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Arranmore Island (Árainn Mhór = groβe Bergkette)

Arranmore ist mit ca. 22 km² die gröβte Insel Donegals und die zweitgröβte Irlands. Heute liegt die Einwohnerzahl Arranmore‘s bei ca. 600, was sich aber in den Sommermonaten durch Heimkehrer und Touristen durchaus verdoppelt oder sogar verdreifacht.

Arranmore Island
Arranmore Island

Sie liegt nur 5 km westlich vom Festland entfernt und kann von Burtonport (Ailt an Chorráin) mit der Fähre erreicht werden. Gleich zwei Services (Arranmore Car & Passenger Ferry Service und Arranmore Fast Ferry) bieten die kurze und nicht gerade billige Überfahrt an.

Die Insel war bis zum Mittelalter in der Hand der O’Donnells, dem hier herrschenden Clan vor der englischen Besetzung und hatte ursprünglich den Namen Ára Uí Dhomhnaill (O’Donnells Aran). Während der Plantation änderte sich dies und die Insel erhielt ihren jetzigen Namen. Um die Verwirrung perfekt zu machen, erlaubt die englische Schreibweise auch Aran Island (so wie die in Galway) oder Isle of Arran (so wie die in Schottland).

Nach der Plantation im 17. Jahrhundert wurde die Insel, wie auch andere groβe Teile West-Donegals, dem englischen Lord Conyngham zugesprochen, der Slane Castle im County Meath erbauen liess und auch dort lebte.

Als während seiner „Regentschaft“ auch noch die groβe Hungersnot (the great famine) ausbrach, erklärte er die Insel, die er nie in seinem Leben betreten hatte, als unprofitabel und verkaufte sie an den englischen Land-Spekulanten Charlie Beag. Dessen Kaltschnäuzigkeit war kaum zu übertreffen, denn, um die nahezu verhungerten Bewohner von der Insel zu vertreiben, forderte er diese auf, die Quittungen ihrer Mietzahlungen vorzulegen, ansonsten müssten sie halt ihr Land verlassen. Natürlich hatten sie so etwas noch nie gesehen, geschweige denn aufbewahrt, da die meisten sowieso Analphabeten waren. Als Alternative blieben dann das Armenhaus in Glenties oder mit einem ‘coffin ship‘ nach Amerika zu emigrieren.

Viele, die es noch bis in die neue Welt schafften, liessen sich auf ‘Beaver Island‘ (Lake Michigan, USA) nieder. Die beiden Inseln verbindet jetzt eine Partnerschaft. Das im Jahr 2000 erbaute ‘Árainn Mhór & Beaver Island Memorial‘ und das Hinweisschild, dass Beaver Island 2750 Meilen entfernt ist, erinnern daran.

Mitte des 19. Jahrhunderts kaufte dann der Landlord John Stoupe Charley aus Finaghey, County Antrim die Insel, liess unter anderem eine (protestantische) Schule und das ‘Glen House‘ erbauen. Nach dem Ende der Landlordschaft gingen viele Liegenschaften an den Staat und an die Irish Land Commission zurück.

1922 kaufte dann der einheimische Jack Boyle das Gebäude und baute es zum Glen Hotel um, welches nach Gästebucheinträgen seit 1928 in Betrieb und in Familienbesitz ist.
1935 wurde die Insel von einer weiteren Tragödie getroffen, als ein Boot mit 20 Insassen während eines Sturms kenterte und 19 Leute ertranken. Praktisch alle Familien waren davon betroffen, doch am schlimmsten traf es wohl Mary, die Frau des Bootsführers Edward Gallagher, die bei dem Unglück ihren Ehemann, vier Söhne und zwei Töchter verlor.

Heutzutage bleibt Arranmore hoffentlich von weiteren Tragödien verschont und die Insulaner und Besucher können sich an den vielen Sehenswürdigkeiten erfreuen, wie z.B.
The Old Mill, Mühle aus dem 18. Jahrhundert.
The Cave of Slaughter (Uaimh an Áir), Höhle in der 1641 einer von Cromwall’s Hauptmännern ein Massaker an 70 Frauen und Kindern beging.
Lighthouse at Rinawros Point, Donegals ältester Leuchtturm von 1798 (inzwischen modernisiert).
Cliffs, ca. 120 m hohe Klippen an der Nord- und Westküste.
Dazu Strände, Höhlen, Felsbögen, sieben Seen, das schon erwähnte Memorial, einige wunderschöne Wanderwege, die interessante Vogelwelt in den Klippen, aber auch ein recht reges Nachtleben machen die Insel für alle Altersgruppen interessant.

Wer sich lieber sportlich betätigen möchte, hat dazu jede Menge Möglichkeiten. So wird u.a. Wandern, Radtouren, Tauchen, Tiefsee-Angeln, See-Angeln, Felsenklettern, Golf und Fußball angeboten.

Viele der Einheimischen sprechen sowohl irisch als auch englisch. Also, was liegt näher, als hier gaelic zu lernen. Taisce Árainn Teoranta bietet Kurse für Erwachsene an, die sowohl irische Kultur, Musik, Tanz, als auch Ausflüge zu historischen Plätzen und Bootstouren zu den Nachbarinseln beinhalten.

Collaiste Árainn Mhór bietet Irisch-Kurse für Kinder/Jugendliche im Alter von 10 bis 18 in den Sommermonaten an. Und wenn Ihr dann alle flieβend in irisch seid, könnt Ihr das Féile Árainn Mhór (ehemals the Rose of Arranmore festival) mitfeiern. Ein Festival mit irischer Musik, Songs und Tanz, welches jedes Jahr Mitte August stattfindet. Viel Spaβ dabei!

Wo genau liegt Arranmore Island eigentlich? Hier die Übersichtskarte:

Bilder von der Arranmore Island:

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Anreise Arranmore Island

Die Insel wird ganzjährig vom Fischerdorf Burtonport regelmäßig per Fähre angesteuert. Die Reise von Burtonport auf dem Hauptland bis zum Pier in Leabgarrow führt über eine Reihe kleiner Inseln, bevor eine Strecke auf dem offenen Atlantik überquert wird, die als Aran Road bekannt ist.



Inseln im Norden

An der zerklüfften Küste von Donegal und Sligo gelegen, waren die nördlichen Inseln lange Heimat der abgelegensten Gemeinden Europas. Die typische Gastfreundschaft wurde erhalten und auch die Tierwelt begeistert noch immer.

Inseln im Westen

Einfach erreichbar per Boot, Flugzeug oder Straße sind die westlichen Inseln Heimat von Bauernmärkten, Festivals, verschiedenen Kursen in den Sommerferien und traditioneller Musik.

Inseln im Süden

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County Donegal

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Hier unser ausführliches Special über Donegal.



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