tote. Die britische Regierung griff ein.

In den 80er Jahren gab es endlich die lang ersehnten politischen und sozialen Reformen. Die Terroraktionen rissen dennoch nicht ab, es kam zu weiteren Bombenanschlägen, die zahlreiche Tote forderten. 1985 wurde der Beschluss gefasst, dass Irland die Zugehörigkeit Nordirlands zu Großbritannien akzeptieren würde, solang es die Nordiren so wollten.

Dublin erhielt dafür ein Mitwirkungsrecht für die Katholiken.

Vermittlungsversuche im Nordirlandkonflikt, um Gewalt nicht mit Gegengewalt zu begegnen, scheiterten erst einmal.

Erst im Dezember 1993 wurde man sich über ein gemeinsames Vorgehen im Friedensprozess einig. Mit den Lösungen waren aber beide Seiten unzufrieden.

Am 10. April 1998 kamen die Friedenverhandlungen im Rahmen des Karfreitags-Abkommens zu einem guten Ende. Zu einem wirklichen Durchbruch im Friedensprozess kam es aber erst am 24. Oktober 2001, als die IRA versprach, ihre Waffenarsenale aufzulösen.

Am 28. Juli 2005 hat die IRA offiziell das Ende des Kampfes befohlen. Ende September 2005 galt der Prozess als abgeschlossen. Im Mai 2007 wurde eine Allparteienregierung eingerichtet. An die Spitze wurden Ian Paisley, Protestant, und Martin McGuiness, stellvertretender Führer der Sinn Fein, gewählt.




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