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Skellig Ring und Skellig Islands

Ganz im Südwesten Irlands, im County Kerry gibt es nicht nur den touristisch voll erfassten Ring of Kerry, sondern etwas versteckter und dadurch nicht ganz so überlaufen auch den Skellig Ring.

Skellig Islands, Foto: Patricia Helmich
Skellig Islands, Foto: Patricia Helmich

Ideal für Individual-Touristen, die allerdings etwas Erfahrung mit irischen Straßen haben sollten. Dafür gibt es hier eben nicht so viele Busse, die einem den Ausblick vermiesen und die ganze Aufmerksamkeit abfordern.

Kommt Ihr über den südlichen Ring of Kerry, also aus Caherdaniel, durchquert Ihr Waterville und biegt hinter dem Ort nach links, Richtung Ballinskelligs (Baile an Sceilg). Hier findet Ihr die Überreste eines Augustiner-Klosters: Ballinskelligs Abbey aus dem 12. Jahrhundert. Es wurde errichtet um Mönche von Skellig Michael aufzunehmen, die vor den Wikingern flüchten mussten.

Nachdem Ihr vielleicht am nahegelegenen Strand eine Pause eingelegt habt, könnt Ihr nun noch Ballinskelligs Castle besuchen. Es wurde im 16. Jahrhundert errichtet und sollte einerseits Schutz vor Piraten geben, aber andererseits wurden auch “Schutzgelder” von vorbeiziehenden Handelsschiffen kassiert.

Weiter geht’s an der Küste entlang mit atemberaubenden Ausblicken auf den Atlantik und die vorgelagerten Skellig Islands und Puffin Island nach Portmagee. Eine Brücke verbindet das Städtchen mit Valentia Island, welches es ebenfalls zu entdecken gilt. Der malerische und quirlige Fischerort ist gleichzeitig der Ausgangsort für die abenteuerliche Überfahrt zu den Skellig Islands.

Jedes Jahr werden 13 Lizenzen an Schiffsführer vergeben, die dann täglich zwischen April und Oktober die Insel anschippern, vorausgesetzt das Wetter spielt mit und das muss es, sonst ist das Anlegen der kleinen Schiffe zu gefährlich. Wem die ganze Aktion vielleicht zu anstrengend erscheint, hat auch die Möglichkeit die Inseln “nur” mit dem Boot zu umrunden, was einem ebenfalls durchaus bleibende Eindrücke vermitteln wird.

Die kleinere der beiden Inseln heiβt folgerichtig Little Skellig, ist für die Menschheit gesperrt und beherbergt die zweitgröβte Kolonie von Basstölpeln in der Welt. Von weitem betrachtet könnte man denken, Schnee auf den Felsen zu sehen, ist es aber nicht. So viele Vögel hinterlassen eben auch ihre Spuren. Desweiteren kann man hier (wenn man Glück hat) auch Robben, Delphine oder Wale beobachten.

Die Nachbarinsel wird entweder Great Skellig oder (mehr verbreitet) Skellig Michael genannt. Die beiden Gipfel ragen über 230m aus dem Meer heraus. Ein aus dem 6. Jahrhundert stammendes und immer noch sehr gut erhaltenes Mönchskloster mit den Beehive huts (Bienenkorbhütten) kurz unter dem niedrigeren Gipfel ist 1996 zum UNESCO Weltkulturerbe deklariert worden. Die Mönche bauten die Klosteranlage in mehreren Terrassen, die durch Mauern gesichert wurden und Schutz vor dem (fast) ständigen Wind gaben.

Skellig Islands, Foto: Stefan Kremer
Skellig Islands, Foto: Stefan Kremer

Dadurch konnten auch Tiere gehalten werden und Obst und Gemüse angebaut werden. Rund sechshundert (600!) aus Stein gehauene Stufen führen Euch zum Gipfel. Unvorstellbar welche Anstrengungen die Mönche unternommen haben müssen, um die Gebäude rund 200m über dem Meer ohne jegliche Hilfsmittel zu errichten.

Skellig Michael war für ca. 600 Jahre bewohnt, bis kälteres Klima und die immer wieder stänkernden Wikinger die Mönche auf’s Festland vertrieben und sie in der oben schon erwähnten Ballinskelligs Abbey Unterschlupf fanden.

Auβerdem wurden auf der Insel zwischen 1820 und 1826 zwei Leuchttürme errichtet (zwei, damit die Lichter nicht mit dem auf dem südlicheren Cape Clear Island verwechselt werden sollten). Die Ruine des oberen Turms ist am Ende der Lighthouse Road (besser vom Boot zu sehen) und der untere wurde in den 1960ern umgebaut und arbeitet seitdem unbemannt.

Weitere Bewohner (jedenfalls von April – Juli) sind Massen an zutraulichen Puffins (Papageientaucher), die erstens putzig aussehen und zweitens noch lustigere Töne von sich geben.

Skellig Islands, Foto: Conny Voigt
Skellig Islands, Foto: Conny Voigt

Äuβerste Vorsicht, keine Höhenangst und gutes Wetter sind die Voraussetzung für diesen manchmal nicht ganz ungefährlichen Ausflug, der leider fast jedes Jahr einige Unfallopfer fordert. Wer es allerdings geniessen kann, der hat einen wirklich tollen Ausflug hinter sich, den er bestimmt lange nicht vergessen wird.

“Aber für die Magie, die Dich herausbringt, weit aus dieser Zeit und dieser Welt, da ist Skellig Michael, 10 Meilen vor der Kerry-Küste, 700 Fuß gerade aus dem Atlantik herausschieβend. Wer niemals an den Grabstellen auf dem Gipfel dieses Kliffs stand, umgeben von den beehive Behausungen und dem beehive Oratorium, der kennt Irland nicht durch und durch. Es ist die Schönheit Irlands, die uns gemacht hat, was wir sind.“ – George Bernard Shaw

Wo er recht hat, hat er recht!

Wo genau liegen die Skellig Islands eigentlich? Hier die Übersichtskarte:

Bilder von den Skellig Islands:

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Anreise Skellig Islands

Jedes Jahr werden 13 Lizensen an Schiffsführer vergeben, die dann täglich zwischen April und Oktober die Insel anschippern, vorausgesetzt das Wetter spielt mit und das muβ es, sonst ist das Anlegen der kleinen Schiffe zu gefährlich.



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